Mops
Der charmante Komiker mit dem faltigen Gesicht
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 253
- Herkunft
- China
- Größe
- 25–33 cm
- Gewicht
- 6–8 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Mops ist ein perfekter Wohnungshund und braucht keinen Garten. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge pro Tag genügen, ergänzt durch Spieleinheiten in der Wohnung. Extreme Hitze ist das größte Risiko – ab 25 Grad sollte der Mops nur noch kurz und früh morgens oder spät abends nach draußen. Klimaanlage oder Ventilator sind im Sommer unverzichtbar. Auch extreme Kälte verträgt der Mops nicht gut. Die Gesichtsfalten müssen täglich gereinigt und getrocknet werden. Der Mops ist ein ausgesprochener Gesellschaftshund und leidet unter Einsamkeit. Er eignet sich hervorragend für Senioren, Alleinstehende und Familien. Treppen sollten möglichst vermieden werden. Der Mops schnarcht oft laut, was bei der Schlafplatzwahl berücksichtigt werden sollte.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Mops neigt extrem zu Übergewicht, was seine ohnehin belasteten Atemwege weiter einschränkt. Eine strikte Kalorienkontrolle ist lebenswichtig. Hochwertiges, proteinreiches Futter mit moderatem Fettgehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss streng nach Idealgewicht dosiert werden. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden. Futter mit kleineren Kroketten für brachycephale Rassen wird besser aufgenommen. Anti-Schling-Näpfe können das zu schnelle Fressen verhindern. Blähungen sind bei Möpsen häufig und können durch die Futterqualität beeinflusst werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Bei Allergien kann ein hypoallergenes Futter helfen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Mops ist aufgrund seiner extremen Brachycephalie von zahlreichen Gesundheitsproblemen betroffen. Das Brachycephale Obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) ist das gravierendste Problem – verengte Nasenlöcher, verlängertes Gaumensegel und eine enge Luftröhre führen zu chronischen Atemproblemen. Hemivertebrae (Wirbelfehlbildungen) sind aufgrund der Korkenzieherrute häufig. Augenprobleme durch die hervorstehenden Augen: Hornhautverletzungen, trockene Augen, Entropium. Hautinfektionen in den Gesichtsfalten erfordern regelmäßige Reinigung. Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie und Legg-Calvé-Perthes können auftreten. Encephalitis (Mops-Enzephalitis) ist eine rassespezifische neurologische Erkrankung. Übergewicht verschlimmert alle genannten Probleme. Hitzschlag ist ein lebensbedrohliches Risiko. Beim Kauf auf einen BOAS-freien Befund der Eltern achten.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Mops ist charmant, klug und kann durchaus eigensinnig sein. Seine Erziehung erfordert Geduld und Humor. Positive Verstärkung mit Leckerlis funktioniert gut, wobei die Leckerlis klein und kalorienarm sein sollten. Harte Erziehungsmethoden sind beim sensiblen Mops kontraproduktiv. Stubenreinheit kann etwas Zeit brauchen. Frühe Sozialisierung macht den ohnehin geselligen Mops zu einem selbstsicheren Hund. Bellkontrolle ist meist kein großes Thema, da Möpse weniger bellfreudig sind als viele andere Kleinhunde. Das Alleinbleiben muss schrittweise geübt werden. Kurze, spielerische Trainingseinheiten sind am effektivsten. Der Mops eignet sich gut für Anfänger, die Konsequenz mit Nachsicht kombinieren können.
Geschichte & Herkunft
Der Mops stammt ursprünglich aus China, wo er vor über 2.000 Jahren als Begleithund des Adels gezüchtet wurde. Im 16. Jahrhundert brachten holländische Händler der Ostindien-Kompanie die ersten Möpse nach Europa. Der Mops wurde schnell zum Liebling des europäischen Adels. Die Legende besagt, dass ein Mops das Leben von Wilhelm I. von Oranien rettete, indem er ihn vor einem Attentäter warnte. Napoleon Bonapartes Frau Joséphine hatte einen berühmten Mops namens „Fortune". Königin Victoria war eine begeisterte Mopszüchterin. Im 19. Jahrhundert wurde der Mops immer kurzschnäuziger gezüchtet. Heute gibt es Bestrebungen, durch Rückzucht (Retromops) einen gesünderen Mopstyp zu etablieren. Die FCI führt den Mops als britische Rasse.
Kosten im Überblick
| Futter | 30,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 40,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 125,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.500,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Mops
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für den kleinen Mops empfehlenswert. In mehreren Bundesländern ist sie für alle Hunde Pflicht. Auch wenn der friedliche Mops selten Schäden verursacht, bietet die Versicherung wichtigen Schutz für unvorhergesehene Situationen. Die geringen monatlichen Kosten machen die Versicherung zu einer sinnvollen Investition.
Häufige Fragen zum Mops
Ist ein Mops ein guter Familienhund?
Ja, der Mops ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Mops im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Mops betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Mops für Anfänger geeignet?
Ja, der Mops ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Mops?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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