Chihuahua
Der kleinste Hund der Welt mit dem größten Selbstbewusstsein
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 218
- Herkunft
- Mexiko
- Größe
- 15–23 cm
- Gewicht
- 1.5–3 kg
- Lebenserwartung
- 12–20 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Chihuahua ist der perfekte Wohnungshund. Er benötigt keinen Garten und kommt auch in einer kleinen Wohnung zurecht. Zwei bis drei Spaziergänge von jeweils 15 bis 20 Minuten am Tag genügen, ergänzt durch Spieleinheiten. Bei Kälte unter 10 Grad und bei Nässe braucht der Chihuahua einen Hundepullover oder -mantel, da er schnell auskühlt. Treppen können für die winzigen Beine auf Dauer belastend sein – eine Rampe oder das Tragen ist hier sinnvoll. Der Chihuahua eignet sich hervorragend als Begleithund für Reisen und kann dank seiner Größe in vielen Verkehrsmitteln mitgenommen werden. Er sollte nicht länger als vier Stunden alleine bleiben. Vorsicht ist bei offenen Balkonen, hohen Sofas und spielenden Kindern geboten – Verletzungsgefahr durch Sprünge oder unvorsichtiges Handling.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Chihuahua benötigt trotz seiner geringen Größe eine hochwertige Ernährung. Spezielles Futter für kleine Rassen mit entsprechend kleinen Kroketten ist ideal. Aufgrund seines schnellen Stoffwechsels sollte der Chihuahua mehrere kleine Mahlzeiten am Tag erhalten – drei bis vier bei Welpen, zwei bis drei bei erwachsenen Hunden. Unterzuckerung ist eine reale Gefahr, besonders bei sehr kleinen Chihuahuas und Welpen, die zu lange ohne Futter bleiben. Die Futtermenge muss genau dosiert werden, da schon wenige Gramm zu viel bei einem so kleinen Hund zu Übergewicht führen. Nassfutter oder Frischfleisch wird oft besser akzeptiert als Trockenfutter. Zahnpflegesnacks können die Zahnhygiene unterstützen, sollten aber in die Tagesration eingerechnet werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Chihuahua ist trotz seiner geringen Größe eine langlebige Rasse, die bei guter Pflege bis zu 20 Jahre alt werden kann. Typische Gesundheitsprobleme umfassen Patellaluxation (Kniescheibenverlagerung), die bei kleinen Rassen häufig vorkommt. Hydrocephalus (Wasserkopf) kann insbesondere bei sehr kleinen Vertretern auftreten. Zahnprobleme sind aufgrund des kleinen Kiefers häufig – regelmäßige Zahnpflege ist essenziell. Hypoglykämie (Unterzuckerung) kann besonders bei Welpen und sehr kleinen Chihuahuas lebensbedrohlich sein. Trachealkollaps (Luftröhrenkollaps) kommt bei kleinen Rassen vor. Offene Fontanelle (Molera) ist eine Besonderheit der Rasse und macht den Kopf verletzlicher. Herzerkrankungen wie Mitralklappensuffizienz treten im Alter häufiger auf. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und Zahnpflege sind wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Die größte Herausforderung bei der Chihuahua-Erziehung ist die Vermeidung des „Klein-Hund-Syndroms". Viele Chihuahua-Besitzer neigen dazu, ihren kleinen Hund nicht konsequent zu erziehen, weil unerwünschtes Verhalten bei einem so kleinen Hund harmlos erscheint. Dies führt jedoch zu einem tyrannischen, bellenden und schnappenden Hund. Der Chihuahua braucht dieselbe konsequente Erziehung wie jeder große Hund. Positive Verstärkung mit kleinen Leckerlis funktioniert am besten. Frühe Sozialisierung mit verschiedenen Menschen, Hunden und Umweltreizen ist essenziell. Bellkontrolle sollte von Anfang an geübt werden. Stubenreinheit kann bei dieser Rasse etwas länger dauern. Der Chihuahua sollte laufen und nicht ständig getragen werden, um ein normales Hundeverhalten zu fördern.
Geschichte & Herkunft
Die Geschichte des Chihuahuas reicht möglicherweise bis in die Zeit der Tolteken und Azteken zurück. Der Techichi, ein kleiner, stummer Begleithund der Tolteken, gilt als möglicher Vorfahre des Chihuahuas. Archäologische Funde in Mexiko zeigen kleine Hunde, die dem heutigen Chihuahua ähneln. Die Rasse ist nach dem mexikanischen Bundesstaat Chihuahua benannt, wo Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Exemplare von amerikanischen Touristen entdeckt und in die USA gebracht wurden. Der American Kennel Club erkannte die Rasse 1904 an. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Chihuahua weltweit populär, besonders durch seine Präsenz in Filmen und als Begleiter prominenter Persönlichkeiten. Die FCI führt den Chihuahua als Rasse mexikanischen Ursprungs.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 90,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.080,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Chihuahua
Auch für den winzigen Chihuahua ist eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll. Obwohl ein Chihuahua keine großen körperlichen Schäden anrichten kann, kann er dennoch Unfälle verursachen – beispielsweise wenn er einen Radfahrer erschreckt oder eine Person zum Stolpern bringt. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung ist günstig und bietet Schutz vor unerwarteten finanziellen Forderungen.
Häufige Fragen zum Chihuahua
Ist ein Chihuahua ein guter Familienhund?
Ja, der Chihuahua ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Chihuahua im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Chihuahua betragen durchschnittlich 90,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Chihuahua für Anfänger geeignet?
Ja, der Chihuahua ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Chihuahua?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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Nützliche Tools
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