Malteser
Der weiße Traumhund mit dem seidigen Engelskleid
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 65
- Herkunft
- Zentraler Mittelmeerraum (Malta/Italien)
- Größe
- 20–25 cm
- Gewicht
- 3–4 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Malteser ist ein perfekter Wohnungshund und kommt auch in kleinen Wohnungen zurecht. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge pro Tag, ergänzt durch Spieleinheiten, genügen seinem Bewegungsbedarf. Bei Regen und Kälte kann ein Hundemantel sinnvoll sein, da der Malteser keine Unterwolle hat. Die tägliche Fellpflege ist zeitintensiv und sollte eingeplant werden. Der Malteser ist ein ausgesprochener Menschenhund und sollte nicht regelmäßig länger als drei bis vier Stunden alleine gelassen werden. Er eignet sich gut für Senioren, Alleinstehende und Familien mit älteren Kindern. Für sehr kleine Kinder ist er aufgrund seiner zierlichen Statur weniger geeignet. Der Malteser ist ein guter Reisebegleiter und kann dank seiner Größe in vielen Transportmitteln mitreisen.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Malteser benötigt hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Spezielles Futter für kleine Rassen mit kleinen Kroketten ist empfehlenswert. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss genau dosiert werden – bei einem so kleinen Hund machen schon wenige Gramm zu viel einen Unterschied. Futter ohne künstliche Farbstoffe kann helfen, Tränenflecken zu reduzieren. Nassfutter oder Frischfleisch wird oft gut angenommen. Kausnacks für die Zahnreinigung sind sinnvoll, müssen aber von der Tagesration abgezogen werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Bei Allergien kann eine Ausschlussdiät helfen, den Auslöser zu identifizieren. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Malteser ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse. Zu den häufigeren Gesundheitsproblemen gehören Patellaluxation, die bei kleinen Rassen verbreitet ist. Zahnprobleme wie Zahnstein und Zahnverlust sind aufgrund des kleinen Kiefers häufig – tägliche Zahnpflege ist empfehlenswert. Tränenflecken durch verstopfte Tränenkanäle sind ein kosmetisches Problem. Hypoglykämie kann besonders bei Welpen auftreten. White Shaker Syndrome, eine neurologische Erkrankung mit Zittern, kommt bei weißen Kleinhunden vor. Herzerkrankungen können im Alter auftreten. Portosystemischer Shunt (Lebererkrankung) kommt gelegentlich vor. Allergien auf Umweltfaktoren oder Futter sind möglich. Regelmäßige Zahnkontrollen, Augenpflege und tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Malteser ist intelligent und lernwillig, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Wie bei vielen Kleinhunden besteht die Gefahr des „Klein-Hund-Syndroms" – der Malteser wird zu sehr verwöhnt und nicht konsequent erzogen. Positive Verstärkung mit kleinen Leckerlis funktioniert hervorragend. Frühe Sozialisierung ist wichtig, damit der Malteser nicht ängstlich oder übermäßig schüchtern wird. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas länger dauern – Geduld und ein fester Rhythmus helfen. Bellkontrolle sollte von Anfang an geübt werden, da Malteser durchaus bellfreudig sein können. Das Alleinbleiben muss schrittweise trainiert werden. Grundgehorsam lässt sich spielerisch und in kurzen Einheiten gut aufbauen.
Geschichte & Herkunft
Der Malteser gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt. Bereits auf antiken griechischen Vasen und in ägyptischen Gräbern finden sich Darstellungen kleiner weißer Hunde, die dem heutigen Malteser ähneln. Der Name leitet sich wahrscheinlich von der Insel Malta ab, obwohl der genaue Ursprung umstritten ist – auch die sizilianische Stadt Melita und die adriatische Insel Mljet werden als Namensgeber diskutiert. Im antiken Rom war der Malteser ein geschätzter Begleiter der Oberschicht. Im Mittelalter und der Renaissance war er der Liebling des europäischen Adels. Aristokraten und Könige schätzten den kleinen weißen Hund als Schoßhund und Statussymbol. Die Rasse hat sich über Jahrhunderte kaum verändert und zählt zu den reinsten Hunderassen überhaupt.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 95,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.140,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Malteser
Auch für den kleinen Malteser ist eine Hundehaftpflichtversicherung empfehlenswert. Obwohl er selten Schäden verursacht, kann auch ein kleiner Hund Unfälle auslösen – etwa wenn er einer Person vor die Füße läuft. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die niedrigen Versicherungsbeiträge bieten einen guten Schutz vor unerwarteten Schadensersatzforderungen.
Häufige Fragen zum Malteser
Ist ein Malteser ein guter Familienhund?
Ja, der Malteser ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Malteser im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Malteser betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Malteser für Anfänger geeignet?
Ja, der Malteser ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Malteser?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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