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Malteser

Der weiße Traumhund mit dem seidigen Engelskleid

Steckbrief

FCI-Nr.
65
Herkunft
Zentraler Mittelmeerraum (Malta/Italien)
Größe
2025 cm
Gewicht
34 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
AnhänglichSanftVerspieltFröhlichIntelligent
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Malteser ist eine der ältesten Hunderassen der Welt und seit Jahrtausenden als Begleithund des Menschen bekannt. Sein schneeweißes, seidiges Fell, die dunklen Knopfaugen und sein sanftes Wesen machen ihn zu einem bezaubernden Gesellschaftshund, der das Leben seiner Besitzer mit Freude und Zuneigung bereichert. Mit einem Gewicht von 3 bis 4 Kilogramm und einer Schulterhöhe von 20 bis 25 Zentimetern gehört der Malteser zu den kleinen Hunderassen. Sein langes, seidiges Fell ist reinweiß, fällt glatt herab und hat keine Unterwolle. Diese Eigenschaft macht ihn besonders allergikerfreundlich, da er kaum haart. Allerdings erfordert das prachtvolle Fell eine intensive Pflege. Der Charakter des Maltesers ist geprägt von einer außergewöhnlichen Anhänglichkeit an seine Menschen. Er ist ein liebevoller, fröhlicher Hund, der am glücklichsten ist, wenn er in der Nähe seiner Bezugspersonen sein darf. Trotz seiner geringen Größe hat der Malteser ein lebhaftes, aufgewecktes Temperament und liebt es zu spielen und neue Dinge zu entdecken. Der Malteser ist ein idealer Anfänger- und Wohnungshund. Sein moderater Bewegungsbedarf kann durch kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten in der Wohnung gedeckt werden. Dennoch sollte er täglich ins Freie kommen und die Möglichkeit haben, seine Umgebung zu erkunden. Trotz seiner geringen Größe ist der Malteser kein reiner Schoßhund – er braucht geistige Anregung und soziale Interaktion. Die Pflege des Malteserfells ist der zeitintensivste Aspekt der Haltung. Tägliches Bürsten ist unerlässlich, um Verfilzungen zu vermeiden. Viele Halter entscheiden sich für einen Kurzschnitt, der die Pflege erheblich erleichtert. Regelmäßige Bäder, Augen- und Ohrenpflege sowie Zahnhygiene gehören zum Pflegeprogramm. Die Tränenflecken unter den Augen sind ein häufiges kosmetisches Problem. Der Malteser eignet sich hervorragend für ältere Menschen, Singles und Familien mit verständigen Kindern. Er passt sich gut an verschiedene Lebenssituationen an und ist dank seiner Größe ein unkomplizierter Reisebegleiter. Sein größter Wunsch ist die Nähe zu seinen Menschen – langes Alleinsein verträgt er schlecht. Wer einen liebevollen, pflegeleichten (abgesehen vom Fell), anpassungsfähigen kleinen Hund sucht, der seine Menschen bedingungslos liebt, wird im Malteser einen treuen Lebensbegleiter finden.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Malteser ist ein perfekter Wohnungshund und kommt auch in kleinen Wohnungen zurecht. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge pro Tag, ergänzt durch Spieleinheiten, genügen seinem Bewegungsbedarf. Bei Regen und Kälte kann ein Hundemantel sinnvoll sein, da der Malteser keine Unterwolle hat. Die tägliche Fellpflege ist zeitintensiv und sollte eingeplant werden. Der Malteser ist ein ausgesprochener Menschenhund und sollte nicht regelmäßig länger als drei bis vier Stunden alleine gelassen werden. Er eignet sich gut für Senioren, Alleinstehende und Familien mit älteren Kindern. Für sehr kleine Kinder ist er aufgrund seiner zierlichen Statur weniger geeignet. Der Malteser ist ein guter Reisebegleiter und kann dank seiner Größe in vielen Transportmitteln mitreisen.

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Ernährung

Der Malteser benötigt hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Spezielles Futter für kleine Rassen mit kleinen Kroketten ist empfehlenswert. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss genau dosiert werden – bei einem so kleinen Hund machen schon wenige Gramm zu viel einen Unterschied. Futter ohne künstliche Farbstoffe kann helfen, Tränenflecken zu reduzieren. Nassfutter oder Frischfleisch wird oft gut angenommen. Kausnacks für die Zahnreinigung sind sinnvoll, müssen aber von der Tagesration abgezogen werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Bei Allergien kann eine Ausschlussdiät helfen, den Auslöser zu identifizieren. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Malteser ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse. Zu den häufigeren Gesundheitsproblemen gehören Patellaluxation, die bei kleinen Rassen verbreitet ist. Zahnprobleme wie Zahnstein und Zahnverlust sind aufgrund des kleinen Kiefers häufig – tägliche Zahnpflege ist empfehlenswert. Tränenflecken durch verstopfte Tränenkanäle sind ein kosmetisches Problem. Hypoglykämie kann besonders bei Welpen auftreten. White Shaker Syndrome, eine neurologische Erkrankung mit Zittern, kommt bei weißen Kleinhunden vor. Herzerkrankungen können im Alter auftreten. Portosystemischer Shunt (Lebererkrankung) kommt gelegentlich vor. Allergien auf Umweltfaktoren oder Futter sind möglich. Regelmäßige Zahnkontrollen, Augenpflege und tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig.

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Erziehung

Der Malteser ist intelligent und lernwillig, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Wie bei vielen Kleinhunden besteht die Gefahr des „Klein-Hund-Syndroms" – der Malteser wird zu sehr verwöhnt und nicht konsequent erzogen. Positive Verstärkung mit kleinen Leckerlis funktioniert hervorragend. Frühe Sozialisierung ist wichtig, damit der Malteser nicht ängstlich oder übermäßig schüchtern wird. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas länger dauern – Geduld und ein fester Rhythmus helfen. Bellkontrolle sollte von Anfang an geübt werden, da Malteser durchaus bellfreudig sein können. Das Alleinbleiben muss schrittweise trainiert werden. Grundgehorsam lässt sich spielerisch und in kurzen Einheiten gut aufbauen.

Geschichte & Herkunft

Der Malteser gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt. Bereits auf antiken griechischen Vasen und in ägyptischen Gräbern finden sich Darstellungen kleiner weißer Hunde, die dem heutigen Malteser ähneln. Der Name leitet sich wahrscheinlich von der Insel Malta ab, obwohl der genaue Ursprung umstritten ist – auch die sizilianische Stadt Melita und die adriatische Insel Mljet werden als Namensgeber diskutiert. Im antiken Rom war der Malteser ein geschätzter Begleiter der Oberschicht. Im Mittelalter und der Renaissance war er der Liebling des europäischen Adels. Aristokraten und Könige schätzten den kleinen weißen Hund als Schoßhund und Statussymbol. Die Rasse hat sich über Jahrhunderte kaum verändert und zählt zu den reinsten Hunderassen überhaupt.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt95,00 €/Monat
Jährlich1.140,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Malteser

Auch für den kleinen Malteser ist eine Hundehaftpflichtversicherung empfehlenswert. Obwohl er selten Schäden verursacht, kann auch ein kleiner Hund Unfälle auslösen – etwa wenn er einer Person vor die Füße läuft. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die niedrigen Versicherungsbeiträge bieten einen guten Schutz vor unerwarteten Schadensersatzforderungen.

Häufige Fragen zum Malteser

Ist ein Malteser ein guter Familienhund?

Ja, der Malteser ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Malteser im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Malteser betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Malteser für Anfänger geeignet?

Ja, der Malteser ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Malteser?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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