American Akita
Der würdevolle Beschützer mit bärenstarkem Charakter
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 344
- Herkunft
- USA
- Größe
- 61–71 cm
- Gewicht
- 32–59 kg
- Lebenserwartung
- 10–13 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der American Akita benötigt ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Die Haltung in einer Wohnung ist aufgrund seiner Größe und seines Bewegungsbedarfs nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er verträgt Kälte hervorragend, leidet aber unter großer Hitze. Im Sommer sollten Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Der American Akita ist ein geselliger Familienhund, der nicht über längere Zeit alleine bleiben sollte. Seine territoriale Natur macht einen stabilen Zaun unverzichtbar. In einigen Bundesländern kann er als großer, kräftiger Hund besonderen Haltungsauflagen unterliegen. Die Verträglichkeit mit Katzen und Kleintieren muss individuell beurteilt werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der American Akita benötigt als großer, kräftiger Hund hochwertiges Futter mit einem ausgewogenen Protein- und Fettgehalt. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Die Futtermenge muss an Alter, Gewicht und Aktivitätslevel angepasst werden. Aufgrund der Neigung zu Hypothyreose sollte der Stoffwechsel regelmäßig überprüft und die Fütterung entsprechend angepasst werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Hautgesundheit und den Fellglanz. Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke stark belastet. Frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein. Leckerlis sollten in die Gesamtkalorienzufuhr eingerechnet werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der American Akita ist grundsätzlich ein robuster Hund, neigt jedoch zu einigen rassetypischen Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie sind häufige Probleme, weshalb Zuchttiere entsprechend untersucht werden sollten. Progressive Retinaatrophie (PRA) und andere Augenerkrankungen kommen vor. Hypothyreose tritt bei dieser Rasse gehäuft auf und sollte durch regelmäßige Bluttests überwacht werden. Autoimmunerkrankungen wie Pemphigus und sebaceous Adenitis sind bekannte Risiken. Magendrehung ist aufgrund der Größe ein ernstes Risiko, weshalb mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen empfehlenswert sind. Das dichte Doppelfell erfordert regelmäßige Pflege, insbesondere während des intensiven Fellwechsels. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge ist unerlässlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des American Akita erfordert Erfahrung, Geduld und eine klare, respektvolle Führung. Positive Verstärkung ist die wirksamste Methode, kombiniert mit ruhiger Konsequenz. Dieser stolze Hund reagiert äußerst empfindlich auf harte Bestrafungen und verweigert die Zusammenarbeit, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Frühe Sozialisierung mit Menschen, anderen Hunden und verschiedenen Umgebungen ist absolut entscheidend. Der Besuch einer Hundeschule ab dem Welpenalter wird dringend empfohlen. Die Dominanzneigung gegenüber anderen Hunden muss von Anfang an kontrolliert werden. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele und Denkaufgaben hilft, den intelligenten Hund auszulasten. Ein zuverlässiger Rückruf ist schwer zu erreichen und erfordert intensives Training.
Geschichte & Herkunft
Der American Akita entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus japanischen Akita-Hunden, die amerikanische Soldaten mit in die USA brachten. Während die japanische Zucht den ursprünglichen Typ bewahrte, bevorzugten amerikanische Züchter einen größeren, kräftigeren Hund mit einer breiteren Farbpalette. Jahrzehntelang wurden Akitas in den USA ohne Rücksicht auf den japanischen Standard gezüchtet, was zu einem deutlich unterschiedlichen Erscheinungsbild führte. Die FCI erkannte den American Akita 1999 als eigenständige Rasse unter der Nummer 344 an und trennte ihn offiziell vom Akita Inu. In Deutschland ist der American Akita heute ein geschätzter Begleithund, der durch sein imposantes Erscheinungsbild und sein ruhiges Wesen auffällt.
Kosten im Überblick
| Futter | 65,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 160,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.920,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für American Akita
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines American Akita dringend empfohlen. Dieser große, kraftvolle Hund mit ausgeprägtem Schutzinstinkt und territorialem Verhalten kann in verschiedenen Situationen erhebliche Schäden verursachen. In einigen Bundesländern unterliegt er aufgrund seiner Größe und Kraft besonderen Auflagen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist empfehlenswert.
Häufige Fragen zum American Akita
Ist ein American Akita ein guter Familienhund?
Ja, der American Akita ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein American Akita im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen American Akita betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (65,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein American Akita für Anfänger geeignet?
Der American Akita ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein American Akita?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der American Akita braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.