American Bully
Der muskelbepackte Familienhund mit dem sanften Gemüt
Steckbrief
- Herkunft
- Vereinigte Staaten
- Größe
- 33–51 cm
- Gewicht
- 20–50 kg
- Lebenserwartung
- 10–13 Jahre
- Gruppe
- Nicht FCI-anerkannt
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der American Bully kann bei ausreichender Bewegung auch in einer größeren Wohnung gehalten werden, sofern ein Garten oder nahegelegene Auslaufmöglichkeiten vorhanden sind. Wichtig ist die Klärung der rechtlichen Situation, da der American Bully in vielen deutschen Bundesländern unter die Rasselisten fällt und Haltungsauflagen wie Maulkorbpflicht, Leinenpflicht und Wesenstests gelten können. Eine Haltungserlaubnis muss vor der Anschaffung eingeholt werden. Er verträgt Kälte schlecht und braucht im Winter einen warmen Schlafplatz. Bei Hitze ist besondere Vorsicht geboten. Er braucht engen Familienanschluss und sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein.
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Der American Bully benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinen muskulösen Körperbau unterstützt, ohne zu Übergewicht zu führen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die ohnehin stark belasteten Gelenke zusätzlich gefährdet. Hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle ist wichtig für den Muskelerhalt. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen mit Glucosamin und Chondroitin sind bei dieser Rasse sinnvoll. Omega-3-Fettsäuren fördern die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der American Bully kann aufgrund seiner extremen Körperproportionen zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen neigen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie sind häufig und sollten bei Zuchttieren überprüft werden. Herzerkrankungen, insbesondere Aortenstenose, kommen vor. Kurzatmigkeit und Hitzeintoleranz betreffen besonders die kompakteren Varianten mit kürzeren Schnauzen. Hautallergien und Demodikose sind verbreitet. Gelenkprobleme durch die schwere Muskulatur sind ein häufiges Thema. Patellaluxation kann auftreten. Cherry Eye und andere Augenerkrankungen kommen gelegentlich vor. Verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitstests ist entscheidend. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Der American Bully ist lernwillig und möchte seinem Besitzer gefallen, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Frühe und umfassende Sozialisierung ist besonders wichtig, um einen ausgeglichenen, sicheren Hund zu formen. Der Besuch einer Hundeschule wird dringend empfohlen. Konsequenz und klare Regeln sind entscheidend, da der kräftige Hund körperlich schwer zu kontrollieren ist, wenn er keine Grenzen kennt. Leinenführigkeit muss von Anfang an trainiert werden. Aufgrund der Rasselisten in vielen deutschen Bundesländern sollten Halter sich über die rechtlichen Anforderungen informieren und gegebenenfalls einen Wesenstest durchführen lassen.
Geschichte & Herkunft
Der American Bully wurde in den 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten gezüchtet, hauptsächlich durch Kreuzungen von American Pit Bull Terriern und American Staffordshire Terriern mit Bulldoggenrassen wie der English Bulldog, Olde English Bulldogge und French Bulldog. Das Ziel war ein Begleithund mit der imposanten Erscheinung eines Pit Bulls, aber einem ruhigeren, freundlicheren Temperament ohne Kampfhundeigenschaften. Die Rasse wurde 2004 vom American Bully Kennel Club und 2013 vom United Kennel Club anerkannt. Die FCI erkennt die Rasse nicht an. In Deutschland unterliegt der American Bully in vielen Bundesländern den Rasselisten aufgrund seiner Abstammung vom American Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier.
Kosten im Überblick
| Futter | 55,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 15,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 160,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.920,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für American Bully
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für American-Bully-Besitzer zwingend empfehlenswert und in vielen Bundesländern auch gesetzlich vorgeschrieben. Als Listenhund unterliegt der American Bully besonderen Haltungsauflagen, die häufig eine Haftpflichtversicherung einschließen. Aufgrund seiner enormen Kraft und seines kräftigen Körperbaus kann er unbeabsichtigt erhebliche Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfehlenswert.
Häufige Fragen zum American Bully
Ist ein American Bully ein guter Familienhund?
Ja, der American Bully ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein American Bully im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen American Bully betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein American Bully für Anfänger geeignet?
Der American Bully ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein American Bully?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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