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American Bully

Der muskelbepackte Familienhund mit dem sanften Gemüt

Steckbrief

Herkunft
Vereinigte Staaten
Größe
3351 cm
Gewicht
2050 kg
Lebenserwartung
1013 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
FreundlichSelbstbewusstAnhänglichGutmütigGeduldig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der American Bully ist eine vergleichsweise junge Hunderasse, die in den 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten durch gezielte Kreuzungen des American Pit Bull Terrier und des American Staffordshire Terrier mit verschiedenen Bulldoggenrassen entstanden ist. Das erklärte Zuchtziel war die Erschaffung eines muskulösen, imposant wirkenden Begleithundes mit einem ausgeglichenen, freundlichen Temperament, der die Stärke und Athletik seiner Vorfahren mit einem sanfteren, familienorientierten Wesen vereint. Der United Kennel Club erkannte die Rasse 2013 offiziell an. Mit einer Schulterhöhe von 33 bis 51 Zentimetern, abhängig von der Größenklasse, und einem Gewicht von 20 bis 50 Kilogramm präsentiert sich der American Bully als kompakter, extrem muskulöser Hund mit breiter Brust und massivem Knochenbau. Die Rasse wird in vier Größenklassen unterteilt: Pocket, Standard, Classic und XL. Der Kopf ist breit und kräftig mit ausgeprägten Wangenmuskeln, die Augen sind rund und weit auseinanderstehend, die Ohren können natürlich oder kupiert sein. Das Fell ist kurz, glatt und glänzend und kommt in praktisch allen Farben und Mustern vor. Charakterlich widerspricht der American Bully seinem furchteinflößenden Äußeren auf charmante Weise. Er ist ein ausgesprochen freundlicher, menschenbezogener Hund, der eine tiefe Bindung zu seiner Familie aufbaut und besonders im Umgang mit Kindern eine bemerkenswerte Geduld und Sanftmut zeigt. Sein Wunsch zu gefallen ist stark ausgeprägt, und er sucht aktiv die Nähe und Aufmerksamkeit seiner Menschen. Aggression gegenüber Menschen ist ein Ausschlusskriterium in der seriösen Zucht und entspricht nicht dem Rassestandard. Der Bewegungsbedarf ist moderat im Vergleich zu seinen athletischeren Vorfahren. Tägliche Spaziergänge von insgesamt einer bis anderthalb Stunden sind in der Regel ausreichend, ergänzt durch Spieleinheiten und moderate körperliche Aktivitäten. Übermäßige Belastung sollte vermieden werden, da die schwere Muskulatur die Gelenke bereits stark beansprucht. Im Sommer ist besondere Vorsicht geboten, da die kurzschnäuzigeren Varianten hitzeempfindlich sein können. Die Fellpflege ist denkbar einfach. Das kurze Fell benötigt lediglich wöchentliches Bürsten mit einer weichen Bürste, um lose Haare zu entfernen. Die Hautfalten sollten regelmäßig gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Insgesamt ist der American Bully ein liebenswerter, treuer Familienbegleiter für verantwortungsvolle Halter, die sich der besonderen rechtlichen Situation in Deutschland bewusst sind und ihrem Hund eine strukturierte, liebevolle Umgebung bieten können.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der American Bully kann bei ausreichender Bewegung auch in einer größeren Wohnung gehalten werden, sofern ein Garten oder nahegelegene Auslaufmöglichkeiten vorhanden sind. Wichtig ist die Klärung der rechtlichen Situation, da der American Bully in vielen deutschen Bundesländern unter die Rasselisten fällt und Haltungsauflagen wie Maulkorbpflicht, Leinenpflicht und Wesenstests gelten können. Eine Haltungserlaubnis muss vor der Anschaffung eingeholt werden. Er verträgt Kälte schlecht und braucht im Winter einen warmen Schlafplatz. Bei Hitze ist besondere Vorsicht geboten. Er braucht engen Familienanschluss und sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein.

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Ernährung

Der American Bully benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinen muskulösen Körperbau unterstützt, ohne zu Übergewicht zu führen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die ohnehin stark belasteten Gelenke zusätzlich gefährdet. Hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle ist wichtig für den Muskelerhalt. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen mit Glucosamin und Chondroitin sind bei dieser Rasse sinnvoll. Omega-3-Fettsäuren fördern die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der American Bully kann aufgrund seiner extremen Körperproportionen zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen neigen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie sind häufig und sollten bei Zuchttieren überprüft werden. Herzerkrankungen, insbesondere Aortenstenose, kommen vor. Kurzatmigkeit und Hitzeintoleranz betreffen besonders die kompakteren Varianten mit kürzeren Schnauzen. Hautallergien und Demodikose sind verbreitet. Gelenkprobleme durch die schwere Muskulatur sind ein häufiges Thema. Patellaluxation kann auftreten. Cherry Eye und andere Augenerkrankungen kommen gelegentlich vor. Verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitstests ist entscheidend. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Der American Bully ist lernwillig und möchte seinem Besitzer gefallen, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Frühe und umfassende Sozialisierung ist besonders wichtig, um einen ausgeglichenen, sicheren Hund zu formen. Der Besuch einer Hundeschule wird dringend empfohlen. Konsequenz und klare Regeln sind entscheidend, da der kräftige Hund körperlich schwer zu kontrollieren ist, wenn er keine Grenzen kennt. Leinenführigkeit muss von Anfang an trainiert werden. Aufgrund der Rasselisten in vielen deutschen Bundesländern sollten Halter sich über die rechtlichen Anforderungen informieren und gegebenenfalls einen Wesenstest durchführen lassen.

Geschichte & Herkunft

Der American Bully wurde in den 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten gezüchtet, hauptsächlich durch Kreuzungen von American Pit Bull Terriern und American Staffordshire Terriern mit Bulldoggenrassen wie der English Bulldog, Olde English Bulldogge und French Bulldog. Das Ziel war ein Begleithund mit der imposanten Erscheinung eines Pit Bulls, aber einem ruhigeren, freundlicheren Temperament ohne Kampfhundeigenschaften. Die Rasse wurde 2004 vom American Bully Kennel Club und 2013 vom United Kennel Club anerkannt. Die FCI erkennt die Rasse nicht an. In Deutschland unterliegt der American Bully in vielen Bundesländern den Rasselisten aufgrund seiner Abstammung vom American Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung40,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer15,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt160,00 €/Monat
Jährlich1.920,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für American Bully

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für American-Bully-Besitzer zwingend empfehlenswert und in vielen Bundesländern auch gesetzlich vorgeschrieben. Als Listenhund unterliegt der American Bully besonderen Haltungsauflagen, die häufig eine Haftpflichtversicherung einschließen. Aufgrund seiner enormen Kraft und seines kräftigen Körperbaus kann er unbeabsichtigt erhebliche Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfehlenswert.

Häufige Fragen zum American Bully

Ist ein American Bully ein guter Familienhund?

Ja, der American Bully ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein American Bully im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen American Bully betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein American Bully für Anfänger geeignet?

Der American Bully ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein American Bully?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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