Basenji
Der uralte bellfreie Hund aus dem Kongo
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 43
- Herkunft
- Demokratische Republik Kongo
- Größe
- 40–43 cm
- Gewicht
- 9–12 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Basenji kann trotz seiner Groesse in einer Wohnung gehalten werden, da er sauber, geruchlos und nicht bellend ist. Allerdings erfordert seine Energie und sein Einfallsreichtum eine ausbruchsichere Umgebung. Er kann erstaunlich hoch klettern und springen. Taegliche intensive Bewegung von mindestens anderthalb Stunden ist erforderlich. Freilauf ist nur in sicher eingezaeuntem Gelaende moeglich. Er kann bei Langeweile destruktiv werden und ist beruehmt fuer seine Faehigkeit, Dinge zu zerlegen. Der Basenji ist kaelteempfindlich und braucht im Winter Schutz. Idealerweise wird er mit einem zweiten Basenji gehalten.
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Der Basenji benoetigt hochwertiges Futter in moderaten Mengen, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind fuer erwachsene Hunde empfehlenswert. Aufgrund des Risikos fuer das Fanconi-Syndrom ist eine nierenfreundliche Ernaehrung ratsam, die nicht uebermassig proteinreich ist. Leckerlis sollten sparsam und in die Tagesration eingerechnet werden. Der Basenji neigt dazu, waehlerisch beim Fressen zu sein und sein Futter sorgfaeltig zu inspizieren, bevor er frisst. Nahrungsmittelallergien koennen vorkommen. Die Urinwerte sollten regelmaessig ueberprueft werden, um fruehzeitig Anzeichen des Fanconi-Syndroms zu erkennen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Basenji hat einige rassetypische Gesundheitsprobleme, die beachtet werden muessen. Das Fanconi-Syndrom, eine erbliche Nierenerkrankung, ist die bedeutendste Erkrankung der Rasse, fuer die ein DNA-Test verfuegbar ist. Progressive Retinaatrophie kann zur Erblindung fuehren und sollte bei Zuchttieren getestet werden. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Haemolytische Anaemie durch Pyruvatkinase-Mangel ist eine weitere erbliche Erkrankung mit verfuegbarem DNA-Test. Hueftgelenksdysplasie ist selten. Nabelbrueche kommen gelegentlich vor. Immunmediierte Erkrankungen sind dokumentiert. Verantwortungsvolle Zuechter testen auf alle bekannten Erbkrankheiten.
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Der Basenji ist intelligent, aber beruehmt fuer seine Sturheit und Unabhaengigkeit, was die Erziehung zur Herausforderung macht. Er ist kein Hund, der Befehle blind ausfuehrt, sondern waegt eigenstaendig ab, ob eine Anweisung fuer ihn sinnvoll erscheint. Positive Verstaerkung mit hochwertigen Leckerlis und abwechslungsreichem Training ist essenziell. Kurze, interessante Trainingseinheiten sind effektiver als lange, repetitive Uebungen. Fruehe Sozialisierung ist wichtig. Der extreme Jagdtrieb erfordert konsequentes Management. Haerte und Zwang fuehren zu Vertrauensverlust und Verweigerung. Erfahrung mit eigenstaendigen Hunderassen ist dringend empfohlen.
Geschichte & Herkunft
Der Basenji ist eine der aeltesten domestizierten Hunderassen, deren Ursprung in den tropischen Waeldern des Kongobeckens liegt. Darstellungen basenjiaenlicher Hunde finden sich auf aegyptischen Grabmalereien der Vierten und Fuenften Dynastie vor ueber 4500 Jahren. Die Pygmaeen und andere indigene Voelker Zentralafrikas nutzten den Basenji als Jagdhund, wobei ihm kleine Hoelzer- oder Schilfgloeckchen umgebunden wurden, um seine Position im dichten Dschungel zu verfolgen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten europaeische Forscher die Rasse. Erste Importversuche nach England in den 1890er Jahren scheiterten an Staupeerkrankungen. Erfolgreiche Zuchtgruendungen gelangen in den 1930er Jahren. Die FCI erkennt den Basenji unter der Nummer 43 an.
Kosten im Überblick
| Futter | 30,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 110,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.320,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Basenji
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist fuer den Basenji empfehlenswert. Obwohl er ein kleiner Hund ist, kann sein ausgepraegter Jagdtrieb und sein ueberraschendes Geschick beim Entfliehen zu Situationen fuehren, die Haftungsansprueche nach sich ziehen. Eine Deckungssumme von mindestens fuenf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundeslaendern besteht eine generelle Versicherungspflicht.
Häufige Fragen zum Basenji
Ist ein Basenji ein guter Familienhund?
Ja, der Basenji ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Basenji im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Basenji betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Basenji für Anfänger geeignet?
Der Basenji ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Basenji?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Basenji braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.