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Basenji

Der uralte bellfreie Hund aus dem Kongo

Steckbrief

FCI-Nr.
43
Herkunft
Demokratische Republik Kongo
Größe
4043 cm
Gewicht
912 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
NeugierigUnabhaengigIntelligentEnergischVerspielt
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Basenji ist ein faszinierender, uralter Hund aus den tropischen Waeldern Zentralafrikas, der fuer seine einzigartige Eigenschaft bekannt ist, nicht zu bellen. Statt des gewoehnlichen Hundebellens produziert er ein charakteristisches Jodeln, das als "Barroo" bekannt ist und ihm den Beinamen "bellfreier Hund von Afrika" eingebracht hat. Diese aelteste aller domestizierten Hunderassen wird auf Darstellungen in altaegyptischen Graebern abgebildet, die ueber 4500 Jahre alt sind, und gilt als lebendiges Relikt der Hundezuchtgeschichte. Mit einer Schulterhoehe von 40 bis 43 Zentimetern und einem Gewicht von 9 bis 12 Kilogramm ist der Basenji ein kompakter, elegant gebauter Hund von bemerkensweter Athletik. Sein kurzes, seidiges Fell liegt glatt am Koerper an und kommt in den Farben Rot, Schwarz, Tricolor und gestromt vor, jeweils mit weissen Abzeichen an Brust, Pfoten und Rutenspitze. Das auffaelligste Merkmal seines Kopfes sind die tiefen Stirnfalten, die ihm einen nachdenklichen, leicht besorgten Ausdruck verleihen, zusammen mit den aufrecht stehenden, spitzen Ohren und den dunklen, mandelfoermigen Augen. Die eng geringelte Rute wird hoch ueber dem Ruecken getragen. Charakterlich ist der Basenji ein aeusserst unabhaengiger, katzenartiger Hund, der in seiner Eigenstaendigkeit und seinem Reinlichkeitssinn stark an eine Katze erinnert. Er putzt sich selbst ausfuehrlich, hat keinen typischen Hundegeruch und zeigt eine fuer Hunde ungewoehnliche Zurueckhaltung und Wuerde. Seine Intelligenz ist bemerkenswert, doch sie aeussert sich weniger in bedingungslosem Gehorsam als vielmehr in einer kreativen Problemloesungsfaehigkeit, die ihn zu einem beruechtigten Entfesselungskuenstler und Tueroeffner macht. Der Basenji ist aeusserst neugierig und erforscht seine Umgebung mit unerschoepflicher Energie und Einfallsreichtum. Er kann ausserordentlich verspielt sein und zeigt eine freudige, uebermuetige Seite, die besonders im Spiel mit vertrauten Personen oder anderen Basenjis zum Vorschein kommt. Gleichzeitig bewahrt er stets eine gewisse Reserve und entscheidet selbst, wann er Naehe zulassen moechte. Der Bewegungsbedarf ist hoch, und der Basenji benoetigt taegliche ausfuehrliche koerperliche und geistige Auslastung. Sein Jagdtrieb ist aeusserst ausgepraegt, weshalb Freilauf nur in sicher eingezaeuntem Gelaende moeglich ist. Coursing und Agility sind ideale Sportarten. Die Fellpflege ist minimal, da der Basenji sich weitgehend selbst reinigt. Der Basenji ist ein aussergewoehnlicher Begleiter fuer erfahrene Hundehalter, die einen unkonventionellen, intelligenten und charmanten Hund mit einer Jahrtausende alten Geschichte zu schaetzen wissen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Basenji kann trotz seiner Groesse in einer Wohnung gehalten werden, da er sauber, geruchlos und nicht bellend ist. Allerdings erfordert seine Energie und sein Einfallsreichtum eine ausbruchsichere Umgebung. Er kann erstaunlich hoch klettern und springen. Taegliche intensive Bewegung von mindestens anderthalb Stunden ist erforderlich. Freilauf ist nur in sicher eingezaeuntem Gelaende moeglich. Er kann bei Langeweile destruktiv werden und ist beruehmt fuer seine Faehigkeit, Dinge zu zerlegen. Der Basenji ist kaelteempfindlich und braucht im Winter Schutz. Idealerweise wird er mit einem zweiten Basenji gehalten.

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Ernährung

Der Basenji benoetigt hochwertiges Futter in moderaten Mengen, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind fuer erwachsene Hunde empfehlenswert. Aufgrund des Risikos fuer das Fanconi-Syndrom ist eine nierenfreundliche Ernaehrung ratsam, die nicht uebermassig proteinreich ist. Leckerlis sollten sparsam und in die Tagesration eingerechnet werden. Der Basenji neigt dazu, waehlerisch beim Fressen zu sein und sein Futter sorgfaeltig zu inspizieren, bevor er frisst. Nahrungsmittelallergien koennen vorkommen. Die Urinwerte sollten regelmaessig ueberprueft werden, um fruehzeitig Anzeichen des Fanconi-Syndroms zu erkennen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Basenji hat einige rassetypische Gesundheitsprobleme, die beachtet werden muessen. Das Fanconi-Syndrom, eine erbliche Nierenerkrankung, ist die bedeutendste Erkrankung der Rasse, fuer die ein DNA-Test verfuegbar ist. Progressive Retinaatrophie kann zur Erblindung fuehren und sollte bei Zuchttieren getestet werden. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Haemolytische Anaemie durch Pyruvatkinase-Mangel ist eine weitere erbliche Erkrankung mit verfuegbarem DNA-Test. Hueftgelenksdysplasie ist selten. Nabelbrueche kommen gelegentlich vor. Immunmediierte Erkrankungen sind dokumentiert. Verantwortungsvolle Zuechter testen auf alle bekannten Erbkrankheiten.

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Erziehung

Der Basenji ist intelligent, aber beruehmt fuer seine Sturheit und Unabhaengigkeit, was die Erziehung zur Herausforderung macht. Er ist kein Hund, der Befehle blind ausfuehrt, sondern waegt eigenstaendig ab, ob eine Anweisung fuer ihn sinnvoll erscheint. Positive Verstaerkung mit hochwertigen Leckerlis und abwechslungsreichem Training ist essenziell. Kurze, interessante Trainingseinheiten sind effektiver als lange, repetitive Uebungen. Fruehe Sozialisierung ist wichtig. Der extreme Jagdtrieb erfordert konsequentes Management. Haerte und Zwang fuehren zu Vertrauensverlust und Verweigerung. Erfahrung mit eigenstaendigen Hunderassen ist dringend empfohlen.

Geschichte & Herkunft

Der Basenji ist eine der aeltesten domestizierten Hunderassen, deren Ursprung in den tropischen Waeldern des Kongobeckens liegt. Darstellungen basenjiaenlicher Hunde finden sich auf aegyptischen Grabmalereien der Vierten und Fuenften Dynastie vor ueber 4500 Jahren. Die Pygmaeen und andere indigene Voelker Zentralafrikas nutzten den Basenji als Jagdhund, wobei ihm kleine Hoelzer- oder Schilfgloeckchen umgebunden wurden, um seine Position im dichten Dschungel zu verfolgen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten europaeische Forscher die Rasse. Erste Importversuche nach England in den 1890er Jahren scheiterten an Staupeerkrankungen. Erfolgreiche Zuchtgruendungen gelangen in den 1930er Jahren. Die FCI erkennt den Basenji unter der Nummer 43 an.

Kosten im Überblick

Futter30,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt110,00 €/Monat
Jährlich1.320,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Basenji

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist fuer den Basenji empfehlenswert. Obwohl er ein kleiner Hund ist, kann sein ausgepraegter Jagdtrieb und sein ueberraschendes Geschick beim Entfliehen zu Situationen fuehren, die Haftungsansprueche nach sich ziehen. Eine Deckungssumme von mindestens fuenf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundeslaendern besteht eine generelle Versicherungspflicht.

Häufige Fragen zum Basenji

Ist ein Basenji ein guter Familienhund?

Ja, der Basenji ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Basenji im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Basenji betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Basenji für Anfänger geeignet?

Der Basenji ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Basenji?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Basenji braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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