Basenji
Der bellfreie Urhund aus dem Kongo mit katzenartiger Eleganz
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 43
- Herkunft
- Demokratische Republik Kongo
- Größe
- 40–43 cm
- Gewicht
- 9–12 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Basenji kann dank seiner Sauberkeit und Kompaktheit in einer Wohnung gehalten werden, benötigt aber unbedingt ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Ein sicher eingezäunter Garten ist ideal, wobei der Zaun sehr hoch sein muss, da Basenjis ausgezeichnete Kletterer und Springer sind. Freilauf ist nur in sicheren, umzäunten Bereichen möglich, da der starke Jagdtrieb ihn in Gefahr bringen kann. Er verträgt Kälte schlecht und benötigt bei niedrigen Temperaturen einen Hundemantel. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist variabel. Katzen können aufgrund seines Jagdinstinkts gefährdet sein.
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Der Basenji benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seiner kompakten, athletischen Konstitution entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Basenji bei unzureichender Bewegung zur Gewichtszunahme neigen kann. Bei Hunden mit Fanconi-Syndrom oder Nierenempfindlichkeit kann eine spezielle Diät erforderlich sein. Omega-Fettsäuren fördern die Gesundheit des seidigen Fells. Da der Basenji zu Magenproblemen neigen kann, ist leicht verdauliches Futter empfehlenswert. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Basenji ist grundsätzlich eine gesunde Rasse, hat aber einige rassetypische Erkrankungen. Das Fanconi-Syndrom, eine Nierenerkrankung, ist die bekannteste und kann durch Gentests bei Zuchttieren identifiziert werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) kommt vor und sollte genetisch getestet werden. Hüftgelenksdysplasie (HD) ist selten, kann aber auftreten. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Immunproliferative Darmerkrankung (IPSID) ist eine weitere rassetypische Erkrankung. Die Anästhesie-Empfindlichkeit erfordert besondere Vorsicht bei Operationen. Hämolytische Anämie ist dokumentiert. Dank verfügbarer Gentests können verantwortungsvolle Züchter die meisten Erbkrankheiten vermeiden.
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Der Basenji ist hochintelligent, aber notorisch eigenwillig und unabhängig, was die Erziehung zu einer besonderen Herausforderung macht. Herkömmliche Trainingsmethoden funktionieren bei ihm selten. Positive Verstärkung mit hochwertigen Leckerlis und kreative, abwechslungsreiche Trainingsansätze sind am erfolgversprechendsten. Er langweilt sich schnell bei Wiederholungen und verweigert Übungen, die ihm sinnlos erscheinen. Der Rückruf ist extrem schwierig zu trainieren, da sein Jagdtrieb nahezu jede Ablenkung zur obersten Priorität macht. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Man sollte realistische Erwartungen an den Gehorsam eines Basenjis haben.
Geschichte & Herkunft
Der Basenji gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt und hat seinen Ursprung im zentralafrikanischen Kongobecken, wo er seit Jahrtausenden von den Pygmäenvölkern als Jagdhund eingesetzt wird. Darstellungen basenjisartiger Hunde finden sich bereits auf altägyptischen Grabmalereien, was auf eine Verbreitung dieser Hunde vor mindestens 4.000 Jahren hindeutet. Der Name „Basenji" bedeutet in der Lingala-Sprache „Hund der Wilden" oder „Hund der Eingeborenen". Die ersten Basenji wurden in den 1930er Jahren nach England gebracht, nachdem frühere Importversuche in den 1890er Jahren an Staupe gescheitert waren. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 43 in der Gruppe 5 an. Genetische Studien ordnen den Basenji als eine der basalsten Hunderassen ein, die den frühesten domestizierten Hunden am nächsten steht.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 115,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.380,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Basenji
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Basenjis empfehlenswert. Obwohl er klein und freundlich ist, kann sein ausgeprägter Jagdtrieb zu unvorhersehbaren Situationen führen, etwa wenn er einer Beute nachjagt und dabei Unfälle verursacht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Basenji
Ist ein Basenji ein guter Familienhund?
Ja, der Basenji ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Basenji im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Basenji betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Basenji für Anfänger geeignet?
Der Basenji ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Basenji?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Basenji braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.