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Bichon Havanais

Der europäische Bichon aus Kubas Salons mit seidigem Fell

Steckbrief

FCI-Nr.
250
Herkunft
Kuba
Größe
2129 cm
Gewicht
36 kg
Lebenserwartung
1316 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
LebhaftSanftAufmerksamTreuKontaktfreudig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Bichon Havanais ist die offizielle FCI-Bezeichnung für den Havaneser und repräsentiert die europäische Zuchtlinie dieser bezaubernden kubanischen Hunderasse, die sich in einigen Nuancen von der nordamerikanischen Variante unterscheidet. Unter dem Namen Bichon Havanais wird der Hund in der FCI-Nomenklatur als Mitglied der Bichon-Familie geführt und teilt seine Verwandtschaft mit dem Bichon Frisé, dem Malteser, dem Bolognese und dem Coton de Tuléar. Mit einer Schulterhöhe von 21 bis 29 Zentimetern und einem Gewicht von 3 bis 6 Kilogramm ist der Bichon Havanais ein kleiner, leicht gebauter Hund, der in der europäischen Zuchtlinie tendenziell etwas zierlicher und eleganter sein kann als sein nordamerikanisches Pendant. Sein langes, weiches Fell ist seidig bis leicht wellig und kommt in einer außergewöhnlichen Farbvielfalt vor, die von reinem Weiß über verschiedene Brauntöne, Schwarz, Blau bis hin zu zahlreichen Scheckungen und Mischungen reicht. Die großen, dunklen, mandelförmigen Augen und die dicht behaarten Hängeohren verleihen ihm einen unwiderstehlichen, schelmischen Ausdruck. Charakterlich ist der Bichon Havanais ein lebensfroher, kontaktfreudiger kleiner Hund, der das Zentrum der Aufmerksamkeit seiner Familie sein möchte. Er besitzt ein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen und eine Sensibilität für die emotionalen Zustände seiner Bezugspersonen, die ihn zu einem hervorragenden emotionalen Begleiter macht. Sein fröhliches, aufgeschlossenes Wesen macht ihn zu einem willkommenen Gast überall, wo er hinkommt, und seine natürliche Freundlichkeit erstreckt sich auf Menschen, Hunde und andere Haustiere gleichermaßen. Der Bichon Havanais ist erstaunlich anpassungsfähig und kann in nahezu jeder Lebenssituation gedeihen, solange er die Gesellschaft seiner Menschen hat. Er ist gleichermaßen glücklich in einer Stadtwohnung wie auf dem Land, als Einzelhund oder in einem Mehrhundehaushalt, bei einer einzelnen Person oder in einer Großfamilie. Seine einzige unverzichtbare Voraussetzung ist die Nähe zu seinen Menschen. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Tägliche kurze Spaziergänge und Spielstunden in der Wohnung genügen, wobei der Bichon Havanais mehr Energie und Spielfreude zeigt als viele andere kleine Begleithunde. Er genießt Spaziergänge in der Natur ebenso wie Spielstunden im Park. Die Pflege des langen Fells ist der aufwendigste Aspekt der Haltung und erfordert tägliches Bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden. Alternativ kann das Fell in einen praktischen Kurzschnitt geschoren werden.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Bichon Havanais ist der perfekte Wohnungshund und fühlt sich in jeder Wohnsituation wohl. Tägliche kurze Spaziergänge und Spielstunden genügen für seinen moderaten Bewegungsbedarf. Er ist einer der verträglichsten kleinen Hunde und kommt mit anderen Hunden, Katzen und kleinen Haustieren in der Regel hervorragend aus. Seine kompakte Größe macht ihn zu einem idealen Reisebegleiter. Er ist ausgesprochen kälteempfindlich und benötigt bei niedrigen Temperaturen einen Hundemantel. Er sollte nicht lange allein bleiben, da Trennungsangst ein typisches Problem ist. Er eignet sich für Senioren, Familien, Singles und Erstbesitzer gleichermaßen.

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Ernährung

Der Bichon Havanais benötigt hochwertiges Futter in kleinen Portionen, das auf die Bedürfnisse kleiner Rassen abgestimmt ist. Zwei bis drei kleine Mahlzeiten pro Tag beugen Unterzuckerung vor und fördern eine gesunde Verdauung. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da auch kleine Hunde zu Übergewicht neigen können. Omega-3-Fettsäuren und Biotin fördern ein gesundes, seidiges Fell. Zahnpflegesnacks und regelmäßiges Zähneputzen sind aufgrund der Zahnproblematik kleiner Rassen besonders wichtig. Hochwertige, leicht verdauliche Proteine unterstützen das allgemeine Wohlbefinden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Bichon Havanais ist eine langlebige, grundsätzlich gesunde Rasse mit einigen rassetypischen Prädispositionen. Patellaluxation ist die häufigste orthopädische Erkrankung und sollte bei Zuchttieren getestet werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt betreffen die Augen. Herzerkrankungen wie die Mitralklappendegeneration können im Alter auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit ist eine bekannte Hüfterkrankung. Ohrinfektionen erfordern aufgrund der dicht behaarten Hängeohren regelmäßige Kontrolle. Zahnprobleme sind bei kleinen Rassen häufig. Lebershunt kann in seltenen Fällen vorkommen. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere auf die wichtigsten Erbkrankheiten testen. Die Lebenserwartung ist mit 13 bis 16 Jahren ausgezeichnet.

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Erziehung

Der Bichon Havanais ist äußerst intelligent, lernfreudig und überaus kooperativ, was die Erziehung in der Regel angenehm und belohnend gestaltet. Positive Verstärkung ist die ideale Methode für diesen sensiblen, menschenbezogenen Hund. Er lernt Kommandos und Tricks mit großer Begeisterung und hat Freude daran, seine Menschen zu beeindrucken. Frühe Sozialisierung stärkt sein ohnehin offenes Wesen. Trennungsangst ist das häufigste Verhaltensproblem und sollte präventiv durch schrittweises Alleinsein-Training angegangen werden. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas mehr Geduld erfordern. Der Bichon Havanais ist ein hervorragender Anfängerhund.

Geschichte & Herkunft

Der Bichon Havanais ist unter diesem Namen in der europäischen FCI-Nomenklatur registriert und teilt seine Geschichte mit dem nordamerikanischen Havanese. Die europäische Zuchtlinie des Bichon Havanais entwickelte sich teilweise unabhängig von der amerikanischen, da nach der kubanischen Revolution einige Hunde auch nach Europa gelangten, insbesondere nach Spanien, den Niederlanden und Deutschland. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 250 in der Gruppe 9, Sektion 1 als Bichon an. In Europa wird der Rassestandard der FCI strenger eingehalten als in einigen amerikanischen Zuchtverbänden, was zu leichten Unterschieden in Typ und Erscheinung führen kann. Die europäische Population ist kleiner als die amerikanische, aber stabil und durch engagierte Zuchtvereine gut betreut. Der Bichon Havanais genießt in Europa eine wachsende Beliebtheit als unkomplizierter, liebenswürdiger Begleithund.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt90,00 €/Monat
Jährlich1.080,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Bichon Havanais

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Besitzer eines Bichon Havanais empfehlenswert. Obwohl dieser kleine Hund ein minimales Schadensrisiko darstellt, bietet eine Versicherung Schutz in unvorhergesehenen Situationen. In vielen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht ohnehin gesetzlich vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet umfassenden Schutz.

Häufige Fragen zum Bichon Havanais

Ist ein Bichon Havanais ein guter Familienhund?

Ja, der Bichon Havanais ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Bichon Havanais im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Bichon Havanais betragen durchschnittlich 90,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Bichon Havanais für Anfänger geeignet?

Ja, der Bichon Havanais ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Bichon Havanais?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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