Kinderfreundlich

Billy

Der edle weiße Laufhund aus dem Schloss Billy

Steckbrief

FCI-Nr.
25
Herkunft
Frankreich
Größe
5870 cm
Gewicht
2533 kg
Lebenserwartung
1113 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
IntelligentAusdauerndFreundlichMutigGesellig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Billy ist ein großer, eleganter französischer Laufhund, der nach dem Schloss Château de Billy in Poitou benannt ist, wo sein Schöpfer Gaston Hublot du Rivault die Rasse im späten 19. Jahrhundert aus drei inzwischen ausgestorbenen französischen Laufhunderassen entwickelte. Mit seinem leuchtend weißen oder milchkaffeefarbenen Fell und seiner imposanten Statur gehört der Billy zu den eindrucksvollsten und zugleich seltensten Laufhunderassen der Welt. Mit einer beachtlichen Schulterhöhe von 58 bis 70 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 33 Kilogramm ist der Billy ein großer, schlanker Hund von edler Erscheinung. Sein kurzes, glattes Fell ist überwiegend weiß, oft mit orangefarbenen oder zitronenfarbenen Flecken oder einem leichten Milchkaffeeton. Die Haut schimmert unter dem dünnen Fell und kann dunkle Pigmentflecken aufweisen. Der Kopf ist fein und trocken, mit einer leicht gewölbten Stirn und einem offenen, intelligenten Gesichtsausdruck. Die mittellangen Ohren liegen flach am Kopf und sind etwas höher angesetzt als bei vielen anderen französischen Laufhunden. Die lebhaften Augen sind dunkel und aufmerksam. Der Charakter des Billy ist geprägt von einer bemerkenswerten Intelligenz und einem lebhaften, fröhlichen Wesen. Im Feld zeigt er einen unvergleichlichen Spürsinn und eine beeindruckende Schnelligkeit, die ihn zu einem der schnellsten Laufhunde Frankreichs macht. Sein Mut ist legendär, und er scheut auch vor der Konfrontation mit wehrhaftem Wild wie dem Wildschwein nicht zurück. Im häuslichen Umfeld überrascht der Billy mit einem freundlichen, umgänglichen Wesen. Er ist seiner Familie zugetan und zeigt eine natürliche Liebenswürdigkeit, die im Kontrast zu seinem kraftvollen Auftreten auf der Jagd steht. Mit Kindern ist er geduldig und gutmütig, seine Größe erfordert aber Aufsicht bei kleineren Kindern. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist ausgezeichnet, und er arbeitet bereitwillig in der Meute. Der Bewegungsbedarf des Billy ist enorm. Als einer der schnellsten und ausdauerndsten Laufhunde Frankreichs benötigt er täglich mindestens drei Stunden intensive Bewegung. Fährtenarbeit, Coursing oder ausgedehnte Wanderungen können die jagdliche Nutzung teilweise ersetzen. Seine kraftvolle, weittragende Stimme ist für die Jagd unverzichtbar. Die Pflege des kurzen Fells ist minimal. Bei hellem Fell sollte auf Sonnenschutz geachtet werden. Insgesamt ist der Billy ein faszinierender, seltener Laufhund, dessen Erhaltung für das jagdliche Erbe Frankreichs von großer Bedeutung ist.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Billy ist ausschließlich für die ländliche Haltung mit sehr großem Grundstück geeignet. Wohnungshaltung ist vollkommen ausgeschlossen. Mindestens drei Stunden intensive Bewegung täglich sind Pflicht. Als Meutehund sollte er mit anderen Hunden zusammen gehalten werden. Seine weittragende Stimme macht ihn für Wohngebiete ungeeignet. Die helle Haut erfordert bei starker Sonneneinstrahlung Schutz. Er verträgt Wärme besser als viele andere Laufhunde. Idealerweise wird er jagdlich geführt. Familienanschluss ist wichtig.

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Ernährung

Der Billy benötigt als großer, extrem aktiver Laufhund hochwertiges, energiereiches Futter mit hohem Proteinanteil. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind wichtig, um das Magendrehungsrisiko zu minimieren. Die Futtermenge muss dem enormen Energieverbrauch angepasst werden. An Jagdtagen oder bei intensiver sportlicher Betätigung steigt der Bedarf erheblich. Gelenkunterstützende Zusätze können bei dieser großen Rasse sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets reichlich verfügbar sein. Trotz seines hohen Aktivitätslevels sollte auf ein angemessenes Gewicht geachtet werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Billy ist grundsätzlich eine robuste Rasse, kann jedoch aufgrund der kleinen Zuchtpopulation und der Entstehung aus nur wenigen Gründerhunden genetische Engpässe aufweisen. Das Risiko einer Magendrehung ist bei diesem großen, tiefbrüstigen Hund erhöht. Hüftgelenksdysplasie kann auftreten. Die helle Haut und das dünne Fell machen den Billy empfindlicher gegenüber Sonnenstrahlung als dunklere Rassen. Ohrenentzündungen können vorkommen und erfordern regelmäßige Kontrolle. Bei jagdlichem Einsatz sind Verletzungen ein praktisches Risiko. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind unerlässlich.

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Erziehung

Der Billy ist intelligent und grundsätzlich kooperativ, bringt aber einen ausgeprägten Jagdtrieb mit, der die Erziehung zur Herausforderung macht. Positive Verstärkung ist die bevorzugte Methode. Der Rückruf ist die größte Herausforderung und muss intensiv und langfristig trainiert werden. Frühe Sozialisierung gelingt dank seines freundlichen Wesens problemlos. Anti-Jagd-Training ist wichtig, kann aber den natürlichen Jagdinstinkt nicht vollständig unterdrücken. Nasenarbeit und Fährtentraining sind ideale Beschäftigungsformen. Konsequenz und Geduld sind unerlässlich.

Geschichte & Herkunft

Der Billy wurde im späten 19. Jahrhundert von Gaston Hublot du Rivault auf seinem Schloss Château de Billy in Poitou aus drei inzwischen ausgestorbenen Rassen geschaffen: dem Céris, dem Montaimboeuf und dem Larye. Diese drei weißen Laufhunderassen waren für ihre Schnelligkeit, ihren Spürsinn und ihre Ausdauer berühmt. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Rasse fast ausgestorben, und nur zwei Exemplare überlebten. Hublot du Rivaults Sohn gelang es, die Rasse mithilfe dieser beiden Hunde und einiger Kreuzungen mit Poitevins und Harriers wieder aufzubauen. Die FCI erkannte den Billy unter der Nummer 25 an. Heute gibt es weltweit nur wenige hundert Billys, die hauptsächlich in französischen Meuten für die Hirschjagd eingesetzt werden.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt140,00 €/Monat
Jährlich1.680,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Billy

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Billy-Besitzer dringend empfehlenswert. Als großer, schneller Laufhund mit starkem Jagdtrieb kann er bei der Verfolgung einer Fährte erhebliche Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro wird empfohlen.

Häufige Fragen zum Billy

Ist ein Billy ein guter Familienhund?

Der Billy ist eher für erfahrene Hundehalter geeignet und nicht die typische Wahl als reiner Familienhund.

Was kostet ein Billy im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Billy betragen durchschnittlich 140,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Billy für Anfänger geeignet?

Der Billy ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Billy?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Billy braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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