Bloodhound
Die beste Nase der Welt im samtigen Faltenmantel
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 84
- Herkunft
- Belgien
- Größe
- 58–69 cm
- Gewicht
- 36–50 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Bloodhound braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Wohnungshaltung ist aufgrund seiner Größe, seines Sabberns und seiner Lautstärke nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig, ergänzt durch Nasenarbeit. Mantrailing ist die ideale Beschäftigung. Der Bloodhound sabbert viel und schnarcht laut – Sauberkeitsliebhaber sollten sich dessen bewusst sein. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden und ist kinderfreundlich. Sein tiefes Bellen kann in dicht besiedelten Gebieten Probleme verursachen. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden. Der Bloodhound ist ein geselliger Hund, der die Nähe seiner Familie braucht.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Bloodhound benötigt als großer, aktiver Hund hochwertiges, proteinreiches Futter in großen Mengen. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind zur Vorbeugung einer Magendrehung unerlässlich. Nach dem Fressen muss eine strenge Ruhephase von mindestens einer Stunde eingehalten werden. Anti-Schling-Näpfe und erhöhte Futternäpfe können das Risiko einer Magendrehung weiter senken. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Bloodhound zu Übergewicht neigen kann. Welpen großer Rassen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Nahrungsergänzungen für Gelenke können ab dem mittleren Alter sinnvoll sein. Ein Sabberlätzchen oder eine abwaschbare Unterlage unter dem Futternapf erleichtert die Reinigung. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Bloodhound hat aufgrund seiner Größe und seines Körperbaus einige gesundheitliche Anfälligkeiten. Magendrehung ist das größte Risiko und kann lebensbedrohlich sein – Vorbeugung durch mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhepausen ist essenziell. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommen häufig vor. Die losen Hautfalten begünstigen Hautinfektionen und müssen regelmäßig gereinigt werden. Entropium und Ektropium der Augenlider erfordern oft chirurgische Korrektur. Ohreninfektionen sind aufgrund der langen, hängenden Ohren ein wiederkehrendes Problem. Hypothyreose tritt überdurchschnittlich häufig auf. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 10 bis 12 Jahren für einen großen Hund moderat. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des Bloodhounds erfordert viel Geduld und Konsequenz. Er ist intelligent, aber extrem eigensinnig – besonders wenn seine Nase etwas Interessantes aufgenommen hat. Positive Verstärkung mit Futterbelohnung funktioniert am besten, da der Bloodhound sehr futterorientiert ist. Harte Korrekturen sind kontraproduktiv. Frühe Sozialisierung ist wichtig, da der große Hund lernen muss, seine Kraft zu kontrollieren. Der Rückruf ist die größte Herausforderung und wird bei den meisten Bloodhounds nie vollständig zuverlässig. Leinenführigkeit muss konsequent trainiert werden, da ein 50 Kilogramm schwerer Hund auf einer Fährte kaum zu halten ist. Mantrailing als Beschäftigung kanalisiert seinen Spürtrieb sinnvoll und stärkt die Bindung.
Geschichte & Herkunft
Der Bloodhound, auch Chien de Saint-Hubert genannt, wurde im 7. Jahrhundert von Mönchen des Klosters Saint-Hubert in den belgischen Ardennen gezüchtet. Der Name „Bloodhound" bedeutet nicht „Bluthund", sondern bezieht sich auf „blooded hound" – einen Hund von reinem, edlem Blut. Wilhelm der Eroberer brachte Bloodhounds im 11. Jahrhundert nach England. Im Mittelalter wurden sie von Adligen für die Hirschjagd und zur Verfolgung von Flüchtigen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde der Bloodhound zunehmend für die polizeiliche Arbeit genutzt. Ein Bloodhound namens Nick Carter stellte einen Rekord auf, indem er eine über 100 Stunden alte Fährte verfolgte. Die FCI führt den Bloodhound unter der Nummer 84. Er ist der Urvater vieler moderner Laufhundrassen.
Kosten im Überblick
| Futter | 70,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 175,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.100,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Bloodhound
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bloodhound-Besitzer unverzichtbar. Der große, kräftige Hund kann allein durch seine Masse und seinen unbändigen Spürtrieb erhebliche Schäden verursachen. Wenn ein Bloodhound eine Fährte aufnimmt, ist er kaum zu kontrollieren. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist dringend empfehlenswert. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.
Häufige Fragen zum Bloodhound
Ist ein Bloodhound ein guter Familienhund?
Ja, der Bloodhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Bloodhound im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Bloodhound betragen durchschnittlich 175,00 €. Das umfasst Futter (70,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Bloodhound für Anfänger geeignet?
Der Bloodhound ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Bloodhound?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Bloodhound braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.