Boerboel
Der suedafrikanische Farmwaechter von gewaltiger Kraft
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 349
- Herkunft
- Suedafrika
- Größe
- 60–70 cm
- Gewicht
- 55–80 kg
- Lebenserwartung
- 9–12 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Boerboel benoetigt zwingend ein Haus mit grossem, sicher eingezaeuntem Grundstueck. Wohnungshaltung ist fuer diesen grossen Hund voellig ungeeignet. Die Einzaeunung muss stabil und mindestens 1,80 Meter hoch sein. Taegliche Bewegung von ein bis zwei Stunden ist erforderlich, wobei uebermassige Belastung im Wachstum vermieden werden muss. Er vertraegt Waerme gut, kommt aber auch mit gemaessigtem Klima zurecht. Er sollte engen Familienanschluss haben und nicht isoliert im Zwinger gehalten werden. In einigen deutschen Bundeslaendern gelten fuer den Boerboel besondere Haltungsauflagen.
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Der Boerboel benoetigt hochwertiges, proteinreiches Futter in grosser Menge, das seinem enormen Koerpergewicht und Energiebedarf gerecht wird. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag verteilt sind besser als eine grosse Einzelmahlzeit, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Im Wachstum ist eine kontrollierte Fuetterung entscheidend, da zu schnelles Wachstum die Gelenke schaedigt. Glucosamin und Chondroitin unterstuetzen die Gelenkgesundheit. Hochwertige tierische Proteinquellen sollten dominieren. Die Futtermenge muss staendig an Aktivitaet und Koerperkondition angepasst werden. Uebergewicht ist bei dieser schweren Rasse besonders schaedlich.
Gesundheit & Krankheiten
Der Boerboel ist trotz seiner Groesse eine vergleichsweise gesunde Rasse. Hueftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie sind die haeufigsten orthopedischen Probleme und sollten bei Zuchttieren roentgenologisch ueberprueft werden. Magendrehung ist aufgrund der tiefen Brust ein ernstes Risiko. Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie, koennen auftreten. Entropium und Ektropium der Augenlider kommen gelegentlich vor. Kreuzbandrisse sind bei schweren Exemplaren moeglich. Uebergewicht muss strikt vermieden werden, da es die Gelenke enorm belastet. Regelmaessige tieraerztliche Kontrollen und orthopedische Untersuchungen sind besonders wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Boerboel erfordert einen erfahrenen, selbstbewussten Hundefuehrer, der natuerliche Autoritaet ausstrahlt und den Hund mit ruhiger Konsequenz fuehren kann. Fruehe und intensive Sozialisierung ab dem Welpenalter ist absolut unerlaesslich, da ein unsachgemaess sozialisierter Boerboel aufgrund seiner Groesse und Staerke gefaehrlich werden kann. Positive Verstaerkung kombiniert mit klaren Grenzen ist die effektivste Methode. Der Boerboel testet regelmaessig die Rangordnung und braucht einen standhaften Fuehrer. Professionelles Training wird dringend empfohlen. Harte, gewaltbasierte Methoden sind absolut kontraproduktiv.
Geschichte & Herkunft
Der Boerboel entstand im 17. Jahrhundert in Suedafrika durch die Kreuzung von Mastiff-artigen Hunden, die von niederlaendischen, deutschen und hugenottisch-franzoesischen Siedlern mitgebracht wurden, mit einheimischen afrikanischen Hunden. Auf den abgelegenen Burenfarmen wurde ueber Generationen hinweg strikt auf Arbeitsfaehigkeit selektiert. Nur die staerksten, mutigsten und zuverlaessigsten Hunde wurden zur Zucht verwendet. Im 20. Jahrhundert geriet die Rasse durch Urbanisierung und Kreuzung in Gefahr. In den 1980er Jahren begann ein gezieltes Zuchtprogramm zur Erhaltung und Standardisierung der Rasse. Die FCI erkannte den Boerboel 2015 provisorisch unter der Nummer 349 an. Heute gewinnt die Rasse international an Beliebtheit, insbesondere als Familienschutzhund.
Kosten im Überblick
| Futter | 80,00 €/Monat |
| Versicherung | 55,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 40,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 20,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 220,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.640,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Boerboel
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist fuer den Boerboel absolut unerlaesslich. Als einer der kraeftigsten Hunde der Welt kann er im Schadensfall erhebliche Verletzungen oder Sachschaeden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen. In einigen Bundeslaendern kann der Boerboel als gefaehrlicher Hund eingestuft werden, was eine Versicherungspflicht nach sich zieht. Informieren Sie sich ueber die spezifischen Regelungen in Ihrem Bundesland.
Häufige Fragen zum Boerboel
Ist ein Boerboel ein guter Familienhund?
Ja, der Boerboel ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Boerboel im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Boerboel betragen durchschnittlich 220,00 €. Das umfasst Futter (80,00 €), Versicherung (55,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (20,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Boerboel für Anfänger geeignet?
Der Boerboel ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Boerboel?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Boerboel braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.