Dachshund Rauhhaar
Der drahtige Draufgänger unter den Dackeln
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 148
- Herkunft
- Deutschland
- Größe
- 17–27 cm
- Gewicht
- 7–15 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Dachshunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Dachshund Rauhhaar ist ein hervorragender Wohnungshund, der sich auch in der Stadt wohlfühlt. Zwei bis drei moderate Spaziergänge pro Tag sind ausreichend, ergänzt durch Nasen- und Suchspiele. Treppensteigen und Springen müssen konsequent verhindert werden – Hunderampen sind Pflicht. Das Rauhhaarfell muss zwei- bis dreimal jährlich professionell getrimmt werden, um seine wetterfeste Struktur zu erhalten. Scheren statt Trimmen zerstört die Fellqualität. Zwischen den Trimmterminen genügt regelmäßiges Bürsten. Der Rauhhaardackel ist wachsam und kann bellfreudig sein, was in Mehrfamilienhäusern beachtet werden muss. Er eignet sich für Familien mit respektvollen Kindern. Gegenüber anderen Hunden kann er dominant auftreten, weshalb gute Sozialisierung wichtig ist. Er kann einige Stunden allein bleiben.
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Die Ernährung des Dachshund Rauhhaars erfordert dieselbe Disziplin wie bei allen Dackeln. Übergewicht erhöht das Risiko für Bandscheibenprobleme dramatisch und muss unbedingt vermieden werden. Hochwertiges Futter mit moderatem Kaloriengehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde genügen. Die Futtermenge muss streng kontrolliert werden. Der Rauhhaardackel ist wie alle Dackel oft verfressen und ein geschickter Bettler. Tischreste sind tabu. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden und sollten kalorienarm sein. Das Idealgewicht muss gehalten werden – eine sichtbare Taille und fühlbare Rippen sind die Richtwerte. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Dachshund Rauhhaar teilt die gesundheitlichen Anfälligkeiten aller Dachshunde, gilt aber als die robusteste der drei Haarvarianten. Bandscheibenprobleme (Dackellähme/IVDD) sind das größte Gesundheitsrisiko. Springen, Treppensteigen und Übergewicht müssen strikt vermieden werden. Hunderampen sind unverzichtbar. Patellaluxation kann vorkommen. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist möglich. Zahnprobleme treten besonders bei den kleineren Varianten auf. Ohrinfektionen können trotz des Rauhhaars vorkommen. Das Rauhhaarfell muss regelmäßig getrimmt werden, um seine Schutzfunktion zu erhalten. Übergewicht ist eines der größten Gesundheitsrisiken und muss konsequent vermieden werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind essenziell.
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Die Erziehung des Rauhhaardackels ist eine Herausforderung, die Humor und Durchhaltevermögen erfordert. Der Terrier-Einfluss macht ihn noch eigensinniger und temperamentvoller als die anderen Dackelvarianten. Positive Verstärkung mit Futterbelohnung ist die effektivste Methode. Harte Korrekturen führen zu Trotz und verstärken das unerwünschte Verhalten. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, da der Rauhhaardackel zur Dominanz gegenüber anderen Hunden neigen kann. Der Jagdtrieb ist beim Rauhhaardackel oft besonders ausgeprägt und erfordert konsequentes Training. Bellfreudigkeit sollte früh in Grenzen gesetzt werden. Der Rückruf muss intensiv trainiert werden. Eine Hundeschule mit Erfahrung in der Dackelausbildung ist empfehlenswert.
Geschichte & Herkunft
Der Rauhhaardackel ist die jüngste der drei Haarvarianten des Dachshundes und entstand im 19. Jahrhundert durch die Einkreuzung von Terriern in den Kurzhaardackel. Ziel war ein widerstandsfähigerer Hund mit besserem Schutz gegen Witterung und Dornen bei der Jagd. Vermutlich wurden Dandie Dinmont Terrier, Scottish Terrier und eventuell auch Schnauzer eingekreuzt. Das drahtharige Fell schützt den Hund bei der Arbeit im Unterholz und unter der Erde besser als das kurze oder lange Fell der anderen Varianten. In der deutschen Jägerschaft wurde der Rauhhaardackel schnell zur beliebtesten Variante und hat diese Position bis heute behalten. Der Deutsche Teckelklub, gegründet 1888, betreut die Zucht aller drei Haarvarianten. Die FCI führt den Dachshund unter der Nummer 148. International ist der Rauhhaar in den USA und Skandinavien besonders beliebt.
Kosten im Überblick
| Futter | 30,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 8,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 98,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.176,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Dachshund Rauhhaar
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Rauhhaardackel-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe ist der Rauhhaardackel ein selbstbewusster Hund, der Konfrontationen mit größeren Hunden nicht scheut. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist empfehlenswert.
Häufige Fragen zum Dachshund Rauhhaar
Ist ein Dachshund Rauhhaar ein guter Familienhund?
Ja, der Dachshund Rauhhaar ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Dachshund Rauhhaar im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Dachshund Rauhhaar betragen durchschnittlich 98,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (8,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Dachshund Rauhhaar für Anfänger geeignet?
Der Dachshund Rauhhaar ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Dachshund Rauhhaar?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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