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Deutsche Dogge

Der Apollo unter den Hunden – imposant, elegant und sanft

Steckbrief

FCI-Nr.
235
Herkunft
Deutschland
Größe
7286 cm
Gewicht
4590 kg
Lebenserwartung
710 Jahre
Gruppe
Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter
FreundlichAnhänglichGelassenSanftSelbstbewusst
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Deutsche Dogge, im Englischen als Great Dane bekannt, ist einer der imposantesten Hunde der Welt. Mit ihrer enormen Größe und ihrer eleganten Erscheinung wird sie oft als „Apollo unter den Hunderassen" bezeichnet. Trotz ihrer beeindruckenden Statur ist die Deutsche Dogge ein ausgesprochen freundlicher, anhänglicher Hund, der am liebsten auf dem Sofa kuscheln würde – wenn es denn groß genug wäre. Rüden erreichen eine Mindestschulterhöhe von 80 Zentimetern, viele werden deutlich größer – bis zu 86 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei 54 bis 90 Kilogramm. Hündinnen sind mit mindestens 72 Zentimetern und 45 bis 59 Kilogramm etwas kleiner. Das kurze, glatte Fell kommt in fünf anerkannten Farbschlägen vor: Gelb, Gestromt, Blau, Schwarz und Gefleckt (Harlekin/Merle). Die Deutsche Dogge beeindruckt durch ihre Kombination aus Größe und Eleganz. Der Charakter der Deutschen Dogge ist ihr größter Vorzug. Sie ist freundlich, anhänglich und hat ein sanftes Gemüt. Trotz ihrer imposanten Erscheinung ist sie kein aggressiver Hund – sie verlässt sich auf ihre bloße Präsenz als Abschreckung. Deutsche Doggen sind überraschend verschmust und suchen aktiv die Nähe ihrer Menschen. Viele Doggen glauben, sie seien Schoßhunde – was bei 80 Kilogramm auf dem Schoß interessant wird. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Zwei ruhige, ausgedehnte Spaziergänge am Tag genügen. Extreme Belastung sollte vermieden werden. Im Wachstum ist die Schonung der Gelenke besonders wichtig. Die kurze Lebenserwartung und die Anfälligkeit für Herzerkrankungen und Magendrehung sind die größten Wermutstropfen dieser großartigen Rasse. Regelmäßige Herzvorsorge ist unverzichtbar. Die Deutsche Dogge ist ein wundervoller Familienhund für Menschen mit viel Platz und dem Bewusstsein, dass die Liebe zu einem so großen Hund auch große Verantwortung und hohe Kosten bedeutet.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Deutsche Dogge braucht ein großes Haus mit Garten. Sie ist für eine Wohnung ungeeignet, auch wenn sie im Haus überraschend ruhig ist. Moderate Bewegung genügt. Im Wachstum strenge Schonung der Gelenke. Ein ausreichend großer Schlafplatz muss vorhanden sein – und mit groß ist wirklich groß gemeint. Die Dogge verträgt Kälte aufgrund ihres kurzen Fells schlecht. Sie braucht engen Familienanschluss. Transport ist eine Herausforderung – ein normaler PKW reicht nicht aus. Die finanziellen Kosten sind erheblich: Futter, Tierarzt (alles ist bei Riesenrassen teurer), Ausstattung und Versicherung. Prophylaktische Gastropexie sollte erwogen werden.

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Ernährung

Die Deutsche Dogge hat als Riesenrasse einen enormen Futterbedarf. Hochwertiges Futter für Riesenrassen ist Pflicht. Welpen brauchen spezielles Futter mit kontrolliertem Calcium- und Phosphorgehalt für langsames Wachstum. Erwachsene erhalten zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag – niemals eine große Mahlzeit! Magendrehungsprävention ist lebenswichtig: Anti-Schling-Näpfe, erhöhte Fütterung, Ruhepausen, keine Aktivität nach dem Fressen. Die monatlichen Futterkosten liegen bei 80 bis 130 Euro. Gelenkunterstützende Zusätze sind früh sinnvoll. Taurin und L-Carnitin können die Herzgesundheit unterstützen. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden.

Gesundheit & Krankheiten

Die Deutsche Dogge ist als Riesenrasse von einer kurzen Lebenserwartung und zahlreichen Gesundheitsproblemen betroffen. Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste und schwerwiegendste Erkrankung. Magendrehung ist die häufigste akute Todesursache – eine prophylaktische Gastropexie (chirurgische Fixierung des Magens) wird empfohlen. Osteosarkom (Knochenkrebs) kommt bei Riesenrassen gehäuft vor. Hüftgelenksdysplasie ist weit verbreitet. Wobbler-Syndrom (Instabilität der Halswirbelsäule) kann zu Gangstörungen führen. Hypothyreose kommt vor. Happy-Tail-Syndrom – die lange Rute wird beim Wedeln verletzt. Jährliche Herzultraschalluntersuchungen sind ab dem zweiten Lebensjahr Pflicht.

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Erziehung

Die Deutsche Dogge ist freundlich und kooperativ, was die Erziehung erleichtert. Positive Verstärkung ist die richtige Methode. Leinenführigkeit ist das wichtigste Trainingsthema – ein ausgewachsener Doggenrüde mit 80 Kilogramm, der an der Leine zieht, ist eine Gefahr für Mensch und Hund. Training muss im Welpenalter beginnen, solange der Hund noch handlich ist. Grundgehorsam, Stubenreinheit und das Anspringen von Menschen sind zentrale Themen. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Harte Erziehungsmethoden sind beim sensiblen Riesen kontraproduktiv. Hundeschule ist dringend empfohlen. Die Dogge reift mental spät und kann in den Flegeljahren herausfordernd sein.

Geschichte & Herkunft

Die Geschichte der Deutschen Dogge reicht bis ins Mittelalter zurück, als große Jagdhunde für die Wildschweinjagd eingesetzt wurden. Die Rasse entstand aus Kreuzungen zwischen Englischen Mastiffs und Irischen Windhunden. Im 19. Jahrhundert begann die systematische Zucht in Deutschland. 1878 wurde in Berlin der erste Rassestandard festgelegt. Reichskanzler Otto von Bismarck war ein berühmter Doggenliebhaber und hielt stets Deutsche Doggen. 1888 wurde der Deutsche Doggen Club gegründet. Der Name „Great Dane" im Englischen ist irreführend, da die Rasse deutschen und nicht dänischen Ursprungs ist. Die Deutsche Dogge wurde als „Staatshund" Preußens und später Deutschlands angesehen. Die FCI führt sie als Rasse deutschen Ursprungs.

Kosten im Überblick

Futter100,00 €/Monat
Versicherung50,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)50,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges30,00 €/Monat
Gesamt240,00 €/Monat
Jährlich2.880,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Deutsche Dogge

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Deutsche-Dogge-Besitzer absolut unverzichtbar. Mit bis zu 90 Kilogramm gehört die Dogge zu den schwersten Hunden und kann allein durch ihr Gewicht enorme Schäden anrichten. Ein freundliches Anspringen kann einen Erwachsenen umwerfen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro ist dringend empfohlen.

Häufige Fragen zum Deutsche Dogge

Ist ein Deutsche Dogge ein guter Familienhund?

Ja, der Deutsche Dogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Deutsche Dogge im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Deutsche Dogge betragen durchschnittlich 240,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (50,00 €), Tierarzt (50,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).

Ist ein Deutsche Dogge für Anfänger geeignet?

Der Deutsche Dogge ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Deutsche Dogge?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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