Deutsche Dogge
Der Apollo unter den Hunden – imposant, elegant und sanft
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 235
- Herkunft
- Deutschland
- Größe
- 72–86 cm
- Gewicht
- 45–90 kg
- Lebenserwartung
- 7–10 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Deutsche Dogge braucht ein großes Haus mit Garten. Sie ist für eine Wohnung ungeeignet, auch wenn sie im Haus überraschend ruhig ist. Moderate Bewegung genügt. Im Wachstum strenge Schonung der Gelenke. Ein ausreichend großer Schlafplatz muss vorhanden sein – und mit groß ist wirklich groß gemeint. Die Dogge verträgt Kälte aufgrund ihres kurzen Fells schlecht. Sie braucht engen Familienanschluss. Transport ist eine Herausforderung – ein normaler PKW reicht nicht aus. Die finanziellen Kosten sind erheblich: Futter, Tierarzt (alles ist bei Riesenrassen teurer), Ausstattung und Versicherung. Prophylaktische Gastropexie sollte erwogen werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Die Deutsche Dogge hat als Riesenrasse einen enormen Futterbedarf. Hochwertiges Futter für Riesenrassen ist Pflicht. Welpen brauchen spezielles Futter mit kontrolliertem Calcium- und Phosphorgehalt für langsames Wachstum. Erwachsene erhalten zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag – niemals eine große Mahlzeit! Magendrehungsprävention ist lebenswichtig: Anti-Schling-Näpfe, erhöhte Fütterung, Ruhepausen, keine Aktivität nach dem Fressen. Die monatlichen Futterkosten liegen bei 80 bis 130 Euro. Gelenkunterstützende Zusätze sind früh sinnvoll. Taurin und L-Carnitin können die Herzgesundheit unterstützen. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden.
Gesundheit & Krankheiten
Die Deutsche Dogge ist als Riesenrasse von einer kurzen Lebenserwartung und zahlreichen Gesundheitsproblemen betroffen. Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste und schwerwiegendste Erkrankung. Magendrehung ist die häufigste akute Todesursache – eine prophylaktische Gastropexie (chirurgische Fixierung des Magens) wird empfohlen. Osteosarkom (Knochenkrebs) kommt bei Riesenrassen gehäuft vor. Hüftgelenksdysplasie ist weit verbreitet. Wobbler-Syndrom (Instabilität der Halswirbelsäule) kann zu Gangstörungen führen. Hypothyreose kommt vor. Happy-Tail-Syndrom – die lange Rute wird beim Wedeln verletzt. Jährliche Herzultraschalluntersuchungen sind ab dem zweiten Lebensjahr Pflicht.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Deutsche Dogge ist freundlich und kooperativ, was die Erziehung erleichtert. Positive Verstärkung ist die richtige Methode. Leinenführigkeit ist das wichtigste Trainingsthema – ein ausgewachsener Doggenrüde mit 80 Kilogramm, der an der Leine zieht, ist eine Gefahr für Mensch und Hund. Training muss im Welpenalter beginnen, solange der Hund noch handlich ist. Grundgehorsam, Stubenreinheit und das Anspringen von Menschen sind zentrale Themen. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Harte Erziehungsmethoden sind beim sensiblen Riesen kontraproduktiv. Hundeschule ist dringend empfohlen. Die Dogge reift mental spät und kann in den Flegeljahren herausfordernd sein.
Geschichte & Herkunft
Die Geschichte der Deutschen Dogge reicht bis ins Mittelalter zurück, als große Jagdhunde für die Wildschweinjagd eingesetzt wurden. Die Rasse entstand aus Kreuzungen zwischen Englischen Mastiffs und Irischen Windhunden. Im 19. Jahrhundert begann die systematische Zucht in Deutschland. 1878 wurde in Berlin der erste Rassestandard festgelegt. Reichskanzler Otto von Bismarck war ein berühmter Doggenliebhaber und hielt stets Deutsche Doggen. 1888 wurde der Deutsche Doggen Club gegründet. Der Name „Great Dane" im Englischen ist irreführend, da die Rasse deutschen und nicht dänischen Ursprungs ist. Die Deutsche Dogge wurde als „Staatshund" Preußens und später Deutschlands angesehen. Die FCI führt sie als Rasse deutschen Ursprungs.
Kosten im Überblick
| Futter | 100,00 €/Monat |
| Versicherung | 50,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 50,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 240,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.880,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Deutsche Dogge
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Deutsche-Dogge-Besitzer absolut unverzichtbar. Mit bis zu 90 Kilogramm gehört die Dogge zu den schwersten Hunden und kann allein durch ihr Gewicht enorme Schäden anrichten. Ein freundliches Anspringen kann einen Erwachsenen umwerfen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro ist dringend empfohlen.
Häufige Fragen zum Deutsche Dogge
Ist ein Deutsche Dogge ein guter Familienhund?
Ja, der Deutsche Dogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Deutsche Dogge im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Deutsche Dogge betragen durchschnittlich 240,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (50,00 €), Tierarzt (50,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Deutsche Dogge für Anfänger geeignet?
Der Deutsche Dogge ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Deutsche Dogge?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.