Bernhardiner
Der legendäre Alpenheld mit dem sanften Riesenherz
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 61
- Herkunft
- Schweiz
- Größe
- 65–90 cm
- Gewicht
- 54–82 kg
- Lebenserwartung
- 8–10 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Bernhardiner braucht ein großes Haus mit Garten. Eine Wohnung ist völlig ungeeignet. Moderate Bewegung genügt – zwei ruhige Spaziergänge am Tag. Extreme Hitze ist der größte Feind des Bernhardiners – im Sommer braucht er eine kühle Rückzugsmöglichkeit. Kälte hingegen liebt er. Der Sabber erfordert Toleranz und ständig verfügbare Handtücher. Die Haltungskosten sind sehr hoch. Transport erfordert ein großes Fahrzeug. Der Bernhardiner ist ein Familienhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Alleinbleiben liegt ihm nicht. Die kurze Lebenserwartung muss bei der Anschaffung bedacht werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Bernhardiner hat als Riesenrasse einen hohen Futterbedarf. Hochwertiges Futter für Riesenrassen ist Pflicht. Welpen brauchen spezielles Wachstumsfutter mit kontrolliertem Calcium/Phosphor-Verhältnis. Erwachsene erhalten zwei Mahlzeiten – niemals eine große Mahlzeit, um Magendrehung vorzubeugen. Anti-Schling-Näpfe und Ruhepausen sind empfehlenswert. Die monatlichen Futterkosten liegen bei 80 bis 130 Euro. Gelenkunterstützende Zusätze sind schon im jungen Alter sinnvoll. Übergewicht muss unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke extrem belastet.
Gesundheit & Krankheiten
Der Bernhardiner ist als Riesenrasse von verschiedenen Gesundheitsproblemen betroffen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind weit verbreitet. Magendrehung ist ein lebensbedrohliches Risiko. Osteosarkom und andere Krebsarten kommen bei Riesenrassen häufiger vor. Dilatative Kardiomyopathie kann auftreten. Entropium und Ektropium (Fehlstellung der Augenlider) sind häufig und erfordern oft chirurgische Korrektur. Epilepsie kommt gelegentlich vor. Hitzschlag ist ein ernstes Risiko – der Bernhardiner ist hitzeempfindlich. Osteochondrose (OCD) betrifft die Gelenke junger Hunde. Die Zucht sollte auf Gesundheit und Langlebigkeit ausgerichtet sein.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Bernhardiner ist gutmütig und kooperativ, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Positive Verstärkung ist die richtige Methode. Das Wichtigste: Leinenführigkeit und Grundgehorsam müssen im Welpenalter etabliert werden, bevor der Hund sein volles Gewicht erreicht. Ein 80-Kilogramm-Hund, der an der Leine zieht, ist nicht zu kontrollieren. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Der Bernhardiner kann etwas stur sein – Geduld und Konsequenz sind gefragt. Harte Erziehungsmethoden sind beim sensiblen Bernhardiner unangebracht. Hundeschule ist empfehlenswert. Die „Flegeljahre" eines riesigen Bernhardiner-Teenagers erfordern starke Nerven.
Geschichte & Herkunft
Die Geschichte des Bernhardiners ist untrennbar mit dem Hospiz auf dem Großen St. Bernhard verbunden, dem Alpenpass zwischen der Schweiz und Italien. Seit dem 17. Jahrhundert hielten die Mönche dort große Hunde, die bei der Suche nach verschütteten und verirrten Reisenden halfen. Der berühmteste Bernhardiner war „Barry" (1800-1814), der über 40 Menschenleben gerettet haben soll. Im 19. Jahrhundert wurden die Hunde durch Einkreuzung von Neufundländern größer und schwerer. Die ursprünglichen Rettungshunde waren schlanker und beweglicher. 1884 wurde der Schweizerische St. Bernhards-Club gegründet. Die FCI erkannte die Rasse 1954 an. Die Beethoven-Filme machten den Bernhardiner weltweit zum Kinderstar.
Kosten im Überblick
| Futter | 100,00 €/Monat |
| Versicherung | 50,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 45,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 235,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.820,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Bernhardiner
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bernhardiner-Besitzer unverzichtbar. Mit bis zu 82 Kilogramm kann dieser sanfte Riese allein durch sein Gewicht erhebliche Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Eine hohe Deckungssumme ist dringend empfohlen.
Häufige Fragen zum Bernhardiner
Ist ein Bernhardiner ein guter Familienhund?
Ja, der Bernhardiner ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Bernhardiner im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Bernhardiner betragen durchschnittlich 235,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (50,00 €), Tierarzt (45,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Bernhardiner für Anfänger geeignet?
Der Bernhardiner ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Bernhardiner?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.