Dogo Argentino
Argentiniens weißer Großwildjäger mit Familienherz
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 292
- Herkunft
- Argentinien
- Größe
- 60–68 cm
- Gewicht
- 35–45 kg
- Lebenserwartung
- 9–15 Jahre
- Gruppe
- Molosser und Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Dogo Argentino benötigt ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Grundstück. Eine Wohnungshaltung ist für diesen großen, aktiven Hund nicht geeignet. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden intensive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Sein Territorialverhalten erfordert eine hohe, stabile Einzäunung. In der Mehrhundehaltung kann er insbesondere gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen dominant auftreten. In vielen deutschen Bundesländern steht der Dogo Argentino auf der Rasseliste und unterliegt besonderen Haltungsauflagen wie Maulkorb- und Leinenpflicht. Halter müssen sich vor der Anschaffung über die geltenden Bestimmungen informieren. Er braucht engen Familienanschluss.
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Der Dogo Argentino benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem hohen Energiebedarf und seiner muskulösen Konstitution gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Die Futtermenge muss sorgfältig an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden. Im Welpenalter ist kontrolliertes Wachstum durch spezielles Welpenfutter für große Rassen essenziell. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die empfindliche Haut und das Fell. Gelenkunterstützende Zusätze können bei dieser großen Rasse sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Übergewicht ist konsequent zu vermeiden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Dogo Argentino ist grundsätzlich eine robuste Rasse, weist aber einige rassetypische Gesundheitsaspekte auf. Taubheit ist das häufigste genetische Problem und betrifft aufgrund der weißen Fellfarbe etwa zehn Prozent der Welpen einseitig oder beidseitig. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch überprüft werden. Aufgrund seines weißen Fells und der pigmentarmen Haut besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Sonnenbrand und Hautkrebs. Magendrehung ist bei dieser großen, tiefbrüstigen Rasse ein ernstzunehmendes Risiko. Schilddrüsenunterfunktion kann auftreten. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, BAER-Tests bei Welpen und aktueller Impfschutz sind unverzichtbar.
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Der Dogo Argentino ist intelligent und lernwillig, benötigt aber eine erfahrene, souveräne Führung. Sein starker Wille und sein Selbstbewusstsein erfordern einen Halter, der sich ruhig, aber bestimmt als Führungsperson etabliert. Positive Verstärkung in Kombination mit klarer Konsequenz ist die effektivste Methode. Harte oder konfrontative Methoden sind kontraproduktiv und können zu ernsthaften Vertrauensproblemen führen. Frühe und umfassende Sozialisierung mit Menschen, anderen Hunden und verschiedenen Umgebungen ist absolut unverzichtbar. Der Besuch einer Hundeschule mit Erfahrung bei Molosserrassen wird dringend empfohlen. Die Erziehung erfordert viel Zeit, Geduld und hundeerfahrene Konsequenz.
Geschichte & Herkunft
Der Dogo Argentino wurde in den 1920er Jahren von Dr. Antonio Nores Martínez und seinem Bruder Agustín in Córdoba, Argentinien, gezüchtet. Die Grundlage bildete der heute ausgestorbene Perro de Pelea Cordobés, der mit zehn weiteren Rassen gekreuzt wurde, darunter Deutsche Dogge, Boxer, Bullterrier, Bulldogge, Pointer, Dogue de Bordeaux, Irischer Wolfshund, Bordeauxdogge und Pyrenäen-Berghund. Ziel war ein vielseitiger, mutiger Jagdhund für die Großwildjagd auf Pumas und Wildschweine. Dr. Nores Martínez wurde bei einer Jagd tragischerweise erschossen, und sein Bruder Agustín setzte die Zucht fort. Die FCI erkannte den Dogo Argentino 1973 unter der Nummer 292 an. In mehreren Ländern unterliegt er rassenspezifischen Haltungsbestimmungen.
Kosten im Überblick
| Futter | 55,00 €/Monat |
| Versicherung | 65,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 40,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 220,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.640,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Dogo Argentino
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Dogo-Argentino-Besitzer in den meisten deutschen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Der Dogo Argentino steht in vielen Bundesländern auf der Rasseliste, was neben der Versicherungspflicht auch weitere Auflagen wie Maulkorb- und Leinenpflicht, einen Sachkundenachweis und gegebenenfalls einen Wesenstest nach sich zieht. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen. Die Versicherungskosten sind aufgrund der Rasselisteneinstufung deutlich höher als bei anderen Rassen.
Häufige Fragen zum Dogo Argentino
Ist ein Dogo Argentino ein guter Familienhund?
Ja, der Dogo Argentino ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Dogo Argentino im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Dogo Argentino betragen durchschnittlich 220,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (65,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (40,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Dogo Argentino für Anfänger geeignet?
Der Dogo Argentino ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Dogo Argentino?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Dogo Argentino braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.