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Dogue de Bordeaux

Der sanfte französische Koloss mit dem größten Kopf

Steckbrief

FCI-Nr.
116
Herkunft
Frankreich
Größe
5768 cm
Gewicht
4568 kg
Lebenserwartung
58 Jahre
Gruppe
Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Charakter
SanftLoyalMutigWachsamRuhig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Dogue de Bordeaux, auch als Bordeauxdogge bekannt, ist eine der ältesten französischen Hunderassen und beeindruckt durch ihren massiven Kopf, ihre faltige Mimik und ihr überraschend sanftmütiges Wesen. Dieser mächtige Molosser vereint rohe Kraft mit einer tiefen Sensibilität und Anhänglichkeit, die ihm den Ruf eingebracht hat, einer der treuesten und liebevollsten Familienhunde unter den großen Rassen zu sein. Mit einer Schulterhöhe von 57 bis 68 Zentimetern und einem Gewicht von 45 bis 68 Kilogramm ist die Dogue de Bordeaux ein schwerer, muskulöser Hund mit einem der proportional größten Köpfe der gesamten Hundewelt. Ihr massiver, runder Kopf mit den tiefen Falten, den hängenden Lefzen und den expressiven bernsteinfarbenen Augen verleiht ihr einen einzigartigen, fast menschlich wirkenden Ausdruck. Das kurze, weiche Fell kommt ausschließlich in Fawn-Tönen vor, von hellem Isabellfarben bis zu kräftigem Mahagoni, jeweils mit einer roten oder schwarzen Maske. Der Charakter der Dogue de Bordeaux ist eine wunderbare Überraschung für alle, die aufgrund ihres einschüchternden Äußeren einen aggressiven Hund erwarten. Tatsächlich ist sie einer der sanftmütigsten und liebevollsten Hunde unter den Molosserrassen. Ihre Anhänglichkeit an ihre Familie ist grenzenlos, und sie zeigt eine fast rührende Sensibilität für die Stimmungen ihrer Menschen. Die Dogue de Bordeaux leidet sichtbar, wenn sie von ihrer Familie getrennt wird, und kann regelrecht in Depressionen verfallen. Im Familienalltag ist die Dogue de Bordeaux ein ruhiger, gelassener Begleiter, der am liebsten in der Nähe seiner Menschen liegt. Kindern gegenüber zeigt sie eine bemerkenswerte Geduld und Sanftmut, wobei ihre Größe und ihr Gewicht bei Kleinkindern Aufsicht erfordern. Fremden gegenüber verhält sie sich reserviert und abwartend, zeigt aber keine grundlose Aggression. Der Bewegungsbedarf der Dogue de Bordeaux ist gering bis moderat. Übermäßige Belastung und Hitze müssen vermieden werden. Gemächliche Spaziergänge und kurze Spieleinheiten genügen, um sie zufrieden und gesund zu halten. Die leider sehr kurze Lebenserwartung von nur 5 bis 8 Jahren ist der größte Wermutstropfen dieser wunderbaren Rasse. Potenzielle Halter sollten sich dieses Umstands bewusst sein und bereit sein, die wenigen gemeinsamen Jahre umso intensiver zu genießen. Die Dogue de Bordeaux ist ein einzigartiger Begleiter für erfahrene Halter, die einen sanften, treuen Riesen mit einem Herz aus Gold suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Dogue de Bordeaux braucht ein Haus mit Garten. Der Bewegungsbedarf ist gering, ein bis zwei gemächliche Spaziergänge pro Tag genügen. Extreme Hitze muss unbedingt vermieden werden. Die Dogue de Bordeaux ist extrem menschenbezogen und leidet stark unter Alleinsein. Sie sollte nicht länger als wenige Stunden alleine bleiben. Das erhebliche Sabbern muss akzeptiert werden. Die Gesichtsfalten müssen täglich gereinigt werden. Treppensteigen sollte minimiert werden. Der Transport erfordert ein großes Fahrzeug. Die hohen laufenden Kosten für Futter und Tierarzt und die kurze Lebenserwartung müssen bei der Entscheidung für diese Rasse einkalkuliert werden.

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Ernährung

Die Dogue de Bordeaux benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind unerlässlich zur Vorbeugung einer Magendrehung. Anti-Schling-Näpfe und Ruhepausen nach dem Fressen sind Pflicht. Übergewicht muss strikt vermieden werden, da es die Gelenke und das Herz zusätzlich belastet. Die Futtermenge sollte dem individuellen Bedarf angepasst werden. Welpen sehr großer Rassen brauchen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Herz- und gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen sind von Anfang an sinnvoll. Der Bereich um die Lefzen und Falten sollte nach dem Fressen gereinigt werden. Die monatlichen Futterkosten sind aufgrund des hohen Gewichts erheblich. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Die Dogue de Bordeaux hat leider eine der kürzesten Lebenserwartungen aller Hunderassen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind sehr häufig. Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie (DCM) und Aortenstenose, sind die häufigsten Todesursachen. Magendrehung ist aufgrund des tiefen Brustkorbs ein ernstes Risiko. Krebs tritt bei dieser Rasse überdurchschnittlich häufig auf. Brachyzephale Atemwegsprobleme können aufgrund der kurzen Nase auftreten. Hautfalteninfektionen sind häufig und erfordern regelmäßige Pflege. Entropium und Ektropium sind häufige Augenprobleme. Die kurze Lebenserwartung von 5 bis 8 Jahren ist der größte gesundheitliche Nachteil dieser Rasse. Regelmäßige Vorsorge und Gewichtskontrolle sind essenziell.

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Erziehung

Die Erziehung der Dogue de Bordeaux erfordert Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Sie ist sensibel und reagiert schlecht auf harte Korrekturen. Positive Verstärkung und freundliche Konsequenz sind die besten Methoden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, damit die Dogue de Bordeaux verschiedene Menschen und Situationen als normal akzeptiert. Leinenführigkeit muss von Welpenbeinen an trainiert werden, da ein 60-Kilogramm-Hund, der an der Leine zieht, nicht kontrollierbar ist. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Die Dogue de Bordeaux ist willig zu gefallen und arbeitet gerne mit ihrem Menschen zusammen. Kurze, motivierende Trainingseinheiten mit vielen Belohnungen sind am effektivsten.

Geschichte & Herkunft

Die Dogue de Bordeaux ist eine der ältesten französischen Hunderassen. Ihre Vorfahren lassen sich auf antike Molosser zurückführen. Im Mittelalter wurde sie als Kriegshund, Wachhund und zur Großwildjagd eingesetzt. Die Stadt Bordeaux im Südwesten Frankreichs gab ihr den Namen. Während der Französischen Revolution wurden viele Dogue de Bordeaux getötet, da sie als Hunde des Adels galten. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse systematisch neu aufgebaut. Der Film "Scott und Huutsch" (1989) mit Tom Hanks machte die Dogue de Bordeaux international bekannt. Die FCI führt sie unter der Nummer 116. Trotz wachsender Beliebtheit bleibt die kurze Lebenserwartung ein großes Anliegen für Züchter und Liebhaber, die an der Verbesserung der Gesundheit arbeiten.

Kosten im Überblick

Futter85,00 €/Monat
Versicherung50,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)40,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt210,00 €/Monat
Jährlich2.520,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Dogue de Bordeaux

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Dogue-de-Bordeaux-Besitzer dringend empfehlenswert. Mit einem Gewicht von bis zu 68 Kilogramm und einem massiven Körperbau kann dieser Hund auch unbeabsichtigt erhebliche Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf bis zehn Millionen Euro ist ratsam. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.

Häufige Fragen zum Dogue de Bordeaux

Ist ein Dogue de Bordeaux ein guter Familienhund?

Ja, der Dogue de Bordeaux ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Dogue de Bordeaux im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Dogue de Bordeaux betragen durchschnittlich 210,00 €. Das umfasst Futter (85,00 €), Versicherung (50,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Dogue de Bordeaux für Anfänger geeignet?

Der Dogue de Bordeaux ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Dogue de Bordeaux?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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