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Englische Bulldogge

Der gemütliche Brite mit dem unverwechselbaren Charme

Steckbrief

FCI-Nr.
149
Herkunft
Großbritannien
Größe
3140 cm
Gewicht
2325 kg
Lebenserwartung
810 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
GutmütigEntschlossenMutigFreundlichGelassen
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Englische Bulldogge ist eine der bekanntesten und unverwechselbarsten Hunderassen der Welt. Mit ihrem massigen, gedrungenen Körperbau, dem breiten Kopf, der flachen Nase und den charakteristischen Hautfalten im Gesicht verkörpert sie eine einzigartige Mischung aus Kraft und Gemütlichkeit. Trotz ihres grimmigen Aussehens ist die Englische Bulldogge ein ausgesprochen sanftmütiger und liebevoller Begleiter, der sich hervorragend als Familienhund eignet. Mit einer Schulterhöhe von 31 bis 40 Zentimetern und einem Gewicht von 23 bis 25 Kilogramm ist die Englische Bulldogge ein kompakter, muskulöser Hund von beachtlicher Substanz. Ihr kurzes, glattes Fell liegt eng am Körper an und kommt in verschiedenen Farben vor, darunter gestromt, Rot, Falb, Weiß und gescheckt. Der massive Kopf mit der kurzen Schnauze, der vorstehenden Unterlippe und den tief angesetzten Rosenohren gibt der Bulldogge ihren unverwechselbaren Ausdruck. Der Charakter der Englischen Bulldogge ist weitaus sanfter, als ihr robustes Äußeres vermuten lässt. Sie ist ein ausgesprochen gutmütiger, geduldiger und gelassener Hund, der seine Familie über alles liebt. Im Umgang mit Kindern zeigt sie eine bemerkenswerte Toleranz und Sanftmut. Trotz ihrer Gemütlichkeit bewahrt sie sich einen gewissen Eigensinn und eine ruhige Entschlossenheit, die typisch für diese Rasse ist. Im Familienalltag ist die Englische Bulldogge ein ausgesprochen angenehmer Mitbewohner. Sie ist ruhig, nicht bellfreudig und passt sich dem Lebensrhythmus ihrer Menschen gut an. Sie genießt gemütliche Stunden auf dem Sofa ebenso wie kurze, gemäßigte Spaziergänge. Ihr Bewegungsbedarf ist vergleichsweise gering, was sie auch für weniger aktive Menschen oder ältere Personen geeignet macht. Die Pflege der Englischen Bulldogge erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die Hautfalten im Gesicht müssen täglich gereinigt und trocken gehalten werden, um Infektionen und Hautentzündungen vorzubeugen. Das kurze Fell ist pflegeleicht und muss nur gelegentlich gebürstet werden. Die Bulldogge neigt zum Sabbern und Schnarchen, was auf ihre verkürzte Schnauze zurückzuführen ist. Bei hohen Temperaturen muss besonders auf ausreichende Kühlung geachtet werden, da die Rasse extrem hitzeempfindlich ist. Eine klimatisierte Umgebung im Sommer ist dringend empfohlen. Trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen ist die Englische Bulldogge ein wundervoller Begleiter für Menschen, die einen ruhigen, liebevollen und charakterstarken Hund suchen. Wer sich für eine Bulldogge entscheidet, sollte jedoch unbedingt einen verantwortungsvollen Züchter wählen, der auf Gesundheit und moderate Zuchtmerkmale achtet.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Die Englische Bulldogge ist ein ausgezeichneter Wohnungshund und kommt auch in kleineren Räumlichkeiten gut zurecht. Kurze, gemäßigte Spaziergänge von insgesamt 30 bis 60 Minuten pro Tag reichen aus. Bei Hitze sollten Spaziergänge auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Die Bulldogge sollte niemals extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Eine klimatisierte Umgebung im Sommer ist von großem Vorteil. Treppen sollten möglichst vermieden werden. Die Bulldogge ist ein ruhiger Mitbewohner, der nicht viel Platz benötigt. Sie ist gesellig und sollte nicht zu lange alleine gelassen werden. Die regelmäßige Faltenreinigung muss eingeplant werden.

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Ernährung

Die Englische Bulldogge neigt stark zu Übergewicht, weshalb eine streng kontrollierte Fütterung essenziell ist. Hochwertiges, proteinreiches Futter mit moderatem Fettgehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde helfen, die Verdauung zu regulieren. Die Futtermenge muss sorgfältig an Gewicht und Aktivitätslevel angepasst werden. Viele Bulldoggen haben empfindliche Mägen und neigen zu Blähungen. Anti-Schling-Näpfe sind empfehlenswert. Bei Allergien kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Leckerlis sollten sparsam eingesetzt und von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen, besonders bei warmen Temperaturen.

Gesundheit & Krankheiten

Die Englische Bulldogge gehört zu den gesundheitlich am stärksten belasteten Rassen. Das Brachyzephale Obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) ist das schwerwiegendste Problem und betrifft die meisten Bulldoggen in unterschiedlichem Ausmaß. Atemprobleme, Schnarchen und Belastungsintoleranz sind häufig. Hautfalteninfektionen erfordern regelmäßige Pflege. Hüftgelenksdysplasie und Patellaluxation kommen vor. Cherry Eye tritt häufig auf. Die Rasse ist extrem hitzeempfindlich und kann bei hohen Temperaturen schnell einen Hitzschlag erleiden. Herzprobleme, Bandscheibenerkrankungen und Allergien sind weitere mögliche Gesundheitsprobleme. Kaiserschnitte sind bei der Geburt häufig notwendig. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind bei dieser Rasse besonders wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung der Englischen Bulldogge erfordert Geduld und einen guten Sinn für Humor. Die Bulldogge ist intelligent, aber eigensinnig und hat ihren eigenen Kopf. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob funktioniert am besten. Harte Erziehungsmethoden führen bei dieser Rasse zu Sturheit und Verweigerung. Die Sozialisierung sollte früh beginnen. Das Training in kurzen, abwechslungsreichen Einheiten gestalten, da die Bulldogge schnell das Interesse verliert. Trotz ihres Eigensinns möchte sie ihrem Menschen gefallen. Konsequenz ohne Strenge ist der Schlüssel zum Erfolg.

Geschichte & Herkunft

Die Englische Bulldogge hat eine dramatische Geschichte. Ihre Ursprünge liegen im mittelalterlichen England, wo sie für das grausame Bullenbeißen gezüchtet wurde. Diese barbarische Sportart war vom 13. bis zum 19. Jahrhundert populär. 1835 wurde das Bullenbeißen in England verboten, und die Bulldogge stand vor dem Aussterben. Engagierte Züchter begannen, die Rasse vom aggressiven Kampfhund zum friedlichen Begleithund umzuzüchten. Der erste Rassestandard wurde 1864 aufgestellt, der Bulldog Club 1875 gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Bulldogge zunehmend kompakter und kurzschnäuziger gezüchtet. Heute ist sie ein Symbol Großbritanniens und weltweit als Familienhund beliebt, wobei zunehmend auf gesundheitlich moderate Zucht geachtet wird.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung40,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)40,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt165,00 €/Monat
Jährlich1.980,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Englische Bulldogge

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bulldoggen-Besitzer empfehlenswert. Obwohl die Englische Bulldogge kein aggressiver Hund ist, kann sie mit ihrem Gewicht unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden Schutz vor unvorhergesehenen Schadensfällen.

Häufige Fragen zum Englische Bulldogge

Ist ein Englische Bulldogge ein guter Familienhund?

Ja, der Englische Bulldogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Englische Bulldogge im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Englische Bulldogge betragen durchschnittlich 165,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Englische Bulldogge für Anfänger geeignet?

Ja, der Englische Bulldogge ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Englische Bulldogge?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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