Englische Bulldogge
Der gemütliche Brite mit dem unverwechselbaren Charme
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 149
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 31–40 cm
- Gewicht
- 23–25 kg
- Lebenserwartung
- 8–10 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Englische Bulldogge ist ein ausgezeichneter Wohnungshund und kommt auch in kleineren Räumlichkeiten gut zurecht. Kurze, gemäßigte Spaziergänge von insgesamt 30 bis 60 Minuten pro Tag reichen aus. Bei Hitze sollten Spaziergänge auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Die Bulldogge sollte niemals extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Eine klimatisierte Umgebung im Sommer ist von großem Vorteil. Treppen sollten möglichst vermieden werden. Die Bulldogge ist ein ruhiger Mitbewohner, der nicht viel Platz benötigt. Sie ist gesellig und sollte nicht zu lange alleine gelassen werden. Die regelmäßige Faltenreinigung muss eingeplant werden.
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Die Englische Bulldogge neigt stark zu Übergewicht, weshalb eine streng kontrollierte Fütterung essenziell ist. Hochwertiges, proteinreiches Futter mit moderatem Fettgehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde helfen, die Verdauung zu regulieren. Die Futtermenge muss sorgfältig an Gewicht und Aktivitätslevel angepasst werden. Viele Bulldoggen haben empfindliche Mägen und neigen zu Blähungen. Anti-Schling-Näpfe sind empfehlenswert. Bei Allergien kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Leckerlis sollten sparsam eingesetzt und von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen, besonders bei warmen Temperaturen.
Gesundheit & Krankheiten
Die Englische Bulldogge gehört zu den gesundheitlich am stärksten belasteten Rassen. Das Brachyzephale Obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) ist das schwerwiegendste Problem und betrifft die meisten Bulldoggen in unterschiedlichem Ausmaß. Atemprobleme, Schnarchen und Belastungsintoleranz sind häufig. Hautfalteninfektionen erfordern regelmäßige Pflege. Hüftgelenksdysplasie und Patellaluxation kommen vor. Cherry Eye tritt häufig auf. Die Rasse ist extrem hitzeempfindlich und kann bei hohen Temperaturen schnell einen Hitzschlag erleiden. Herzprobleme, Bandscheibenerkrankungen und Allergien sind weitere mögliche Gesundheitsprobleme. Kaiserschnitte sind bei der Geburt häufig notwendig. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind bei dieser Rasse besonders wichtig.
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Die Erziehung der Englischen Bulldogge erfordert Geduld und einen guten Sinn für Humor. Die Bulldogge ist intelligent, aber eigensinnig und hat ihren eigenen Kopf. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob funktioniert am besten. Harte Erziehungsmethoden führen bei dieser Rasse zu Sturheit und Verweigerung. Die Sozialisierung sollte früh beginnen. Das Training in kurzen, abwechslungsreichen Einheiten gestalten, da die Bulldogge schnell das Interesse verliert. Trotz ihres Eigensinns möchte sie ihrem Menschen gefallen. Konsequenz ohne Strenge ist der Schlüssel zum Erfolg.
Geschichte & Herkunft
Die Englische Bulldogge hat eine dramatische Geschichte. Ihre Ursprünge liegen im mittelalterlichen England, wo sie für das grausame Bullenbeißen gezüchtet wurde. Diese barbarische Sportart war vom 13. bis zum 19. Jahrhundert populär. 1835 wurde das Bullenbeißen in England verboten, und die Bulldogge stand vor dem Aussterben. Engagierte Züchter begannen, die Rasse vom aggressiven Kampfhund zum friedlichen Begleithund umzuzüchten. Der erste Rassestandard wurde 1864 aufgestellt, der Bulldog Club 1875 gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Bulldogge zunehmend kompakter und kurzschnäuziger gezüchtet. Heute ist sie ein Symbol Großbritanniens und weltweit als Familienhund beliebt, wobei zunehmend auf gesundheitlich moderate Zucht geachtet wird.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 40,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 165,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.980,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Englische Bulldogge
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bulldoggen-Besitzer empfehlenswert. Obwohl die Englische Bulldogge kein aggressiver Hund ist, kann sie mit ihrem Gewicht unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden Schutz vor unvorhergesehenen Schadensfällen.
Häufige Fragen zum Englische Bulldogge
Ist ein Englische Bulldogge ein guter Familienhund?
Ja, der Englische Bulldogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Englische Bulldogge im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Englische Bulldogge betragen durchschnittlich 165,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Englische Bulldogge für Anfänger geeignet?
Ja, der Englische Bulldogge ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Englische Bulldogge?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.