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Feist

Der furchtlose Eichhörnchenpirat der Appalachen

Steckbrief

Herkunft
Vereinigte Staaten
Größe
2546 cm
Gewicht
714 kg
Lebenserwartung
1318 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
LebhaftMutigIntelligentUnabhängigWachsam
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Feist ist eine traditionelle amerikanische Jagdhunderasse, die seit Jahrhunderten in den ländlichen Regionen des amerikanischen Südens als vielseitiger Jagd- und Begleithund geschätzt wird. Der Name Feist leitet sich vom altenglischen Wort fice oder fyce ab, das einen kleinen, aufgeregten Hund bezeichnete. Diese bescheidenen, aber außerordentlich fähigen Hunde wurden von den Pionieren und Siedlern der Appalachen und des amerikanischen Südens als unverzichtbare Jagdbegleiter und Farmhunde gehalten und spielten eine wichtige Rolle in der Besiedlungsgeschichte der Vereinigten Staaten. Mit einer Schulterhöhe von 25 bis 46 Zentimetern und einem Gewicht von 7 bis 14 Kilogramm ist der Feist ein kleiner bis mittelgroßer, schlanker und flinker Hund mit einem kompakten, athletischen Körperbau. Da der Feist traditionell nach Leistung und nicht nach Aussehen gezüchtet wird, variiert sein Erscheinungsbild beträchtlich. Gemeinsame Merkmale sind ein kurzes, glattes Fell, aufrechte oder halb aufgerichtete Ohren, ein schlanker, muskulöser Körper und ein wacher, intelligenter Gesichtsausdruck. Die Farben reichen von einfarbig Weiß, Schwarz oder Braun bis hin zu verschiedenen zweifarbigen und dreifarbigen Mustern. Die Rute kann lang, natürlich kurz oder als Bobtail geboren sein. Charakterlich ist der Feist ein temperamentvoller, mutiger kleiner Hund mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt, insbesondere auf Eichhörnchen und anderes Baumwild. Seine Jagdmethode ist das sogenannte Treeing, bei dem er das Wild aufspürt, es auf einen Baum treibt und dort durch anhaltendes Bellen die Position des Wildes für den Jäger anzeigt. Dieser Instinkt ist tief verwurzelt und zeigt sich auch im Alltag in einer hohen Aufmerksamkeit für Bewegungen und Geräusche in Bäumen. Seiner Familie gegenüber ist er loyal und liebevoll, kann aber eine gewisse Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zeigen. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Tägliche Spaziergänge von anderthalb bis zwei Stunden sind notwendig, idealerweise mit der Möglichkeit zum Freilauf in sicherem Gelände. Sein Jagdtrieb macht einen sicheren Rückruf und eingezäunte Bereiche wichtig. Hundesportarten wie Barn Hunt und Nosework bieten hervorragende Auslastung. Die Fellpflege ist minimal. Gelegentliches Bürsten des kurzen Fells genügt vollkommen. Insgesamt ist der Feist ein faszinierender, vielseitiger Begleiter für aktive Hundehalter, die einen unermüdlichen, mutigen kleinen Jagdhund mit einem treuen Herzen und einem Stück amerikanischer Pioniergeschichte suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Feist ist am besten in einem Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten aufgehoben. In ländlicher Umgebung mit Zugang zu Wäldern und Wiesen fühlt er sich am wohlsten. Eine Wohnungshaltung ist nicht ideal, da der aktive Jagdhund ausreichend Bewegung und Auslauf im Freien braucht. Der Garten muss sehr sicher eingezäunt sein, da der geschickte Feist graben und klettern kann. Er verträgt sowohl Wärme als auch moderate Kälte gut. Enger Familienanschluss ist wichtig. Sein Bellen beim Treeing kann in Wohngebieten problematisch sein. Katzen und andere Kleintiere sollten nicht im selben Haushalt gehalten werden.

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Ernährung

Der Feist benötigt hochwertiges Futter, das seiner kleinen bis mittleren Statur und seinem hohen Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss dem Aktivitätsgrad angepasst werden, da aktiv jagende Feists einen höheren Kalorienbedarf haben. Hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle ist ideal. Omega-3-Fettsäuren fördern die Haut- und Fellgesundheit. Zahnpflege-Leckerlis unterstützen die Zahngesundheit. Welpen benötigen altersgerechtes Futter. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Feist ist eine außerordentlich robuste, langlebige Rasse mit einer bemerkenswerten Lebenserwartung von 13 bis 18 Jahren. Dank der konsequenten Selektion auf Arbeitsfähigkeit und des breiten Genpools sind erbliche Erkrankungen selten. Patellaluxation kann bei kleinen Hunden vorkommen. Allergien treten gelegentlich auf. Zahnprobleme sind bei kleinen Rassen ein Thema und erfordern regelmäßige Zahnpflege. Verletzungen durch die Jagd sind ein praktisches Risiko. Insgesamt gehört der Feist zu den gesündesten Hunderassen überhaupt. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Der Feist ist intelligent und lernfähig, zeigt aber die typische Unabhängigkeit eines Jagdhundes. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Der Feist hat seinen eigenen Kopf und benötigt einen geduldigen, konsequenten Besitzer, der seine Eigenständigkeit respektiert und in produktive Bahnen lenkt. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Der starke Jagdinstinkt auf Eichhörnchen und Kleintiere muss berücksichtigt werden, und der Rückruf sollte intensiv trainiert werden. Anti-Jagd-Training ist für ein entspanntes Zusammenleben in der Regel notwendig.

Geschichte & Herkunft

Der Feist hat eine lange, wenn auch ungeschriebene Geschichte, die bis in die Kolonialzeit der Vereinigten Staaten zurückreicht. Bereits George Washington erwähnte in seinen Tagebüchern kleine Jagdhunde, die fice oder feist genannt wurden. Die Rasse entstand aus Kreuzungen kleiner Terrier, die britische Siedler nach Amerika brachten, mit einheimischen Hunden. In den Appalachenregionen entwickelten Farmer und Jäger über Generationen verschiedene Feist-Linien, die auf die Jagd auf Eichhörnchen und anderes Baumwild spezialisiert waren. Bekannte Varianten sind der Mountain Feist, der Treeing Feist und der Mullins Feist. Der United Kennel Club erkannte den Treeing Feist 2015 an. Die FCI erkennt die Rasse nicht an. Der Feist bleibt ein kulturelles Erbe des ländlichen amerikanischen Südens.

Kosten im Überblick

Futter30,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)15,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt90,00 €/Monat
Jährlich1.080,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Feist

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Feist-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Feist ein kleiner Hund ist, kann er durch seinen starken Jagdinstinkt in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz zu geringen monatlichen Kosten.

Häufige Fragen zum Feist

Ist ein Feist ein guter Familienhund?

Ja, der Feist ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Feist im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Feist betragen durchschnittlich 90,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (15,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Feist für Anfänger geeignet?

Der Feist ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Feist?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Feist braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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