Finnischer Lapphund
Der sanfte Rentierhüter aus Lapplands endlosen Weiten
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 189
- Herkunft
- Finnland
- Größe
- 41–52 cm
- Gewicht
- 15–24 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Finnische Lapphund braucht Platz und ist für eine kleine Stadtwohnung weniger geeignet. Ein Haus mit Garten ist ideal. Mindestens eineinhalb Stunden Bewegung pro Tag sollten gewährleistet sein. Er ist ein Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht und unter langer Trennung leidet. Vier bis fünf Stunden Alleinsein sollten die Ausnahme sein. Sein dichtes Fell schützt ihn bei Kälte hervorragend, bei großer Hitze sollte er geschont werden. Die regelmäßige Fellpflege muss eingeplant werden. Er verträgt sich gut mit anderen Haustieren. Der Finnische Lapphund eignet sich hervorragend für aktive Familien, die einen ausgeglichenen, unkomplizierten Hund suchen.
Hundehaftpflicht vergleichen für Finnischer Lapphund
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Der Finnische Lapphund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge sollte dem Gewicht, Alter und der Aktivität angepasst werden. Der Lapphund neigt bei Überversorgung zu Übergewicht, was durch das dichte Fell nicht sofort sichtbar ist. Regelmäßiges Abtasten hilft bei der Gewichtskontrolle. Omega-Fettsäuren unterstützen die Fell- und Hautgesundheit. Hochwertiges Futter mit angemessenem Proteingehalt ist ideal. Leckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Finnische Lapphund ist grundsätzlich eine gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine bekannte Augenerkrankung bei dieser Rasse – Gentests sind verfügbar. Katarakt kann auftreten. Pompe-Krankheit (Glykogenspeicherkrankheit Typ II) ist eine seltene, aber schwere Erbkrankheit, für die ein DNA-Test existiert. Hypothyreose wird gelegentlich diagnostiziert. Ellbogendysplasie (ED) kommt in geringerem Umfang vor. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Zuchttiere auf HD, PRA und Pompe-Krankheit. Die Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren ist für einen mittelgroßen Hund sehr gut. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind empfehlenswert.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Finnischer Lapphund
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Der Finnische Lapphund ist intelligent und kooperativ, was die Erziehung erleichtert. Positive Verstärkung ist die ideale Trainingsmethode. Er lernt schnell und arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen. Frühe Sozialisierung fördert sein ohnehin ausgeglichenes Wesen. Er eignet sich gut für engagierte Anfänger. Ein gewisser Erschreckreflex, der aus seiner Vergangenheit als Rentierhütehund stammt, kann sich in Zurückhaltung gegenüber Unbekanntem äußern und sollte durch positive Erfahrungen abgebaut werden. Hundeschule und Welpenspielgruppe werden empfohlen. Nasenarbeit, Agility und Obedience sind geeignete Beschäftigungsformen.
Geschichte & Herkunft
Der Finnische Lapphund stammt von den Hunden der Sami ab, der indigenen Bevölkerung Lapplands, die den Norden Finnlands, Schwedens und Norwegens bewohnt. Über Jahrhunderte dienten diese Hunde als Rentierhüter, Wächter und Begleiter der nomadischen Sami. Mit der Motorisierung der Rentierzucht ging die Arbeitsrolle der Lapphunde zurück. In den 1940er Jahren begann die systematische Zucht. 1945 erkannte der Finnische Kennel Club die Rasse an. Zunächst wurden Lappland-Spitz und Finnischer Lapphund als eine Rasse geführt, bevor sie 1967 getrennt wurden. Heute ist der Finnische Lapphund einer der beliebtesten Familienhunde Finnlands. Die FCI erkennt ihn unter der Nummer 189 an.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 135,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.620,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Finnischer Lapphund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Finnische-Lapphund-Besitzer empfehlenswert. Auch ein freundlicher Hund kann unbeabsichtigt Schäden verursachen, etwa wenn er sich erschreckt oder Wild verfolgt. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Finnischer Lapphund
Ist ein Finnischer Lapphund ein guter Familienhund?
Ja, der Finnischer Lapphund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Finnischer Lapphund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Finnischer Lapphund betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Finnischer Lapphund für Anfänger geeignet?
Ja, der Finnischer Lapphund ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Finnischer Lapphund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.