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Foxhound

Der unermüdliche Gentleman unter den Meutehunden

Steckbrief

FCI-Nr.
159
Herkunft
Großbritannien
Größe
5864 cm
Gewicht
2534 kg
Lebenserwartung
1013 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
AusdauerndGeselligFreundlichEnergischLaut
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Foxhound ist der klassische englische Meutehund und wurde über Jahrhunderte gezüchtet, um in der Gruppe über Stunden hinweg einer Fuchsfährte zu folgen. Er ist das Sinnbild britischer Jagdtradition und verkörpert Ausdauer, Geselligkeit und unermüdliche Energie. Als Familienhund ist er weniger bekannt, was vor allem daran liegt, dass er traditionell in Meuten und nicht als Einzelhund gehalten wird. Mit einer Schulterhöhe von 58 bis 64 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 34 Kilogramm ist der Foxhound ein kräftiger, athletischer Hund mit harmonischen Proportionen. Sein kurzes, dichtes Fell ist wetterfest und kommt klassisch in Tricolor (Schwarz, Weiß, Loh), Bicolor (Weiß-Loh oder Weiß-Schwarz) oder verschiedenen Scheckungen vor. Sein Körperbau ist auf maximale Ausdauer ausgelegt: kräftige Knochen, gut bemuskelte Läufe und ein tiefer Brustkorb für ein großes Lungenvolumen. Der Charakter des Foxhounds ist geprägt von seinem Leben in der Meute. Er ist ein ausgesprochen geselliger Hund, der die Gemeinschaft anderer Hunde braucht und nicht gerne allein ist. Seine Freundlichkeit erstreckt sich auf Menschen und Hunde gleichermaßen – Aggression ist ihm fremd. Doch diese Freundlichkeit hat auch eine Kehrseite: Als Wachhund ist der Foxhound völlig ungeeignet, da er jeden Besucher enthusiastisch begrüßt. Die Energie des Foxhounds ist beeindruckend und gleichzeitig seine größte Herausforderung als Familienhund. Er wurde gezüchtet, um stundenlang in hohem Tempo zu laufen, und dieser Bewegungsbedarf ist enorm. Ohne ausreichende körperliche Auslastung wird er rastlos, destruktiv und laut. Sein charakteristisches, weittragendes Bellen – das sogenannte „Giving Tongue" – kann die gesamte Nachbarschaft in Aufruhr versetzen. Im Familienalltag ist der Foxhound bei ausreichender Bewegung ein liebenswerter, gutmütiger Begleiter. Er ist geduldig mit Kindern und verträglich mit anderen Haustieren. Seine Erziehung erfordert Geduld und Konsequenz, da er wie alle Laufhunde einen ausgeprägten Eigensinn mitbringt, besonders wenn seine Nase eine interessante Fährte aufgenommen hat. Insgesamt ist der Foxhound ein Hund für sehr aktive, erfahrene Halter, die einem der ausdauerndsten Hunde der Welt gerecht werden können.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Foxhound braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Grundstück auf dem Land. Wohnungshaltung und Stadthaltung sind nicht empfehlenswert. Er benötigt mindestens zwei bis drei Stunden intensive Bewegung pro Tag – Joggen, Radfahren oder Reitsport sind ideale Begleitmöglichkeiten. Die Gesellschaft anderer Hunde ist fast unverzichtbar; ein Foxhound sollte nicht als Einzelhund gehalten werden. Sein lautes Bellen macht ihn in dicht besiedelten Gebieten ungeeignet. Er verträgt jedes Wetter gut dank seines robusten Fells. Er ist freundlich zu Kindern und anderen Haustieren. Der Foxhound ist kein Hund für Berufstätige mit langen Abwesenheiten.

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Ernährung

Der Foxhound ist ein aktiver, muskulöser Hund mit hohem Energiebedarf. Hochwertiges, proteinreiches Futter mit ausreichend Kalorien ist wichtig. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss dem enormen Aktivitätslevel angepasst werden – ein voll ausgelasteter Foxhound verbrennt erheblich mehr Kalorien als ein durchschnittlicher Hund. Bei reduzierter Aktivität muss die Futtermenge entsprechend verringert werden, da er dann zu Übergewicht neigen kann. Hochwertige Fette und Kohlenhydrate unterstützen die Ausdauerleistung. Nahrungsergänzungen für Gelenke können bei sehr aktiven Hunden sinnvoll sein. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein, besonders nach intensiver Bewegung.

Gesundheit & Krankheiten

Der Foxhound ist eine ausgesprochen robuste und gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie kann vorkommen, ist aber aufgrund der sorgfältigen Selektion auf Leistungsfähigkeit seltener als bei vielen anderen Rassen. Ohrinfektionen sind aufgrund der Hängeohren möglich und erfordern regelmäßige Kontrolle. Epilepsie tritt in einigen Linien auf. Hypothyreose kommt gelegentlich vor. Nierenkrankheiten (Amyloidose) wurden in einigen Familien beobachtet. Der Foxhound ist insgesamt robust und hat wenige rassespezifische Gesundheitsprobleme, was seiner langen Zuchtgeschichte auf Leistung und Gesundheit zu verdanken ist. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind dennoch wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Foxhounds erfordert Geduld und Verständnis für seine Natur als Meutehund. Er ist intelligent, aber auf Zusammenarbeit mit anderen Hunden und nicht auf bedingungslosen Gehorsam gegenüber Menschen ausgelegt. Positive Verstärkung mit Futter- und Spielbelohnung funktioniert am besten. Konsistenz und Wiederholung sind der Schlüssel. Frühe Sozialisierung ist wichtig und fällt beim geselligen Foxhound leicht. Der Rückruf ist die größte Herausforderung – auf einer Fährte ist der Foxhound kaum ansprechbar. Schleppleinentraining ist oft die sicherste Methode. Das Alleinbleiben muss langsam und behutsam trainiert werden, da der Meutehund Isolation schlecht verträgt. Hundesport wie Mantrailing oder Agility kann die Bindung stärken.

Geschichte & Herkunft

Der Foxhound wurde ab dem 16. Jahrhundert in England gezüchtet, als die berittene Fuchsjagd zum populärsten Sport des britischen Adels wurde. Jede Jagdgesellschaft (Hunt) pflegte ihre eigene Meute und führte sorgfältige Zuchtbücher. Das Stud Book des englischen Foxhounds reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und gehört zu den ältesten Zuchtregistern überhaupt. Die Zucht konzentrierte sich ausschließlich auf Jagdleistung: Ausdauer, Nasenqualität, Lautgebung und Meeuteverträglichkeit. Das Verbot der Fuchsjagd in England 2004 hat die Populationszahlen beeinflusst, aber die Meuten bestehen mit Schleppjagden fort. Die FCI führt den Foxhound unter der Nummer 159. In Amerika wurde der American Foxhound als eigenständige Rasse entwickelt. George Washington war ein berühmter Foxhound-Züchter.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt130,00 €/Monat
Jährlich1.560,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Foxhound

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Foxhound-Besitzer empfehlenswert. Der energiegeladene Jagdhund kann durch sein stürmisches Temperament und seinen Jagdtrieb unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.

Häufige Fragen zum Foxhound

Ist ein Foxhound ein guter Familienhund?

Ja, der Foxhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Foxhound im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Foxhound betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Foxhound für Anfänger geeignet?

Der Foxhound ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Foxhound?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Foxhound braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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