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Gordon Setter

Der edle Schotte mit dem markanten Schwarzrot

Steckbrief

FCI-Nr.
6
Herkunft
Großbritannien (Schottland)
Größe
5869 cm
Gewicht
2536 kg
Lebenserwartung
1012 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
LoyalSelbstbewusstIntelligentMutigAnhänglich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Gordon Setter ist der größte und kräftigste Vertreter der Setter-Familie und beeindruckt mit seinem edlen schwarzen Fell mit mahagoniroten Abzeichen. Er wurde in den schottischen Highlands als ausdauernder Jagdhund für die Arbeit im schwierigen Gelände entwickelt und vereint Kraft, Eleganz und Arbeitswillen in beeindruckender Weise. Im Vergleich zu seinen Setter-Verwandten ist er ruhiger, nachdenklicher und stärker an seine Bezugsperson gebunden. Mit einer Schulterhöhe von 58 bis 69 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 36 Kilogramm ist der Gordon Setter ein imposanter Hund mit kräftigem Körperbau. Sein langes, seidiges Fell ist tiefschwarz mit klar abgegrenzten kastanienroten Abzeichen an Fang, Augenbrauen, Brust, Pfoten und Unterseite der Rute. Die reiche Befederung an Ohren, Brust, Bauch und Beinen verleiht ihm ein majestätisches Erscheinungsbild. Charakterlich unterscheidet sich der Gordon Setter deutlich von den anderen Setter-Rassen. Er ist weniger überschwänglich als der Irish Setter, dafür aber treuer und anhänglicher an seine Familie gebunden. Ein gewisses Maß an Reserviertheit gegenüber Fremden ist typisch und macht ihn zu einem aufmerksamen Wachhund. Seine Intelligenz ist bemerkenswert, gepaart mit einem eigenständigen Denken, das manchmal als Sturheit fehlinterpretiert wird. Der Gordon Setter benötigt viel Bewegung und geistige Auslastung. Als Jagdhund liegt ihm die Arbeit im Feld im Blut, und er zeigt sich bei der Nasenarbeit und beim Vorstehen besonders talentiert. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig, ergänzt durch sinnvolle Beschäftigung wie Suchspiele, Fährtenarbeit oder Dummytraining. Im Familienalltag zeigt sich der Gordon Setter als treuer, zuverlässiger Begleiter, der besonders zu einer Bezugsperson eine enge Bindung aufbaut. Mit Kindern ist er geduldig und liebevoll, benötigt aber Rückzugsmöglichkeiten. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist gut, sofern eine ordentliche Sozialisierung stattgefunden hat. Die Pflege des langen Fells erfordert regelmäßiges Bürsten, mindestens dreimal wöchentlich. Die Befederung neigt zum Verfilzen und sollte besonders sorgfältig gepflegt werden. Die langen Hängeohren müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Der Gordon Setter ist ein hervorragender Begleiter für erfahrene Hundehalter, die einen loyalen, intelligenten und arbeitsfreudigen Hund suchen, der etwas ruhiger und nachdenklicher ist als andere Setter-Rassen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Gordon Setter braucht viel Platz und ist für eine Stadtwohnung ungeeignet. Ein Haus mit großem, eingezäuntem Garten und Zugang zu weitläufigen Auslaufgebieten ist ideal. Mindestens zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er ist ein Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht und schlecht alleine bleibt. Zwingerhaltung ist völlig ungeeignet. Der Gordon Setter eignet sich hervorragend für die jagdliche Führung sowie für Hundesportarten wie Fährtenarbeit und Dummytraining. Sein dichtes Fell macht ihn wetterfest, bei großer Hitze sollte er aber geschont werden.

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Ernährung

Der Gordon Setter benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem hohen Energiebedarf als aktiver Jagdhund gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden. Welpen großer Rassen sollten spezielles Welpenfutter erhalten, das ein kontrolliertes Wachstum fördert. Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl unterstützen die Gesundheit des langen Fells. Bei Schilddrüsenproblemen muss die Ernährung angepasst werden. Leckerlis sind als Trainingsmotivation sinnvoll, sollten aber von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Gordon Setter ist im Vergleich zu vielen anderen großen Rassen relativ gesund. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine bekannte Augenerkrankung, für die ein Gentest existiert. Magendrehung ist bei großen, tiefbrüstigen Rassen ein ernstes Risiko. Hypothyreose kann auftreten und zeigt sich durch Gewichtszunahme und Fellprobleme. Cerebelläre Abiotrophie ist eine seltene neurologische Erkrankung, die in einigen Linien vorkommt. Ohrenentzündungen treten aufgrund der Hängeohren häufiger auf. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Augenkontrollen und eine angepasste Bewegung im Wachstumsalter sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Gordon Setter ist ein intelligenter, aber eigenständig denkender Hund, der eine erfahrene, geduldige Hand braucht. Positive Verstärkung und klare Strukturen sind die beste Erziehungsmethode. Sein manchmal eigensinniges Wesen erfordert Konsequenz ohne Härte. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seiner natürlichen Reserviertheit gegenüber Fremden entgegenzuwirken. Der Jagdtrieb muss durch gezieltes Training kanalisiert werden. Apportier- und Nasenarbeit entsprechen seinen natürlichen Anlagen. Das Training sollte abwechslungsreich und motivierend gestaltet werden, da der Gordon Setter bei Langeweile abschaltet. Eine gute Hundeschule ist empfehlenswert.

Geschichte & Herkunft

Der Gordon Setter wurde im 17. Jahrhundert in Schottland als Jagdhund für Feld- und Moorhühner entwickelt. Seinen Namen verdankt er dem 4. Duke of Gordon, Alexander Gordon, der im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert auf seinem Schloss Gordon Castle in den schottischen Highlands eine berühmte Setter-Zucht betrieb. Die Rasse wurde durch Kreuzung von schwarz-lohfarbenen Settern mit Collies und möglicherweise Bloodhounds veredelt. 1842 importierte Daniel Webster die ersten Gordon Setter in die USA. Der Kennel Club erkannte die Rasse 1872 offiziell an. Im 20. Jahrhundert ging die Popularität zugunsten von Irish und English Setter zurück. Heute ist der Gordon Setter eine geschätzte, aber vergleichsweise seltene Rasse.

Kosten im Überblick

Futter60,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt150,00 €/Monat
Jährlich1.800,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Gordon Setter

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Gordon-Setter-Besitzer empfehlenswert. Der kräftige Gordon Setter kann mit bis zu 36 Kilogramm Körpergewicht unbeabsichtigt Schäden verursachen, sei es durch seinen Bewegungsdrang oder seine stürmische Begrüßung. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet umfassenden finanziellen Schutz.

Häufige Fragen zum Gordon Setter

Ist ein Gordon Setter ein guter Familienhund?

Ja, der Gordon Setter ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Gordon Setter im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Gordon Setter betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Gordon Setter für Anfänger geeignet?

Der Gordon Setter ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Gordon Setter?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Gordon Setter braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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