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Havanese

Der fröhliche Nationalhund Kubas mit seidigem Charme

Steckbrief

FCI-Nr.
250
Herkunft
Kuba
Größe
2327 cm
Gewicht
47 kg
Lebenserwartung
1316 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
FröhlichIntelligentAnhänglichVerspieltGesellig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Havanese, in seiner Originalform als Bichon Habanero bekannt, ist der Nationalhund Kubas und die einzige auf dieser karibischen Insel entstandene Hunderasse. Dieser bezaubernde kleine Begleithund blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück, die eng mit der kolonialen Vergangenheit Kubas verknüpft ist und von den Salons der kubanischen Aristokratie über die Wirren der Revolution bis hin zu seiner heutigen Popularität als einer der beliebtesten kleinen Begleithunde der Welt reicht. Mit einer Schulterhöhe von 23 bis 27 Zentimetern und einem Gewicht von 4 bis 7 Kilogramm ist der Havanese ein kleiner, kompakter Hund von erstaunlich robuster Konstitution. Sein langes, seidiges Fell ist das auffälligste Merkmal und kommt in einer enormen Farbvielfalt vor, von reinem Weiß über Creme, Gold, Champagner, Schokolade, Schwarz bis hin zu verschiedenen Mischungen und Scheckungen. Das Fell ist weich und leicht, mit einem charakteristischen Schwung, der dem Hund ein elegantes, lebhaftes Erscheinungsbild verleiht. Die dunklen, mandelförmigen Augen strahlen eine warme, einladende Freundlichkeit aus. Charakterlich ist der Havanese ein wahres Energiebündel an Lebensfreude und Menschenliebe. Er ist der Inbegriff eines Begleithundes, der seine gesamte Existenz der Nähe und Zuwendung seiner Menschen widmet. Seine sonnige, fröhliche Art ist ansteckend und macht ihn zu einem wunderbaren Stimmungsaufheller. Er ist bekannt für seinen clownesken Humor und seine Fähigkeit, seine Familie zum Lachen zu bringen, sei es durch sein ausgelassenes Spiel, seine lustigen Geräusche oder seine charmanten Kunststücke. Trotz seiner geringen Größe ist der Havanese ein erstaunlich intelligenter und vielseitiger Hund. Er lernt schnell und begeistert Tricks und Kommandos, excelliert in Hundesportarten wie Agility und Obedience und wird sogar erfolgreich als Therapiehund eingesetzt. Seine Sensibilität für menschliche Emotionen macht ihn zu einem hervorragenden emotionalen Unterstützungshund. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Tägliche Spaziergänge und Spielstunden genügen, um diesen anpassungsfähigen kleinen Hund zufriedenzustellen. Er ist ein idealer Begleiter für verschiedenste Lebenssituationen, vom Singlehaushalt bis zur Großfamilie. Die Pflege des langen Fells erfordert tägliches Bürsten oder alternativ das Scheren in einen praktischen Kurzschnitt. Der Havanese ist ein Hund, der Herzen erobert und Freude in jedes Zuhause bringt.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Havanese ist ein idealer Wohnungshund, der sich in jeder Wohnsituation wohlfühlt. Tägliche kurze Spaziergänge und Spielstunden genügen für seinen moderaten Bewegungsbedarf. Er verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und Haustieren und ist einer der sozialsten kleinen Hunde überhaupt. Seine geringe Größe macht ihn zu einem praktischen Reisebegleiter. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden, da er stark auf die Gesellschaft seiner Menschen angewiesen ist. Bei Kälte und Nässe benötigt er einen Hundemantel. Er ist für Senioren, Familien, Erstbesitzer und Singles gleichermaßen geeignet und passt sich an nahezu jeden Lebensstil an.

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Ernährung

Der Havanese benötigt hochwertiges Futter, das auf die Bedürfnisse kleiner Hunderassen abgestimmt ist. Zwei bis drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die kleinen Gelenke belastet und Patellaluxation verschlimmern kann. Omega-3-Fettsäuren fördern die Gesundheit des langen, seidigen Fells. Zahnpflegesnacks und regelmäßiges Zähneputzen beugen Zahnproblemen vor. Hochwertige Proteine unterstützen die Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Havanese ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse, hat aber einige rassetypische Gesundheitsthemen. Patellaluxation ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt können die Augen betreffen und sollten genetisch getestet werden. Herzgeräusche und Mitralklappenerkrankungen können im Alter auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit, eine Hüfterkrankung, kommt gelegentlich vor. Hypothyreose kann auftreten. Taubheit ist in einigen Linien dokumentiert. Zahnprobleme erfordern regelmäßige Zahnpflege. Dank verfügbarer Gentests und verantwortungsvoller Zucht können die meisten Erbkrankheiten vermieden werden. Die Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren ist für einen kleinen Hund ausgezeichnet.

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Erziehung

Der Havanese ist intelligent, lernbegeistert und überaus kooperativ, was die Erziehung in der Regel zum Vergnügen macht. Positive Verstärkung ist die perfekte Methode für diesen Menschen-zugewandten Hund. Er lernt Tricks und Kommandos schnell und mit sichtlicher Freude. Frühe Sozialisierung fördert sein natürlich freundliches Wesen. Trennungsangst ist das häufigste Verhaltensproblem und sollte von Anfang an durch schrittweises Training adressiert werden. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas länger dauern und erfordert Geduld und Konsequenz. Der Havanese eignet sich hervorragend für Anfänger und für verschiedene Hundesportarten.

Geschichte & Herkunft

Der Havanese stammt von kleinen Bichon-Hunden ab, die spanische Kolonisten im 16. Jahrhundert nach Kuba brachten. Auf der Insel entwickelte sich über Jahrhunderte eine eigenständige Rasse, die zum Liebling der kubanischen Aristokratie wurde und in den Salons der Oberschicht von Havanna ihren festen Platz hatte. Nach der kubanischen Revolution 1959 flohen viele wohlhabende Kubaner in die USA und brachten ihre Havanese mit. Die verbliebene Population auf Kuba ging drastisch zurück. In den USA begann in den 1970er Jahren eine systematische Zucht aus den wenigen überlebenden Exemplaren. Die FCI erkannte den Havanese unter der Nummer 250 als Bichon Havanais in der Gruppe 9 an. Heute ist der Havanese einer der beliebtesten kleinen Begleithunde in den USA und weltweit, während er auf Kuba selbst ironischerweise selten geworden ist.

Kosten im Überblick

Futter30,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt100,00 €/Monat
Jährlich1.200,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Havanese

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Besitzer eines Havanese empfehlenswert. Obwohl dieser kleine Hund ein geringes Schadensrisiko darstellt, kann jeder Hund in unvorhergesehenen Situationen Schäden verursachen. In vielen Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht ohnehin vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Havanese

Ist ein Havanese ein guter Familienhund?

Ja, der Havanese ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Havanese im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Havanese betragen durchschnittlich 100,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Havanese für Anfänger geeignet?

Ja, der Havanese ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Havanese?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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