Havanese
Der fröhliche Nationalhund Kubas mit seidigem Charme
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 250
- Herkunft
- Kuba
- Größe
- 23–27 cm
- Gewicht
- 4–7 kg
- Lebenserwartung
- 13–16 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Havanese ist ein idealer Wohnungshund, der sich in jeder Wohnsituation wohlfühlt. Tägliche kurze Spaziergänge und Spielstunden genügen für seinen moderaten Bewegungsbedarf. Er verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und Haustieren und ist einer der sozialsten kleinen Hunde überhaupt. Seine geringe Größe macht ihn zu einem praktischen Reisebegleiter. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden, da er stark auf die Gesellschaft seiner Menschen angewiesen ist. Bei Kälte und Nässe benötigt er einen Hundemantel. Er ist für Senioren, Familien, Erstbesitzer und Singles gleichermaßen geeignet und passt sich an nahezu jeden Lebensstil an.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Havanese benötigt hochwertiges Futter, das auf die Bedürfnisse kleiner Hunderassen abgestimmt ist. Zwei bis drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die kleinen Gelenke belastet und Patellaluxation verschlimmern kann. Omega-3-Fettsäuren fördern die Gesundheit des langen, seidigen Fells. Zahnpflegesnacks und regelmäßiges Zähneputzen beugen Zahnproblemen vor. Hochwertige Proteine unterstützen die Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Havanese ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse, hat aber einige rassetypische Gesundheitsthemen. Patellaluxation ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt können die Augen betreffen und sollten genetisch getestet werden. Herzgeräusche und Mitralklappenerkrankungen können im Alter auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit, eine Hüfterkrankung, kommt gelegentlich vor. Hypothyreose kann auftreten. Taubheit ist in einigen Linien dokumentiert. Zahnprobleme erfordern regelmäßige Zahnpflege. Dank verfügbarer Gentests und verantwortungsvoller Zucht können die meisten Erbkrankheiten vermieden werden. Die Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren ist für einen kleinen Hund ausgezeichnet.
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Der Havanese ist intelligent, lernbegeistert und überaus kooperativ, was die Erziehung in der Regel zum Vergnügen macht. Positive Verstärkung ist die perfekte Methode für diesen Menschen-zugewandten Hund. Er lernt Tricks und Kommandos schnell und mit sichtlicher Freude. Frühe Sozialisierung fördert sein natürlich freundliches Wesen. Trennungsangst ist das häufigste Verhaltensproblem und sollte von Anfang an durch schrittweises Training adressiert werden. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas länger dauern und erfordert Geduld und Konsequenz. Der Havanese eignet sich hervorragend für Anfänger und für verschiedene Hundesportarten.
Geschichte & Herkunft
Der Havanese stammt von kleinen Bichon-Hunden ab, die spanische Kolonisten im 16. Jahrhundert nach Kuba brachten. Auf der Insel entwickelte sich über Jahrhunderte eine eigenständige Rasse, die zum Liebling der kubanischen Aristokratie wurde und in den Salons der Oberschicht von Havanna ihren festen Platz hatte. Nach der kubanischen Revolution 1959 flohen viele wohlhabende Kubaner in die USA und brachten ihre Havanese mit. Die verbliebene Population auf Kuba ging drastisch zurück. In den USA begann in den 1970er Jahren eine systematische Zucht aus den wenigen überlebenden Exemplaren. Die FCI erkannte den Havanese unter der Nummer 250 als Bichon Havanais in der Gruppe 9 an. Heute ist der Havanese einer der beliebtesten kleinen Begleithunde in den USA und weltweit, während er auf Kuba selbst ironischerweise selten geworden ist.
Kosten im Überblick
| Futter | 30,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 100,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.200,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Havanese
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Besitzer eines Havanese empfehlenswert. Obwohl dieser kleine Hund ein geringes Schadensrisiko darstellt, kann jeder Hund in unvorhergesehenen Situationen Schäden verursachen. In vielen Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht ohnehin vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Havanese
Ist ein Havanese ein guter Familienhund?
Ja, der Havanese ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Havanese im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Havanese betragen durchschnittlich 100,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Havanese für Anfänger geeignet?
Ja, der Havanese ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Havanese?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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