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Islandhund

Der fröhliche Wikingerhund von der Vulkaninsel

Steckbrief

FCI-Nr.
289
Herkunft
Island
Größe
4246 cm
Gewicht
1114 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
FröhlichFreundlichNeugierigSelbstbewusstWachsam
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Islandhund ist die einzige Hunderasse, die ihren Ursprung in Island hat, und blickt auf eine über tausend Jahre alte Geschichte als treuer Begleiter der isländischen Bauern zurück. Mit seinem freundlichen Ausdruck, dem üppigen Fell und der fröhlich über dem Rücken getragenen Rute ist er ein charmanter Vertreter der nordischen Spitzhunde, der durch sein sonniges Gemüt und seine unerschütterliche Lebensfreude besticht. Mit einer Schulterhöhe von 42 bis 46 Zentimetern und einem Gewicht von 11 bis 14 Kilogramm ist der Islandhund ein kompakter Hund von mittlerer Größe. Sein dichtes Doppelfell kommt in zwei Längen vor: Langhaar und Kurzhaar, wobei beide Varianten eine üppige Unterwolle aufweisen. Die Fellfarben sind vielfältig und umfassen verschiedene Schattierungen von Lohfarbe, Rotbraun, Schokoladenbraun, Grau und Schwarz, stets mit weißen Abzeichen. Die aufrecht stehenden, mittelgroßen Ohren, die lebhaften dunklen Augen und die über dem Rücken eingerollte Rute verleihen ihm sein typisches, fröhliches Spitzerscheinungsbild. Der Charakter des Islandhundes ist sein größtes Kapital: Er ist ein ausgesprochen fröhlicher, kontaktfreudiger und liebenswürdiger Hund, der die Herzen aller Menschen gewinnt, denen er begegnet. Seine ansteckende Lebensfreude und sein gutmütiges Wesen machen ihn zu einem der angenehmsten Begleiter unter den nordischen Rassen. Er ist neugierig, selbstbewusst und stets bereit für neue Abenteuer. Im Familienkreis zeigt sich der Islandhund als liebevoller, anhänglicher Begleiter, der die Nähe seiner Menschen sucht und genießt. Kindern gegenüber ist er ausgesprochen freundlich, geduldig und verspielt, was ihn zu einem idealen Familienhund macht. Auch Fremden begegnet er in der Regel aufgeschlossen und freundlich, wobei er durchaus wachsam bleibt und Besucher zuverlässig ankündigt. Sein bellfreudiges Wesen ist ein Erbe seiner Vergangenheit als Hütehund, der die Schafe durch Bellen zusammentrieb und Raubvögel vertrieb. In der modernen Haltung kann diese Eigenschaft eine Herausforderung darstellen, weshalb frühzeitiges Anti-Bell-Training empfohlen wird. Der Bewegungsbedarf des Islandhundes ist moderat bis hoch. Er genießt ausgedehnte Spaziergänge in der Natur und ist ein begeisterter Wanderbegleiter. Hundesportarten wie Agility oder Obedience bieten ihm zusätzliche Beschäftigung und fördern die ohnehin enge Bindung zum Halter. Die Pflege des üppigen Doppelfells erfordert regelmäßiges Bürsten, besonders während des intensiven Fellwechsels. Ansonsten ist der Islandhund ein robuster, pflegeleichter Hund. Insgesamt ist der Islandhund ein wunderbarer Familienhund für aktive Menschen, die einen fröhlichen, unkomplizierten und treuen Begleiter suchen und mit seinem bellfreudigen Wesen umzugehen wissen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Islandhund fühlt sich am wohlsten in einem Haus mit Garten, wo er sich frei bewegen und seine Umgebung beobachten kann. Sein bellfreudiges Wesen macht ihn für die Wohnungshaltung weniger geeignet. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Er verträgt Kälte und raues Wetter hervorragend, leidet aber unter großer Hitze. Im Sommer sollten Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Der Islandhund braucht engen Kontakt zu seiner Familie und sollte nicht über längere Zeit allein bleiben. Er verträgt sich in der Regel gut mit anderen Hunden und Haustieren. Hundesport bietet eine ideale Ergänzung zum täglichen Auslauf und stärkt die Bindung.

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Ernährung

Der Islandhund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven Lebensstil gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätslevel. Omega-3-Fettsäuren, idealerweise aus Fischöl, unterstützen die Gesundheit des üppigen Fells. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet und die Agilität des Hundes einschränkt. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Als Nachfahre isländischer Bauernhunde verträgt er oft eine vielfältige Ernährung gut. Leckerlis eignen sich hervorragend als Trainingsbelohnung und sollten in die Tagesration eingerechnet werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Islandhund ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Patellaluxation ist möglich. Augenerkrankungen wie Katarakt und Distichiasis wurden vereinzelt beobachtet. Kryptorchismus tritt bei einigen Rüden auf. Aufgrund der vergleichsweise kleinen Zuchtpopulation sollte auf genetische Vielfalt geachtet werden. Das dichte Doppelfell erfordert regelmäßige Pflege, besonders während des Fellwechsels. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. In warmen Klimazonen sollte auf ausreichende Kühlung geachtet werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.

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Erziehung

Die Erziehung des Islandhundes ist dank seiner Intelligenz und seines kooperativen Wesens vergleichsweise unkompliziert. Positive Verstärkung ist die perfekte Methode für diesen begeisterungsfähigen Hund. Frühe Sozialisierung fördert sein natürlich offenes Wesen. Anti-Bell-Training sollte frühzeitig beginnen, da sein Hüteinstinkt ihn zum häufigen Bellen motiviert. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen und bereitet dem lernfreudigen Islandhund viel Freude. Konsequenz mit liebevoller Hand führt bei dieser Rasse schnell zum Erfolg. Geistige Beschäftigung durch Tricks und Suchspiele hält ihn ausgeglichen. Er ist weniger eigensinnig als viele andere nordische Rassen und eignet sich daher auch für engagierte Hundeanfänger.

Geschichte & Herkunft

Der Islandhund ist die einzige einheimische Hunderasse Islands und stammt von den Hunden ab, die die Wikinger im 9. und 10. Jahrhundert bei der Besiedlung Islands mitbrachten. Über tausend Jahre lang diente er den isländischen Bauern als unentbehrlicher Hütehund für Schafe und Pferde. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse durch Seuchen und die Hundesteuer fast ausgerottet. Engagierte Züchter in Island und später auch in Skandinavien retteten die Rasse. Die FCI erkannte den Islandhund unter der Nummer 289 an. Heute ist der Islandhund Islands Nationalhund und genießt besonderen Schutz. International ist er weiterhin selten, aber seine Popularität als Familienhund wächst stetig, besonders in Skandinavien und Deutschland.

Kosten im Überblick

Futter35,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt105,00 €/Monat
Jährlich1.260,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Islandhund

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Islandhundes empfehlenswert. Obwohl der Islandhund ein freundlicher, gutmütiger Hund ist, kann er als mittelgroßer, lebhafter Hund in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Islandhund

Ist ein Islandhund ein guter Familienhund?

Ja, der Islandhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Islandhund im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Islandhund betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Islandhund für Anfänger geeignet?

Ja, der Islandhund ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Islandhund?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Islandhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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