Islandhund
Islands einzige Hunderasse und fröhlicher Wikinger-Erbe
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 289
- Herkunft
- Island
- Größe
- 42–46 cm
- Gewicht
- 11–14 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Islandhund benötigt ein Haus mit Garten, vorzugsweise in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Seine starke Bellfreudigkeit macht eine innerstädtische Wohnungshaltung problematisch. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Er verträgt kalte Temperaturen und Wind hervorragend, kommt aber auch mit gemäßigtem Klima zurecht. Er ist ein extrem sozialer Hund, der unter Einsamkeit leidet und nicht stundenlang allein gelassen werden sollte. Die Haltung mit einem zweiten Hund kann vorteilhaft sein. Er verträgt sich gut mit anderen Haustieren.
Hundehaftpflicht vergleichen für Islandhund
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Der Islandhund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter in angemessener Menge für seine Größe und sein Aktivitätslevel. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht und Bewegungsumfang angepasst werden. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells. Übergewicht sollte vermieden werden. Leckerlis sind als Trainingsbelohnung wertvoll und sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Islandhund ist eine insgesamt gesunde und robuste Rasse, die von ihrer jahrhundertelangen natürlichen Selektion in der rauen isländischen Umgebung profitiert. Hüftgelenksdysplasie kann gelegentlich auftreten und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Patellaluxation ist bei einigen Linien dokumentiert. Kryptorchismus kommt bei Rüden gelegentlich vor. Die Rasse hatte in der Vergangenheit mit einer sehr kleinen Population zu kämpfen, weshalb die genetische Vielfalt begrenzt ist und verantwortungsvolle Zucht besonders wichtig ist. Zahnprobleme können auftreten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Islandhund
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Der Islandhund ist intelligent, kooperativ und lernwillig, was die Erziehung grundsätzlich erleichtert. Positive Verstärkung mit abwechslungsreichem Training ist die beste Methode. Das ausgeprägte Bellverhalten ist die größte Herausforderung und muss von Anfang an konsequent trainiert werden. Frühzeitige Sozialisierung ist wichtig, gelingt aber dank seines natürlich freundlichen Wesens problemlos. Hundesportarten wie Agility und Obedience bieten eine hervorragende Möglichkeit, seinen Arbeitseifer zu kanalisieren. Er reagiert empfindlich auf harte Erziehungsmethoden.
Geschichte & Herkunft
Der Islandhund wurde von den ersten nordischen Siedlern, vermutlich Wikingern, im 9. und 10. Jahrhundert nach Island gebracht. In der Isolation der Insel entwickelte er sich über ein Jahrtausend zu einer eigenständigen Rasse. Er war für die isländischen Bauern unverzichtbar beim Hüten der Schafe und Ponys in den weiten, unwegsamen Landschaften. Epidemien und Hungersnöte dezimierten die Population im 19. und 20. Jahrhundert dramatisch, und die Rasse stand mehrfach am Rand des Aussterbens. Dank intensiver Zuchtprogramme, insbesondere durch den Isländer Sigurður Pétursson und den Briten Mark Watson, konnte die Rasse gerettet werden. Die FCI erkannte den Islandhund unter der Nummer 289 an. In Island genießt er den Status eines nationalen Kulturguts.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 105,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.260,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Islandhund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Islandhund-Besitzer empfehlenswert. Obwohl er ein freundlicher, mittelkleiner Hund ist, können in verschiedenen Alltagssituationen Schäden entstehen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Häufige Fragen zum Islandhund
Ist ein Islandhund ein guter Familienhund?
Ja, der Islandhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Islandhund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Islandhund betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Islandhund für Anfänger geeignet?
Der Islandhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Islandhund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Islandhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.