Japanischer Chin
Der elegante Aristokrat mit dem katzenhaften Charme
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 206
- Herkunft
- Japan
- Größe
- 20–27 cm
- Gewicht
- 2–5 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Japanische Chin ist ein perfekter Wohnungshund. Er braucht wenig Platz und ist in der Wohnung ruhig und dezent. Kurze Spaziergänge und Spielzeit genügen seinem Bewegungsbedarf. Hitze verträgt er schlecht – an heißen Tagen sollte er in kühlen Räumen bleiben. Er ist ein Gesellschaftshund, der die Nähe seiner Menschen braucht und nicht gerne lange alleine bleibt. Kinder sollten alt genug sein, um respektvoll mit dem zierlichen Hund umzugehen. Die Fellpflege ist moderat – zwei- bis dreimal wöchentliches Bürsten reicht aus. Der Chin versteht sich in der Regel gut mit anderen Hunden und sogar Katzen. Er eignet sich besonders für ruhige Haushalte, Senioren und Wohnungsbesitzer.
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Der Japanische Chin braucht hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Zwei bis drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind ideal für den empfindlichen Magen. Die Futtermenge sollte dem geringen Körpergewicht angepasst werden – Übergewicht belastet die kleinen Gelenke und die Atemwege. Kleines Trockenfutter oder Nassfutter, das zur zierlichen Kieferstruktur passt, ist empfehlenswert. Omega-Fettsäuren unterstützen das seidige Fell. Leckerlis sollten sehr klein sein und von der Tagesration abgezogen werden. Manche Chins sind wählerische Esser, was mit Abwechslung im Speiseplan gelöst werden kann. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein. Bei Verdauungsproblemen kann leicht verdauliches Futter helfen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Japanische Chin hat als brachyzephale Rasse ein leicht verkürztes Gesicht, das zu Atemproblemen führen kann, wenn auch weniger ausgeprägt als bei anderen Kurznasenrassen. Patellaluxation ist eine häufige orthopädische Erkrankung. Herzprobleme, insbesondere Mitralklappenerkrankungen, kommen im Alter vor. GM2-Gangliosidose ist eine seltene, aber rassespezifische Speicherkrankheit, für die ein Gentest existiert. Augenprobleme wie Katarakt und progressive Retinaatrophie können auftreten. Der Chin ist empfindlich gegenüber Narkosemitteln, was dem Tierarzt mitgeteilt werden sollte. Hitzschlag ist ein Risiko bei warmem Wetter. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein aktueller Impfschutz sind wichtig.
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Der Japanische Chin ist intelligent und lernwillig, reagiert aber sensibel auf den Tonfall seines Besitzers. Harte Korrekturen verschließen diesen empfindlichen Hund und führen zu Angst oder Verweigerung. Positive Verstärkung mit Lob und kleinen Leckerlis ist die einzige empfehlenswerte Trainingsmethode. Der Chin lernt gerne Tricks und zeigt diese voller Freude vor. Kurze, spielerische Trainingseinheiten halten seine Aufmerksamkeit. Die Stubenreinheit kann etwas Geduld erfordern. Frühe Sozialisierung ist wichtig, damit der sensible Chin nicht scheu gegenüber fremden Menschen und Situationen wird. Eine sanfte, liebevolle Führung bringt bei diesem Hund die besten Ergebnisse.
Geschichte & Herkunft
Die genaue Herkunft des Japanischen Chins ist umstritten – wahrscheinlich stammt er ursprünglich aus China oder Korea und gelangte über den koreanischen Hof nach Japan. In Japan wurde er über Jahrhunderte als heiliger Hund des japanischen Kaiserhofes verehrt und gezüchtet. Nur dem Adel war es gestattet, diese Hunde zu besitzen. Im 17. Jahrhundert wurden die ersten Chins als diplomatische Geschenke nach Europa gebracht. Commodore Matthew Perry brachte 1853 bei der Öffnung Japans mehrere Chins in die USA, zwei davon als Geschenk für Königin Victoria. In Europa und Amerika gewann die Rasse schnell an Beliebtheit als eleganter Schoßhund. Die FCI erkennt den Japanischen Chin als eigenständige Rasse unter der Nummer 206 an.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 95,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.140,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Japanischer Chin
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Besitzer eines Japanischen Chins empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann auch ein kleiner Hund Unfälle verursachen, beispielsweise wenn er einem Radfahrer vor das Rad läuft. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die sehr geringen Versicherungskosten bieten wertvollen finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Japanischer Chin
Ist ein Japanischer Chin ein guter Familienhund?
Ja, der Japanischer Chin ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Japanischer Chin im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Japanischer Chin betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Japanischer Chin für Anfänger geeignet?
Ja, der Japanischer Chin ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Japanischer Chin?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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