Kishu
Japans stiller Samurai unter den Hunderassen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 318
- Herkunft
- Japan
- Größe
- 43–55 cm
- Gewicht
- 14–27 kg
- Lebenserwartung
- 11–15 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Kishu ist kein Wohnungshund und braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Der Zaun muss hoch und stabil sein, da der Kishu athletisch und ein guter Kletterer ist. Mindestens zwei Stunden Bewegung in der Natur sind täglich notwendig. Sein Fell schützt ihn bei verschiedenen Witterungsverhältnissen gut. Er ist ein ruhiger Hausbewohner, der wenig bellt. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden kann eingeschränkt sein, insbesondere mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Katzen und Kleintiere sind aufgrund des starken Jagdtriebs problematisch. Längeres Alleinsein verträgt er mäßig gut. Die Welpensuche außerhalb Japans ist extrem schwierig.
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Der Kishu benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden. Fischbasiertes Futter kann eine gute Option sein, da es den natürlichen Ernährungsgewohnheiten japanischer Rassen nahekommt. Bei Futtermittelallergien ist eine Ausschlussdiät empfehlenswert. Der Kishu ist ein effizienter Futterverwerter und neigt bei unzureichender Bewegung zu Übergewicht. Leckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Kishu ist eine ausgesprochen gesunde und robuste Rasse, die dank jahrhundertelanger natürlicher Selektion wenig anfällig für Erbkrankheiten ist. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann vorkommen, ist aber nicht weit verbreitet. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Allergische Hautreaktionen, insbesondere Futtermittelallergien, können vorkommen. Entropium, ein Einwärtsrollen des Augenlids, ist möglich. Aufgrund des extrem kleinen Genpools außerhalb Japans ist verantwortungsvolle Zucht besonders wichtig, um Inzuchtprobleme zu vermeiden. Die Lebenserwartung von 11 bis 15 Jahren ist für die Rassegröße gut. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sind empfehlenswert.
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Die Erziehung des Kishu erfordert viel Erfahrung, Geduld und ein tiefes Verständnis für japanische Hunderassen. Der Kishu ist intelligent, aber eigenständig und akzeptiert keine dominante Führung. Positive Verstärkung und eine respektvolle, partnerschaftliche Beziehung sind der Schlüssel. Harte Korrekturen führen zu dauerhaftem Vertrauensverlust. Frühe und umfassende Sozialisierung ist von größter Bedeutung. Der Jagdtrieb muss frühzeitig in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Ein zuverlässiger Rückruf ist schwierig zu erreichen. Hundeschule mit Erfahrung bei primitiven oder japanischen Rassen wird dringend empfohlen. Geduld ist die wichtigste Tugend bei der Kishu-Erziehung.
Geschichte & Herkunft
Der Kishu ist eine der ältesten japanischen Hunderassen und hat seinen Ursprung in der bergigen Region Kishu auf der Halbinsel Kii. Über Jahrhunderte wurde er von Jägern für die anspruchsvolle Jagd auf Wildschweine und Hirsche in steilem, unwegsamem Gelände eingesetzt. Die Isolation der Bergregion bewahrte die Reinheit der Rasse. 1934 wurde der Kishu zum japanischen Naturdenkmal erklärt. Ursprünglich kamen verschiedene Fellfarben vor, doch nach einer Verordnung von 1934, die bunte Hunde von der Zucht ausschloss, setzte sich das weiße Fell durch. In Japan gibt es heute nur wenige Tausend Kishus, außerhalb Japans sind sie extrem selten. Die FCI erkennt den Kishu unter der Nummer 318 an.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 130,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.560,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Kishu
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Kishu-Besitzer empfehlenswert. Der Kishu ist ein kräftiger Hund mit starkem Jagdtrieb und ausgeprägter Reserviertheit gegenüber Fremden. Diese Eigenschaften erfordern besondere Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht.
Häufige Fragen zum Kishu
Ist ein Kishu ein guter Familienhund?
Ja, der Kishu ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Kishu im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Kishu betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Kishu für Anfänger geeignet?
Der Kishu ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Kishu?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Kishu braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.