Kromfohrländer
Deutschlands jüngster Rassehund aus dem Siegerland
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 192
- Herkunft
- Deutschland
- Größe
- 38–46 cm
- Gewicht
- 9–16 kg
- Lebenserwartung
- 13–17 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Kromfohrländer eignet sich gut für die Wohnungshaltung, sofern sein Bewegungsbedarf erfüllt wird. Tägliche Spaziergänge von mindestens einer Stunde sind empfehlenswert. Er verträgt moderate Temperaturen am besten. Der Kromfohrländer ist ein ausgesprochener Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht und nicht über längere Zeit alleine bleiben sollte. Die Fellpflege ist unkompliziert. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden hängt stark von der Sozialisierung ab. Ein Garten ist willkommen, aber nicht zwingend erforderlich. Der Kromfohrländer eignet sich als Begleiter für Familien, Paare und Senioren, die einen treuen, ruhigen Hund suchen.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Kromfohrländer benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seiner Größe und seinem Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt seine Gesundheit. Bei Hunden mit Cystinurie-Veranlagung kann eine purinarme Ernährung notwendig sein, dies sollte mit dem Tierarzt besprochen werden. Omega-Fettsäuren fördern die Fell- und Hautgesundheit. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Übergewicht sollte vermieden werden. Leckerlis für das Training sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Bei empfindlicher Verdauung kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Kromfohrländer hat aufgrund seiner kleinen genetischen Basis ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erbkrankheiten. Die Autoimmunerkrankung Hyperkeratose der Ballen kommt rassespezifisch vor. Epilepsie tritt in einigen Linien auf und sollte bei der Zuchtauswahl beachtet werden. Patellaluxation ist möglich. Cystinurie, eine Stoffwechselerkrankung, kommt in der Rasse vor und kann zu Nierensteinen führen. Autoimmunerkrankungen allgemein treten häufiger auf als bei vielen anderen Rassen. Von-Willebrand-Krankheit, eine Blutgerinnungsstörung, ist bekannt. Gentests für verschiedene Erbkrankheiten sind verfügbar und sollten bei Zuchttieren durchgeführt werden. Seriöse Züchter arbeiten aktiv an der genetischen Gesundheit der Rasse. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Kromfohrländer ist ein intelligenter, lernwilliger Hund, der sich mit positiver Verstärkung hervorragend erziehen lässt. Seine Sensibilität erfordert eine sanfte, geduldige Erziehung ohne Strenge. Harte Korrekturen verunsichern diesen feinfühligen Hund nachhaltig. Frühe und umfassende Sozialisierung ist besonders wichtig, um seine natürliche Reserviertheit gegenüber Fremden in kontrollierte Bahnen zu lenken. Der Besuch einer Hundeschule ist sehr empfehlenswert. Das Alleinsein muss behutsam und schrittweise geübt werden. Bellverhalten sollte frühzeitig reguliert werden. Positive Erlebnisse mit verschiedenen Menschen, Umgebungen und Situationen stärken sein Selbstvertrauen. Der Kromfohrländer eignet sich gut für geduldige Anfänger.
Geschichte & Herkunft
Der Kromfohrländer ist eine der jüngsten FCI-anerkannten Hunderassen. Er entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine Hündin namens Original Fiffie, die vermutlich ein Fox-Terrier-Mix war, sich mit einem Griffon-Vendéen-Rüden namens Peter verpaarte. Die resultierenden Welpen begeisterten die Siegerländer Züchterin Ilse Schleifenbaum so sehr, dass sie eine systematische Zucht aufbaute. Die Rasse wurde nach der Gemeinde Kromfohr bei Siegen benannt. 1955 erkannte die FCI den Kromfohrländer unter der Nummer 192 als eigenständige Rasse an. Die kleine Zuchtbasis stellte von Beginn an eine Herausforderung dar, und Inzuchtprobleme beschäftigen die Züchter bis heute. Einkreuzungsprojekte mit Dansk-Svensk Gardhunden sollen die genetische Vielfalt erweitern. Der Kromfohrländer ist hauptsächlich in Deutschland verbreitet und international kaum bekannt.
Kosten im Überblick
| Futter | 40,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 115,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.380,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Kromfohrländer
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Kromfohrländer-Besitzer empfehlenswert. Auch ein freundlicher, mittelgroßer Hund kann in unvorhergesehenen Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten wichtigen finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Kromfohrländer
Ist ein Kromfohrländer ein guter Familienhund?
Ja, der Kromfohrländer ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Kromfohrländer im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Kromfohrländer betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Kromfohrländer für Anfänger geeignet?
Ja, der Kromfohrländer ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Kromfohrländer?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.