Labradoodle
Der Original-Designerhund mit dem lockigen Charme
Steckbrief
- Herkunft
- Australien
- Größe
- 35–65 cm
- Gewicht
- 15–35 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Designerhund (keine FCI-Anerkennung)
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Standard-Labradoodle braucht ein Haus mit Garten. Miniatur-Varianten können in einer geräumigen Wohnung leben. Mindestens anderthalb bis zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig. Schwimmen und Apportieren sind ideale Aktivitäten. Fellpflege richtet sich nach dem Felltyp – professionelles Grooming alle sechs bis acht Wochen bei lockigem Fell. Der Labradoodle ist ein sozialer Hund, der die Nähe seiner Menschen braucht. Alleinbleiben sollte schrittweise trainiert werden. Er eignet sich als Familienhund, Therapiehund und Assistenzhund. Die Anschaffungskosten sind mit 1.500 bis 3.500 Euro oft hoch. Achten Sie auf seriöse Züchter mit Gesundheitstests.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Labradoodle braucht hochwertiges Futter, angepasst an Größe und Aktivitätslevel. Die Futtermotivation des Labradors kann vererbt werden – Gewichtskontrolle ist wichtig. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Hochwertiges Protein und ausgewogene Nährstoffe sind empfehlenswert. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell und Haut. Bei Allergien kann ein hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Leckerlis für das Training von der Tagesration abziehen. Bei großen Labradoodles das Magendrehungsrisiko beachten. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Die Futterkosten variieren je nach Größe erheblich.
Gesundheit & Krankheiten
Der Labradoodle kann Gesundheitsprobleme beider Elternrassen erben. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommen bei beiden Elternrassen vor. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist bei Labrador und Pudel erblich. Exercise Induced Collapse (EIC) kann vom Labrador vererbt werden. Von-Willebrand-Krankheit und Addison-Krankheit kommen beim Pudel vor. Ohrenentzündungen sind bei Hängeohren häufig. Allergien und Hautprobleme können auftreten. Sebaceous Adenitis ist eine Hautkrankheit des Pudels. Seriöse Züchter führen umfassende Gesundheitstests beider Elterntiere durch. Die tatsächliche Hybridvitalität variiert individuell. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Labradoodle erbt in der Regel die Lernfreude und den Will to Please des Labradors, was die Erziehung erleichtert. Positive Verstärkung mit Futter und Spiel ist hocheffektiv. Frühe Sozialisierung macht den freundlichen Labradoodle zum souveränen Begleiter. Grundgehorsam lässt sich in der Regel unkompliziert aufbauen. Rückruftraining sollte geübt werden. Impulskontrolle ist wichtig, besonders wenn der Labradoodle die Begeisterungsfähigkeit des Labradors geerbt hat. Hundeschule ist empfehlenswert. Der Labradoodle eignet sich als Anfängerhund und für verschiedene Hundesportarten. Das Alleinbleiben muss schrittweise geübt werden.
Geschichte & Herkunft
Der Labradoodle hat eine besondere Entstehungsgeschichte. 1989 kreuzte Wally Conron bei der Royal Guide Dogs Association of Australia erstmals gezielt einen Labrador Retriever mit einem Standardpudel. Der Grund: Eine sehbehinderte Frau brauchte einen Blindenführhund, aber ihr Mann war allergisch gegen Hundehaare. Der erste Wurf brachte „Sultan" hervor, der sowohl als Blindenführhund geeignet war als auch hypoallergenes Fell hatte. Die Kreuzung löste einen weltweiten Trend aus. Conron selbst bedauerte später, diese „Büchse der Pandora" geöffnet zu haben, da die Popularität zu unkontrollierter Vermehrung führte. In Australien wird an der Australian Labradoodle als eigenständiger Rasse gearbeitet, die inzwischen auch Cocker-Spaniel-Linien einschließt.
Kosten im Überblick
| Futter | 55,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 150,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.800,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Labradoodle
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Labradoodle-Besitzer empfehlenswert. Je nach Größe kann der Labradoodle erhebliches Gewicht erreichen und unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Versicherungsbeiträge bieten wichtigen finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Labradoodle
Ist ein Labradoodle ein guter Familienhund?
Ja, der Labradoodle ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Labradoodle im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Labradoodle betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Labradoodle für Anfänger geeignet?
Ja, der Labradoodle ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Labradoodle?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Labradoodle braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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