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Lakeland Terrier

Der furchtlose Bergterrier aus dem Lake District

Steckbrief

FCI-Nr.
70
Herkunft
Großbritannien
Größe
3337 cm
Gewicht
78 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Terrier
Charakter
MutigLebhaftSelbstbewusstFreundlichUnerschrocken
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Lakeland Terrier ist ein eleganter, kompakter Terrier aus dem englischen Lake District, der mit seiner quadratischen Silhouette, seinem drahtigen Fell und seinem unerschrockenen Charakter den Inbegriff des Arbeitsterriers verkörpert. Gezüchtet um Füchse zu bekämpfen, die Lämmer rissen, vereint dieser kleine, aber furchtlose Hund Härte und Eleganz auf einzigartige Weise. Mit einer Schulterhöhe von 33 bis 37 Zentimetern und einem Gewicht von 7 bis 8 Kilogramm ist der Lakeland Terrier ein kleiner, quadratisch gebauter Hund von kompakter, eleganter Erscheinung. Sein dichtes, drahtiges Deckhaar mit weicher Unterwolle gibt ihm ein gepflegtes, attraktives Aussehen. Die Fellfarben sind vielfältig: Schwarz und Loh, Blau und Loh, Rot, Weizenfarben, Rot-Grizzle, Leberfarben und Blau. Der schmale, ausdrucksstarke Kopf mit dem typischen Terrierbart, den V-förmigen Ohren und den kleinen, dunklen, funkelnden Augen verleiht ihm einen wachen, entschlossenen und zugleich charmanten Ausdruck. Charakterlich ist der Lakeland Terrier ein Hund von bemerkenswertem Mut und unerschütterlichem Selbstbewusstsein. Er ist lebhaft, energisch und stets bereit für Action. Sein Arbeitseifer und seine Entschlossenheit sind bemerkenswert – als Arbeiterrier, der in den steilen Felshängen des Lake District Füchse stellte, musste er hart, ausdauernd und absolut furchtlos sein. Diese Eigenschaften hat er bis heute bewahrt. Im Familienalltag ist der Lakeland ein fröhlicher, unterhaltsamer Begleiter voller Energie und Lebensfreude. Er liebt Kinder und spielt mit Begeisterung. Sein Humor und seine Verspieltheit sind ansteckend. Er ist ein wachsamer Hund, der sein Territorium aufmerksam überwacht. Sein Bewegungsbedarf ist hoch für seine Größe, und er braucht regelmäßige körperliche und geistige Auslastung, um ausgeglichen zu sein. Die Pflege des drahtigen Fells erfordert regelmäßiges Trimmen alle sechs bis acht Wochen. Das Fell sollte von Hand gestrippt statt geschoren werden, um Textur und Farbe zu erhalten. Zwischen den Trimmterminen reicht wöchentliches Bürsten. Der Lakeland haart kaum und gilt als allergikerfreundlich. Bart und Augenbrauen brauchen besondere Pflege. Der Lakeland Terrier ist ein wundervoller Begleiter für aktive Menschen, die einen kleinen, aber charakterstarken und mutigen Hund suchen. Sein elegantes Erscheinungsbild, seine unerschrockene Art und seine fröhliche Persönlichkeit machen ihn zu einem Hund, der das Leben seiner Familie mit Abenteuer und Freude bereichert.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Lakeland Terrier kann auch in einer Wohnung gehalten werden, braucht aber ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Mindestens eineinhalb Stunden aktive Bewegung pro Tag sind empfehlenswert. Hundesport wie Agility oder Erdarbeiten kommen seinen natürlichen Anlagen entgegen. Der Lakeland ist ein geselliger Familienhund, der den Kontakt zu seinen Menschen braucht. Er kann einige Stunden alleine bleiben, wenn er es gewohnt ist. Der Garten muss sicher eingezäunt sein, da der Lakeland ein geschickter Gräber und Ausbrecher sein kann. Er verträgt verschiedene Klimabedingungen hervorragend dank seines dichten Doppelfells. Die regelmäßige Fellpflege und das Trimmen müssen eingeplant werden. Er eignet sich für aktive Familien und erfahrene Hundehalter.

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Ernährung

Der Lakeland Terrier benötigt hochwertiges Futter, das seinem aktiven Lebensstil gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge sollte dem Aktivitätslevel angepasst werden. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt seine Muskulatur und Energie. Der Lakeland ist ein aktiver Hund, der bei ausreichender Bewegung selten zu Übergewicht neigt. Omega-Fettsäuren sind gut für das drahtige Fell und die Haut. Leckerlis sind wichtig für das Training und sollten von der Tagesration abgezogen werden. Bei Allergien kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Zahnpflegende Kauartikel unterstützen die Zahnhygiene. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Lakeland Terrier ist eine grundsätzlich gesunde und langlebige Rasse. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (Hüftkopfnekrose) kann bei kleinen Terriern auftreten. Linsenluxation ist eine bekannte Augenerkrankung, für die eine genetische Veranlagung bestehen kann. Von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörung) kommt selten vor. Patellaluxation ist möglich. Allergien und Hautprobleme treten gelegentlich auf. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Zahnprobleme können bei kleinen Rassen vorkommen. Insgesamt ist der Lakeland Terrier eine robuste Rasse mit einer hohen Lebenserwartung, die auf die natürliche Selektion in der rauen Landschaft des Lake District zurückzuführen ist. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Parasitenprophylaxe sind wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Lakeland Terriers erfordert Erfahrung, Konsequenz und einen guten Sinn für Humor. Dieser intelligente, eigenwillige Hund lernt schnell, hat aber seinen eigenen Kopf und testet Grenzen aus. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Abwechslungsreiches, spielerisches Training hält sein Interesse aufrecht. Frühe Sozialisierung ist wichtig, besonders in Bezug auf andere Hunde und Kleintiere. Der Jagdinstinkt ist stark ausgeprägt und muss von Anfang an in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Der Rückruf sollte intensiv trainiert werden. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei Terriern ist empfehlenswert. Anti-Jagd-Training kann sinnvoll sein. Konsequenz ohne Härte ist der Schlüssel zu einem gut erzogenen Lakeland.

Geschichte & Herkunft

Der Lakeland Terrier stammt aus dem Lake District in Nordwestengland, einer rauen Berglandschaft mit Schafweiden und steilen Felshängen. Dort wurde er seit dem 18. Jahrhundert von Bauern gezüchtet, um Füchse zu bekämpfen, die ihre Lämmer rissen. Im Gegensatz zu vielen anderen Terrierrassen musste der Lakeland den Fuchs nicht nur aufspüren, sondern ihn in den engen, felsigen Höhlen der Berge stellen und töten. Diese extreme Anforderung machte ihn zu einem der mutigsten und härtesten aller Terrier. Aus verschiedenen lokalen Terriertypen – dem Border Terrier, dem Bedlington Terrier und dem Dandie Dinmont Terrier – entwickelte sich der heutige Lakeland. Die Rasse wurde 1921 vom Kennel Club anerkannt. Der Lakeland Terrier ist auf Ausstellungen sehr erfolgreich und gewann mehrmals Best in Show bei der Crufts.

Kosten im Überblick

Futter30,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt105,00 €/Monat
Jährlich1.260,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Lakeland Terrier

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Lakeland-Terrier-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Lakeland ein kleiner Hund ist, kann sein ausgeprägter Jagdinstinkt in manchen Situationen zu unvorhergesehenen Ereignissen führen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden Schutz vor finanziellen Folgen.

Häufige Fragen zum Lakeland Terrier

Ist ein Lakeland Terrier ein guter Familienhund?

Ja, der Lakeland Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Lakeland Terrier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Lakeland Terrier betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Lakeland Terrier für Anfänger geeignet?

Der Lakeland Terrier ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Lakeland Terrier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Lakeland Terrier braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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