Lhasa Apso
Der stolze Tempelwächter aus dem Dach der Welt
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 227
- Herkunft
- Tibet (China)
- Größe
- 22–28 cm
- Gewicht
- 5–8 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Lhasa Apso ist ein ausgezeichneter Wohnungshund, der sich in jeder Wohnungsgröße wohlfühlt. Moderate tägliche Spaziergänge reichen für seine Auslastung. Er ist ein guter Wächter und meldet zuverlässig jeden Besucher, was in Mehrfamilienhäusern beachtet werden sollte. Der Lhasa Apso kann einige Stunden alleine bleiben, braucht aber den regelmäßigen Kontakt zu seinen Menschen. Die aufwendige Fellpflege muss eingeplant werden. Extreme Hitze verträgt er aufgrund seines dichten Fells schlecht. Er eignet sich gut als Begleiter für ältere Menschen und Paare. Familien mit kleinen Kindern sollten eine andere Rasse in Betracht ziehen.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Lhasa Apso benötigt hochwertiges Futter in angemessener Menge für seine kleine Statur. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge sorgfältig kontrollieren, da Übergewicht den Rücken und die Gelenke belastet. Kleine Kroketten oder Frischfutter in mundgerechten Stücken sind empfehlenswert. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des langen Fells. Bei Nierenproblemen muss die Ernährung unter tierärztlicher Anleitung angepasst werden. Regelmäßige Zahnpflege durch geeignete Kauartikel unterstützen. Leckerlis von der Tagesration abziehen. Frisches Wasser immer bereitstellen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Lhasa Apso ist eine robuste, langlebige Rasse. Patellaluxation ist die häufigste orthopädische Erkrankung. Augenprobleme wie Keratoconjunctivitis sicca (trockenes Auge), Progressive Retinaatrophie (PRA) und Cherry Eye kommen vor. Nierendysplasie ist eine seltene, aber schwere erbliche Erkrankung. Zahnprobleme sind bei kleinen Rassen häufig. Allergien und Hautprobleme können insbesondere bei unzureichender Fellpflege auftreten. Bandscheibenprobleme sind möglich, da der Lhasa Apso einen relativ langen Rücken hat. Ohrentzündungen können durch das dichte Ohrfell begünstigt werden. Regelmäßige Vorsorge, Augenkontrollen und Zahnpflege sind empfehlenswert.
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Die Erziehung des Lhasa Apso erfordert Geduld und Verständnis für sein eigenständiges Wesen. Er ist intelligent, aber nicht unbedingt bereit, bedingungslos zu gehorchen. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob funktioniert am besten. Harte Methoden führen zu Widerstand und Vertrauensverlust. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, da der Lhasa Apso von Natur aus misstrauisch gegenüber Fremden ist. Übermäßiges Bellen sollte frühzeitig angesprochen werden. Das Training in kurzen, abwechslungsreichen Einheiten gestalten. Der Lhasa Apso muss von klein auf lernen, sich bürsten und pflegen zu lassen.
Geschichte & Herkunft
Der Lhasa Apso blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte in Tibet zurück. Er wurde in den buddhistischen Klöstern und im Potala-Palast in Lhasa als Wachhund gehalten, der vor Eindringlingen warnte. Die Tibeter betrachteten ihn als heiliges Tier und Glücksbringer. Der Name „Apso" leitet sich möglicherweise vom tibetischen Wort für Ziege ab, da sein Fell an Ziegenhaar erinnert. Lhasa Apsos durften nicht verkauft, sondern nur als Zeichen höchster Wertschätzung verschenkt werden. Der Dalai Lama schenkte den ersten Lhasa Apsos in den 1930er Jahren dem amerikanischen Naturforscher C. Suydam Cutting. Der AKC erkannte die Rasse 1935 an. In Europa verbreitete sich die Rasse ab den 1960er Jahren.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 100,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.200,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Lhasa Apso
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Lhasa-Apso-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann der wachsame Lhasa Apso in bestimmten Situationen Schäden verursachen, etwa durch sein lautes Bellen oder defensives Verhalten gegenüber Fremden. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Die geringen Kosten bieten umfassenden Schutz.
Häufige Fragen zum Lhasa Apso
Ist ein Lhasa Apso ein guter Familienhund?
Ja, der Lhasa Apso ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Lhasa Apso im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Lhasa Apso betragen durchschnittlich 100,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Lhasa Apso für Anfänger geeignet?
Der Lhasa Apso ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Lhasa Apso?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.
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