Löwchen
Der mutige kleine Löwenhund des Adels
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 233
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 25–33 cm
- Gewicht
- 4–8 kg
- Lebenserwartung
- 13–15 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Das Löwchen ist ein idealer Wohnungshund, der sich in Wohnungen jeder Größe wohlfühlt. Sein moderater Bewegungsbedarf macht es auch für weniger aktive Halter geeignet. Tägliche Spaziergänge und Spieleinheiten sind dennoch wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Das Löwchen verträgt moderate Temperaturen am besten. Es ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seinen Menschen braucht und nicht gerne alleine bleibt. Die regelmäßige Fellpflege muss eingeplant werden. Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren ist in der Regel sehr gut. Das Löwchen eignet sich hervorragend als Begleiter für Senioren, Familien und Paare. Hundesportarten wie Agility im Mini-Bereich oder Obedience bieten willkommene Abwechslung.
Hundehaftpflicht vergleichen für Löwchen
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Das Löwchen benötigt hochwertiges Futter in angemessenen Portionen für kleine Rassen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Hochwertiges Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt die Gesundheit des langen, seidigen Fells. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren fördern die Fell- und Hautgesundheit. Die geringe Körpergröße bedeutet, dass selbst kleine Futtermengen einen großen Einfluss auf das Gewicht haben. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die empfindlichen Kniegelenke belastet. Zahnpflegesnacks ergänzen die regelmäßige Zahnhygiene. Leckerlis für das Training sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Das Löwchen ist grundsätzlich eine gesunde, robuste kleine Rasse mit wenigen rassetypischen Erkrankungen. Patellaluxation kommt wie bei vielen kleinen Rassen gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sind mögliche Augenerkrankungen, für die Gentests verfügbar sind. Hüftgelenksdysplasie tritt selten auf. Zahnprobleme und Zahnsteinbildung erfordern regelmäßige Zahnpflege. Allergien und Hautprobleme sind selten, aber möglich. Die relativ kleine Zuchtbasis kann zu Inzuchtproblemen führen, weshalb ein seriöser Züchter auf genetische Vielfalt achtet. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich. Die Lebenserwartung ist mit 13 bis 15 Jahren erfreulich hoch.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Löwchen
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Das Löwchen ist ein intelligenter, lernfreudiger Hund, der sich mit positiver Verstärkung hervorragend erziehen lässt. Seine Begeisterungsfähigkeit und sein Wille zu gefallen machen das Training zu einem Vergnügen für Hund und Halter. Frühe Sozialisierung stärkt das ohnehin vorhandene Selbstbewusstsein und fördert einen ausgeglichenen Charakter. Der Besuch einer Hundeschule ist empfehlenswert und bietet dem Löwchen wertvolle soziale Kontakte. Das Alleinsein sollte schrittweise geübt werden. Bellverhalten kann auftreten und sollte frühzeitig reguliert werden. Tricks und Kunststücke lernt das Löwchen mit Begeisterung. Es eignet sich ausgezeichnet für Hundeanfänger, die sich mit der Rasse befassen.
Geschichte & Herkunft
Das Löwchen hat eine lange Geschichte als Begleithund des europäischen Adels. Darstellungen von kleinen Hunden mit der typischen Löwenschur finden sich in Gemälden und Wandteppichen ab dem 15. Jahrhundert. Albrecht Dürer und Francisco de Goya haben Hunde abgebildet, die dem heutigen Löwchen ähneln. Die Rasse war in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden verbreitet. Im 20. Jahrhundert ging die Zucht dramatisch zurück, und in den 1960er Jahren wurde das Löwchen im Guinness-Buch der Rekorde als seltenste Hunderasse der Welt geführt. Engagierte Züchter, insbesondere Madame Bennert aus Belgien, retteten die Rasse vor dem Aussterben. Die FCI erkannte das Löwchen unter der Nummer 233 an. Heute ist die Rasse zwar noch selten, aber stabil und hat eine wachsende Fangemeinde in Europa und Nordamerika.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 90,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.080,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Löwchen
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Löwchen-Besitzer empfehlenswert. Selbst ein kleiner Hund kann in unvorhergesehenen Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die geringen Beiträge bieten sinnvollen finanziellen Schutz für verantwortungsvolle Hundehalter.
Häufige Fragen zum Löwchen
Ist ein Löwchen ein guter Familienhund?
Ja, der Löwchen ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Löwchen im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Löwchen betragen durchschnittlich 90,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Löwchen für Anfänger geeignet?
Ja, der Löwchen ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Löwchen?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
Passende Ratgeber
Nützliche Tools
Ähnliche Rassen
Französische Bulldogge
Der charmante Großstadthund mit den unverwechselbaren Fledermausohren
Chihuahua
Der kleinste Hund der Welt mit dem größten Selbstbewusstsein
Jack Russell Terrier
Kleiner Körper, riesiges Temperament – der unermüdliche Terrier
Dackel (Dachshund)
Der eigensinnige Klassiker mit dem langen Körper und großem Herz