Mastiff (English Mastiff)
Der gutmütige Koloss unter den Hunderassen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 264
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 70–76 cm
- Gewicht
- 55–100 kg
- Lebenserwartung
- 7–10 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Mastiff braucht viel Platz und ist für eine Wohnung nicht geeignet. Ein Haus mit Garten ist ideal, wobei der Garten sicher eingezäunt sein muss. Der Bewegungsbedarf ist moderat, aber tägliche Spaziergänge sind wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Extreme Hitze verträgt der Mastiff schlecht, im Sommer sollten Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Der Mastiff sabbert erheblich, was in Kauf genommen werden muss. Er ist ein Familienhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Treppensteigen sollte aufgrund der Gelenkbelastung minimiert werden. Die Transportfrage muss bedacht werden – nicht jedes Auto bietet genug Platz für einen ausgewachsenen Mastiff. Die erheblichen laufenden Kosten für Futter, Tierarzt und Versicherung müssen eingeplant werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Mastiff benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter in erheblichen Mengen. Die monatlichen Futterkosten können bei einem Hund dieser Größe beträchtlich sein und sollten vor der Anschaffung einkalkuliert werden. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind unerlässlich, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Anti-Schling-Näpfe und erhöhte Futternäpfe sind empfehlenswert. Welpen sehr großer Rassen brauchen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Übergewicht muss unbedingt vermieden werden, da jedes zusätzliche Kilogramm die ohnehin stark belasteten Gelenke weiter strapaziert. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen sind von Anfang an sinnvoll. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Mastiff hat aufgrund seiner extremen Größe und seines schweren Körperbaus einige ernstzunehmende Gesundheitsrisiken. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind sehr häufig. Magendrehung ist aufgrund des enormen, tiefen Brustkorbs ein lebensbedrohliches Risiko. Kreuzbandrisse treten aufgrund des hohen Gewichts häufig auf. Osteosarkom (Knochenkrebs) ist bei großen Rassen verbreitet. Herzerkrankungen, insbesondere Aortenstenose und dilatative Kardiomyopathie, kommen vor. Entropium und Ektropium sind häufige Augenprobleme. Die vergleichsweise kurze Lebenserwartung von 7 bis 10 Jahren ist typisch für sehr große, schwere Rassen. Gewichtskontrolle und angepasste Bewegung sind entscheidend für die Lebensqualität.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des Mastiffs ist vergleichsweise unkompliziert, da er ein kooperativer, menschenbezogener Hund ist. Positive Verstärkung und freundliche Konsequenz sind die besten Methoden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, damit der Mastiff verschiedene Menschen und Situationen als normal akzeptiert. Aufgrund seiner enormen Größe ist eine solide Grundausbildung unverzichtbar – ein 100-Kilogramm-Hund, der an der Leine zieht oder auf Menschen springt, ist nicht mehr kontrollierbar. Leinenführigkeit sollte von Anfang an konsequent trainiert werden. Der Mastiff lernt gerne, kann aber stur sein. Geduld und kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten sind effektiver als langes, monotones Üben.
Geschichte & Herkunft
Der Mastiff gehört zu den ältesten Hunderassen und geht auf antike Molosser-Hunde zurück. Bereits die Babylonier und Ägypter hielten Hunde dieses Typs. In England wurde der Mastiff seit dem Mittelalter als Wach- und Kriegshund eingesetzt. Im Hundertjährigen Krieg soll Sir Peers Legh 1415 in der Schlacht von Azincourt von seiner Mastiff-Hündin beschützt worden sein. Im 19. Jahrhundert wurde der Mastiff auch für Bären- und Bullenkämpfe missbraucht, bis diese grausamen Veranstaltungen verboten wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse in England beinahe ausgestorben, wurde aber mit Hilfe amerikanischer und kanadischer Zuchtlinien wieder aufgebaut. Die FCI führt den Mastiff unter der Nummer 264. Heute ist er weltweit als gutmütiger Familienhund bekannt und geschätzt.
Kosten im Überblick
| Futter | 100,00 €/Monat |
| Versicherung | 55,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 40,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 235,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.820,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Mastiff (English Mastiff)
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Mastiff-Besitzer absolut unverzichtbar. Ein Hund, der bis zu 100 Kilogramm und mehr wiegen kann, hat allein durch seine schiere Masse das Potenzial, erhebliche Schäden zu verursachen, selbst ohne jede aggressive Absicht. Die Versicherung sollte eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro bieten. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.
Häufige Fragen zum Mastiff (English Mastiff)
Ist ein Mastiff (English Mastiff) ein guter Familienhund?
Ja, der Mastiff (English Mastiff) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Mastiff (English Mastiff) im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Mastiff (English Mastiff) betragen durchschnittlich 235,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (55,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Mastiff (English Mastiff) für Anfänger geeignet?
Der Mastiff (English Mastiff) ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Mastiff (English Mastiff)?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.