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Norfolk Terrier

Der kleine Charmebolzen mit den Kippohren

Steckbrief

FCI-Nr.
272
Herkunft
Großbritannien
Größe
2426 cm
Gewicht
56 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Terrier
Charakter
LebhaftMutigFreundlichAnpassungsfähigSelbstbewusst
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Norfolk Terrier gehört zu den kleinsten Arbeitsterriern und besticht durch sein charmantes Erscheinungsbild mit den nach vorne fallenden Kippohren, die ihn vom nah verwandten Norwich Terrier unterscheiden. Trotz seiner geringen Größe ist er ein echter Terrier durch und durch – mutig, lebhaft und mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt ausgestattet. Sein freundliches, unkompliziertes Wesen macht ihn jedoch zu einem hervorragenden Begleithund. Mit einer Schulterhöhe von nur 24 bis 26 Zentimetern und einem Gewicht von 5 bis 6 Kilogramm ist der Norfolk Terrier einer der kleinsten Terrier. Sein drahtiges, hartes Fell mit dichter Unterwolle gibt ihm ein struppiges, rustikales Aussehen. Die Fellfarben umfassen Rot, Weizenfarben, Schwarz mit Loh und Grizzle. Seine nach vorne fallenden Kippohren sind sein deutlichstes Erkennungsmerkmal und verleihen ihm einen freundlichen, etwas verschmitzten Ausdruck. Der kompakte, kräftige Körperbau zeigt, dass dieser kleine Hund für die harte Arbeit auf dem Land gezüchtet wurde. Charakterlich ist der Norfolk Terrier ein liebenswerter kleiner Kerl mit großer Persönlichkeit. Er ist freundlicher und weniger streitlustig als viele andere Terrierrassen, was ihn zu einem ausgezeichneten Gesellschaftshund macht. Seine Lebhaftigkeit und sein Humor sind ansteckend – er liebt es, seine Menschen zu unterhalten und im Mittelpunkt zu stehen. Gleichzeitig bewahrt er den typischen Terrier-Mut und die Bereitschaft, sich jeder Herausforderung zu stellen. Im Familienalltag ist der Norfolk Terrier ein bezaubernder, unkomplizierter Begleiter. Er kommt gut mit Kindern aus und ist robust genug für lebhaftes Spiel. Sein Bewegungsbedarf ist moderat, und er passt sich verschiedenen Lebenssituationen gut an. Er ist wachsam und meldet Besucher, ohne ein übermäßiger Kläffer zu sein. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut, was ihn auch für Mehrhundehaushalte geeignet macht. Die Pflege des drahtigen Fells erfordert regelmäßiges Bürsten und gelegentliches Trimmen. Das Fell sollte getrimmt statt geschoren werden, um die Textur zu erhalten. Der Norfolk haart moderat und ist insgesamt pflegeleicht. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Der Norfolk Terrier ist ein wunderbarer kleiner Hund für alle, die einen fröhlichen, mutigen und unkomplizierten Begleiter suchen. Seine freundliche Art und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem idealen Hund für verschiedenste Lebenssituationen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Norfolk Terrier ist ein ausgezeichneter Wohnungshund, der sich verschiedenen Lebenssituationen gut anpasst. Etwa eine Stunde Bewegung pro Tag reicht aus, ergänzt durch Spiele und geistige Beschäftigung. Der Norfolk ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seinen Menschen braucht und nicht gerne alleine ist. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein, da der Norfolk gerne gräbt. Er verträgt verschiedene Klimabedingungen gut. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut. Bei kleinen Haustieren ist Vorsicht geboten, da der Jagdinstinkt durchschlagen kann. Er eignet sich für Familien, Paare, Singles und ältere Menschen gleichermaßen. Die Fellpflege ist überschaubar und gut zu bewältigen.

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Ernährung

Der Norfolk Terrier benötigt hochwertiges Futter in kleinen, angemessenen Portionen. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da auch kleine Hunde zu Übergewicht neigen können. Hochwertiges Futter mit gutem Fleischanteil ist empfehlenswert. Kleine Kroketten oder Nassfutter eignen sich für sein kleines Maul. Leckerlis sollten klein sein und von der Tagesration abgezogen werden. Omega-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Bei Allergien kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Zahnpflegende Kauartikel helfen, die Zähne gesund zu halten. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Norfolk Terrier ist eine grundsätzlich gesunde und langlebige Rasse. Mitralklappenerkrankung (MVD) ist ein bekanntes Herzproblem, das im mittleren bis höheren Alter auftreten kann. Patellaluxation kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Allergien und Hautprobleme sind möglich. Augenerkrankungen wie Katarakt und Linsenluxation treten gelegentlich auf. Hüftgelenksdysplasie ist selten, aber möglich. Epilepsie kommt in einigen Linien vor. Zahnprobleme können bei kleinen Rassen auftreten. Atemwegserkrankungen durch das obere Atemwegssyndrom sind selten. Insgesamt ist der Norfolk Terrier eine robuste, langlebige Rasse. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, insbesondere Herzuntersuchungen im Alter, Impfungen und Parasitenprophylaxe sind wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Norfolk Terriers ist dank seines freundlichen und kooperativen Wesens vergleichsweise einfach. Er ist intelligent und lernt gerne, auch wenn er gelegentlich den typischen Terrier-Eigensinn zeigt. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob funktioniert hervorragend. Frühe Sozialisierung fördert sein ohnehin freundliches Naturell. Der Jagdinstinkt sollte beachtet und der Rückruf trainiert werden. Kurze, spielerische Trainingseinheiten halten sein Interesse aufrecht. Der Norfolk Terrier eignet sich gut für hundeerfahrene Anfänger. Eine Hundeschule macht ihm Spaß und fördert die soziale Kompetenz. Konsequenz ohne Härte ist der Schlüssel zu einem gut erzogenen Norfolk.

Geschichte & Herkunft

Der Norfolk Terrier teilt seine Geschichte mit dem Norwich Terrier. Beide Rassen stammen aus der Grafschaft Norfolk in Ostengland, wo sie im 19. Jahrhundert als Rattenfänger und Fuchsjäger gezüchtet wurden. Ursprünglich wurden Hunde mit Stehohren und Kippohren unter dem Namen Norwich Terrier zusammengefasst. In den 1930er Jahren begannen Züchter, zwischen den beiden Ohrtypen zu unterscheiden. 1964 trennte der britische Kennel Club die beiden Varianten in eigenständige Rassen: Der Norwich Terrier behielt die Stehohren, der Norfolk Terrier die Kippohren. Die FCI erkannte die Trennung 1966 an. Studentenwohnheime in Cambridge waren historisch wichtige Orte für die Zucht beider Rassen. Heute ist der Norfolk Terrier ein geschätzter Begleit- und Familienhund.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt95,00 €/Monat
Jährlich1.140,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Norfolk Terrier

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Norfolk-Terrier-Besitzer empfehlenswert. Auch wenn der Norfolk ein kleiner, freundlicher Hund ist, kann jeder Hund unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden Schutz und Sicherheit im Alltag.

Häufige Fragen zum Norfolk Terrier

Ist ein Norfolk Terrier ein guter Familienhund?

Ja, der Norfolk Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Norfolk Terrier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Norfolk Terrier betragen durchschnittlich 95,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Norfolk Terrier für Anfänger geeignet?

Ja, der Norfolk Terrier ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Norfolk Terrier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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