Olde English Bulldogge
Die wiedergeborene Bulldogge mit dem Atem der Freiheit
Steckbrief
- Herkunft
- Vereinigte Staaten
- Größe
- 40–51 cm
- Gewicht
- 22–36 kg
- Lebenserwartung
- 10–14 Jahre
- Gruppe
- Nicht FCI-anerkannt
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Olde English Bulldogge kann bei ausreichender Bewegung auch in einer größeren Wohnung gehalten werden. Ein Garten ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Sie ist anpassungsfähiger als viele andere Bulldoggenrassen und kommt mit verschiedenen Lebenssituationen zurecht. Bei extremer Hitze sollte sie in kühlen Räumen bleiben und nicht überanstrengt werden. Kälte verträgt sie mit ihrem kurzen Fell nur bedingt. Sie braucht engen Familienanschluss und sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Das Bellen ist in der Regel moderat. Schnarchen und vermehrter Speichelfluss sind möglich, wenn auch weniger ausgeprägt als bei der English Bulldog.
Hundehaftpflicht vergleichen für Olde English Bulldogge
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Die Olde English Bulldogge benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das ihren muskulösen Körperbau unterstützt, ohne zu Übergewicht zu führen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da die Rasse zu Gewichtszunahme neigt. Hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle ist wichtig. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei dieser muskulösen Rasse sinnvoll sein. Omega-3-Fettsäuren fördern die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Die Olde English Bulldogge wurde gezielt auf bessere Gesundheit gezüchtet und ist deutlich gesünder als die moderne English Bulldog. Dank der längeren Schnauze sind Atemprobleme seltener, und natürliche Geburten sind in der Regel möglich. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt dennoch vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ellenbogendysplasie ist möglich. Hautallergien und Hautreizungen in den Falten können auftreten. Aufblähung und Magendrehung sind bei tiefbrüstigen Hunden ein Risiko. Kreuzbandrisse kommen gelegentlich vor. Herzerkrankungen sollten durch regelmäßige Untersuchungen ausgeschlossen werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Olde English Bulldogge
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Die Olde English Bulldogge ist intelligent und lernwillig, kann aber eine gewisse Sturheit zeigen, die für Bulldoggenrassen typisch ist. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob ist die effektivste Trainingsmethode. Geduld und Konsequenz sind wichtiger als Strenge. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um einen ausgeglichenen, selbstsicheren Hund zu formen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten halten die Motivation hoch, da sich die Bulldogge bei zu langen, repetitiven Übungen langweilt. Leinenführigkeit sollte früh trainiert werden, da der kräftige Hund bei mangelnder Erziehung an der Leine ziehen kann.
Geschichte & Herkunft
Die Olde English Bulldogge wurde 1971 von David Leavitt in Coatesville, Pennsylvania, begründet. Leavitt nutzte ein Zuchtschema des Ohio State University Cattle Breeding Programs und kreuzte English Bulldogs mit American Bulldogs, American Pit Bull Terriern und Bullmastiffs im Verhältnis von je einem Viertel. Sein Ziel war die Wiederherstellung der gesunden, athletischen Bulldogge des Regency-Englands, die für Stierhetze eingesetzt worden war, bevor die Zucht auf extreme Merkmale die Gesundheit der modernen English Bulldog ruinierte. Der United Kennel Club erkannte die Rasse 2014 als Olde English Bulldogge an. Die FCI erkennt die Rasse nicht an. In Deutschland ist sie relativ selten, gewinnt aber als gesündere Alternative zur English Bulldog zunehmend an Beliebtheit.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 130,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.560,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Olde English Bulldogge
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Olde-English-Bulldogge-Besitzer empfehlenswert. Als muskulöser, kräftiger Hund kann die Olde English Bulldogge in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Je nach Bundesland kann die Rasse unter die Rasselisten fallen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Olde English Bulldogge
Ist ein Olde English Bulldogge ein guter Familienhund?
Ja, der Olde English Bulldogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Olde English Bulldogge im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Olde English Bulldogge betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Olde English Bulldogge für Anfänger geeignet?
Ja, der Olde English Bulldogge ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Olde English Bulldogge?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.