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Olde English Bulldogge

Die wiedergeborene Bulldogge mit dem Atem der Freiheit

Steckbrief

Herkunft
Vereinigte Staaten
Größe
4051 cm
Gewicht
2236 kg
Lebenserwartung
1014 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
FreundlichMutigAnhänglichSelbstbewusstGutmütig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Olde English Bulldogge ist eine moderne Rückzüchtung, die in den 1970er Jahren von David Leavitt in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen wurde. Sein ambitioniertes Ziel war es, das Erscheinungsbild und die Athletik der historischen englischen Bulldogge des 18. Jahrhunderts wiederherzustellen und gleichzeitig die gravierenden Gesundheitsprobleme der modernen English Bulldog zu eliminieren. Durch gezielte Kreuzungen von English Bulldogs, American Bulldogs, American Pit Bull Terriern und Bullmastiffs entstand eine funktionelle, athletische Bulldogge mit freier Atmung und natürlicher Geburtsfähigkeit. Mit einer Schulterhöhe von 40 bis 51 Zentimetern und einem Gewicht von 22 bis 36 Kilogramm ist die Olde English Bulldogge ein mittelgroßer, muskulöser und dennoch beweglicher Hund. Im Gegensatz zur modernen English Bulldog besitzt sie eine längere Schnauze, die eine uneingeschränkte Atmung ermöglicht, kräftige, gerade Beine und einen athletischeren Gesamtkörperbau. Der Kopf ist groß und breit, aber nicht übertrieben massig. Die Augen sind rund und aufmerksam, die Ohren sind klein und können als Rosenohr oder Knopfohr getragen werden. Das Fell ist kurz und dicht, in allen Farben erlaubt, wobei gestromte, weiße und Pied-Muster besonders verbreitet sind. Charakterlich ist die Olde English Bulldogge ein freundlicher, ausgeglichener Hund mit einem selbstbewussten, aber nicht aggressiven Wesen. Sie ist ihrer Familie gegenüber zutiefst loyal und anhänglich und zeigt eine natürliche Gutmütigkeit, die sie zu einem hervorragenden Familienhund macht. Mit Kindern geht sie geduldig und sanft um, und sie besitzt eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich an verschiedene Lebenssituationen anzupassen. Trotz ihres friedfertigen Wesens ist sie wachsam und wird ihr Zuhause bei Bedarf verteidigen. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Tägliche Spaziergänge von einer bis anderthalb Stunden sind ausreichend, ergänzt durch Spieleinheiten. Im Vergleich zur English Bulldog ist sie deutlich belastbarer und kann auch an längeren Wanderungen teilnehmen. Bei extremer Hitze sollte dennoch Vorsicht walten, obwohl sie weitaus weniger hitzeempfindlich ist als die moderne English Bulldog. Die Fellpflege ist minimal. Wöchentliches Bürsten und gelegentliche Reinigung der Gesichtsfalten genügen vollkommen. Insgesamt ist die Olde English Bulldogge ein gesünderer, sportlicherer Nachfolger der klassischen Bulldogge, ideal für Familien, die das Bulldoggen-Temperament lieben, aber einen funktionellen, gesünderen Hund bevorzugen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Die Olde English Bulldogge kann bei ausreichender Bewegung auch in einer größeren Wohnung gehalten werden. Ein Garten ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Sie ist anpassungsfähiger als viele andere Bulldoggenrassen und kommt mit verschiedenen Lebenssituationen zurecht. Bei extremer Hitze sollte sie in kühlen Räumen bleiben und nicht überanstrengt werden. Kälte verträgt sie mit ihrem kurzen Fell nur bedingt. Sie braucht engen Familienanschluss und sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Das Bellen ist in der Regel moderat. Schnarchen und vermehrter Speichelfluss sind möglich, wenn auch weniger ausgeprägt als bei der English Bulldog.

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Ernährung

Die Olde English Bulldogge benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das ihren muskulösen Körperbau unterstützt, ohne zu Übergewicht zu führen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da die Rasse zu Gewichtszunahme neigt. Hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle ist wichtig. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei dieser muskulösen Rasse sinnvoll sein. Omega-3-Fettsäuren fördern die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Die Olde English Bulldogge wurde gezielt auf bessere Gesundheit gezüchtet und ist deutlich gesünder als die moderne English Bulldog. Dank der längeren Schnauze sind Atemprobleme seltener, und natürliche Geburten sind in der Regel möglich. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt dennoch vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ellenbogendysplasie ist möglich. Hautallergien und Hautreizungen in den Falten können auftreten. Aufblähung und Magendrehung sind bei tiefbrüstigen Hunden ein Risiko. Kreuzbandrisse kommen gelegentlich vor. Herzerkrankungen sollten durch regelmäßige Untersuchungen ausgeschlossen werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Die Olde English Bulldogge ist intelligent und lernwillig, kann aber eine gewisse Sturheit zeigen, die für Bulldoggenrassen typisch ist. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob ist die effektivste Trainingsmethode. Geduld und Konsequenz sind wichtiger als Strenge. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um einen ausgeglichenen, selbstsicheren Hund zu formen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten halten die Motivation hoch, da sich die Bulldogge bei zu langen, repetitiven Übungen langweilt. Leinenführigkeit sollte früh trainiert werden, da der kräftige Hund bei mangelnder Erziehung an der Leine ziehen kann.

Geschichte & Herkunft

Die Olde English Bulldogge wurde 1971 von David Leavitt in Coatesville, Pennsylvania, begründet. Leavitt nutzte ein Zuchtschema des Ohio State University Cattle Breeding Programs und kreuzte English Bulldogs mit American Bulldogs, American Pit Bull Terriern und Bullmastiffs im Verhältnis von je einem Viertel. Sein Ziel war die Wiederherstellung der gesunden, athletischen Bulldogge des Regency-Englands, die für Stierhetze eingesetzt worden war, bevor die Zucht auf extreme Merkmale die Gesundheit der modernen English Bulldog ruinierte. Der United Kennel Club erkannte die Rasse 2014 als Olde English Bulldogge an. Die FCI erkennt die Rasse nicht an. In Deutschland ist sie relativ selten, gewinnt aber als gesündere Alternative zur English Bulldog zunehmend an Beliebtheit.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt130,00 €/Monat
Jährlich1.560,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Olde English Bulldogge

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Olde-English-Bulldogge-Besitzer empfehlenswert. Als muskulöser, kräftiger Hund kann die Olde English Bulldogge in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Je nach Bundesland kann die Rasse unter die Rasselisten fallen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Olde English Bulldogge

Ist ein Olde English Bulldogge ein guter Familienhund?

Ja, der Olde English Bulldogge ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Olde English Bulldogge im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Olde English Bulldogge betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Olde English Bulldogge für Anfänger geeignet?

Ja, der Olde English Bulldogge ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Olde English Bulldogge?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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