Otterhound
Der zottelige Wasserjäger am Rande des Aussterbens
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 294
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 61–69 cm
- Gewicht
- 30–52 kg
- Lebenserwartung
- 10–13 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Otterhound braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Reine Wohnungshaltung ist aufgrund seiner Größe und seines Bewegungsbedarfs nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig. Zugang zu Wasser zum Schwimmen ist ideal und macht diesen Hund besonders glücklich. Sein lautes, weittragendes Gebell kann in dicht besiedelten Gebieten problematisch sein. Der Otterhound verträgt kaltes, nasses Wetter ausgezeichnet, leidet aber unter großer Hitze. Er ist ein geselliger Hund, der nicht gerne alleine bleibt, und profitiert von der Gesellschaft anderer Hunde. Das zottelige Fell bringt nach Spaziergängen im Regen viel Wasser und Schmutz ins Haus.
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Der Otterhound benötigt hochwertiges Futter, das seinem großen Körper und seinem Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, wobei die Portionen nicht zu groß sein sollten, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Intensive körperliche Aktivität unmittelbar nach dem Fressen sollte vermieden werden. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Omega-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells. Der Otterhound kann zu Übergewicht neigen, weshalb die Kalorienzufuhr kontrolliert werden sollte. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Hochwertige Kauartikel befriedigen seinen Kautrieb.
Gesundheit & Krankheiten
Der Otterhound hat einige rassetypische Gesundheitsthemen, die potenzielle Besitzer kennen sollten. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt häufig vor und sollte bei allen Zuchttieren untersucht werden. Magendrehung ist aufgrund seiner Größe und seines tiefen Brustkorbs ein ernstes Risiko. Blutgerinnungsstörungen, insbesondere die Thrombasthenie nach Glanzmann, sind ein bekanntes Problem in der Rasse. Epilepsie wurde in einigen Linien beobachtet. Die kleine genetische Basis erhöht das Risiko für Inzuchtprobleme. Das dichte, ölige Fell erfordert regelmäßige Pflege der Ohren, da Ohrenentzündungen häufig vorkommen. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind unverzichtbar.
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Die Erziehung des Otterhound erfordert vor allem eines: Geduld. Dieser gutmütige Dickkopf ist intelligent genug, um zu verstehen, was von ihm erwartet wird, entscheidet aber häufig nach eigenem Ermessen. Positive Verstärkung mit hochwertigen Futterbelohnungen ist die effektivste Methode. Harte Korrekturen prallen an seinem dicken Fell im wahrsten Sinne des Wortes ab. Frühe Sozialisierung ist wichtig, aber in der Regel unkompliziert, da der Otterhound von Natur aus gesellig ist. Der Rückruf ist eine besondere Herausforderung, da seine ausgezeichnete Nase ihn regelmäßig auf Fährten lockt. Konsequenz und ein Sinn für Humor sind die wichtigsten Erziehungswerkzeuge.
Geschichte & Herkunft
Der Otterhound hat eine lange Geschichte in Großbritannien, wo die Otterjagd seit dem Mittelalter als königlicher Sport betrieben wurde. König Johann von England hielt bereits im 12. Jahrhundert Meuten von Otterhunden. Die Rasse entstand vermutlich aus Kreuzungen verschiedener Lauf- und Wasserhunde. Mit dem Verbot der Otterjagd in Großbritannien im Jahr 1978 verlor der Otterhound seinen ursprünglichen Verwendungszweck, und die Bestandszahlen gingen dramatisch zurück. Die FCI führt den Otterhound unter der Nummer 294. Heute gibt es weltweit schätzungsweise nur noch 600 bis 1.000 reinrassige Otterhounds, was ihn zu einer der am stärksten gefährdeten Hunderassen macht. Artenschutzprogramme versuchen, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.
Kosten im Überblick
| Futter | 60,00 €/Monat |
| Versicherung | 35,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 150,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.800,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Otterhound
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Otterhound-Besitzer unverzichtbar. Dieser große, kräftige Hund mit starkem Jagdtrieb kann in verschiedenen Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro wird dringend empfohlen.
Häufige Fragen zum Otterhound
Ist ein Otterhound ein guter Familienhund?
Ja, der Otterhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Otterhound im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Otterhound betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Otterhound für Anfänger geeignet?
Der Otterhound ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Otterhound?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Otterhound braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.