Papillon
Das elegante Schmetterlingshündchen mit dem großen Geist
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 77
- Herkunft
- Frankreich/Belgien
- Größe
- 20–28 cm
- Gewicht
- 2–5 kg
- Lebenserwartung
- 13–16 Jahre
- Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Papillon ist ein vielseitiger Hund, der sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus glücklich sein kann. Zwei Spaziergänge von 20 bis 30 Minuten, ergänzt durch Spieleinheiten und geistige Beschäftigung, genügen. Hundesport wie Agility bietet perfekte Auslastung. Der Papillon verträgt gemäßigtes Klima am besten – bei Kälte kann ein Mantel sinnvoll sein. Die Fellpflege umfasst regelmäßiges Bürsten zwei- bis dreimal pro Woche. Der Papillon ist ein sozialer Hund und sollte nicht regelmäßig lange alleine bleiben. Er eignet sich für Familien, Singles und Senioren. Als kleiner Hund ist er ein praktischer Reisebegleiter.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Papillon braucht hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Futter für kleine Rassen mit entsprechend kleinen Kroketten ist empfehlenswert. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss genau dosiert werden. Bei aktivem Hundesport kann die Menge leicht erhöht werden. Omega-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Zahnpflegesnacks können die Zahnhygiene unterstützen. Leckerlis für das Training sollten winzig und kalorienarm sein. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Trotz seiner Aktivität neigt der Papillon bei Überfütterung zu Übergewicht.
Gesundheit & Krankheiten
Der Papillon ist eine vergleichsweise gesunde, langlebige Rasse. Patellaluxation ist die häufigste orthopädische Erkrankung. Zahnprobleme kommen aufgrund des kleinen Kiefers vor – regelmäßige Zahnpflege ist wichtig. Progressive Retinaatrophie (PRA) kann auftreten. Offene Fontanelle ist bei sehr kleinen Exemplaren möglich. Hypoglykämie (Unterzuckerung) kann besonders bei Welpen vorkommen. Von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörung) ist bei der Rasse bekannt. Herzerkrankungen können im Alter auftreten. Neuroaxonale Dystrophie (NAD) ist eine seltene erbliche Erkrankung. Insgesamt ist der Papillon eine robuste kleine Rasse mit guter Lebenserwartung.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Papillon ist einer der lernwilligsten und kooperativsten Kleinhunde. Seine hohe Intelligenz macht das Training zum Vergnügen. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob ist die ideale Methode. Der Papillon liebt Tricks und Kunststücke und eignet sich hervorragend für Hundesport. Frühe Sozialisierung macht den ohnehin freundlichen Papillon zu einem souveränen Hund. Bellkontrolle sollte geübt werden, da Papillons aufmerksam und manchmal mitteilungsfreudig sind. Grundgehorsam lässt sich schnell und spielerisch aufbauen. Der Papillon ist ein ausgezeichneter Anfängerhund. Er sollte als vollwertiger Hund behandelt und nicht nur getragen werden.
Geschichte & Herkunft
Der Papillon hat eine lange Geschichte als Begleithund des europäischen Adels. Bereits auf Gemälden des 13. und 14. Jahrhunderts sind kleine Spaniels mit befederten Ohren zu sehen. Die Rasse wurde an den Höfen Frankreichs, Italiens und Spaniens gezüchtet und geschätzt. Marie Antoinette soll am Morgen ihrer Hinrichtung ihren Papillon bei sich gehabt haben. Madame de Pompadour und König Ludwig XIV. waren bekannte Liebhaber der Rasse. Ursprünglich hatten alle Kontinentalen Zwergspaniels Hängeohren (Phalène). Die Stehohrvariante (Papillon) entwickelte sich im 17. Jahrhundert und verdrängte die Hängeohrvariante in der Beliebtheit. Die FCI erkennt beide Varianten als eine Rasse an.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 90,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.080,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Papillon
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für den kleinen Papillon empfehlenswert. In mehreren Bundesländern ist sie für alle Hunde Pflicht. Die geringen Versicherungskosten bieten sinnvollen Schutz für unvorhergesehene Situationen.
Häufige Fragen zum Papillon
Ist ein Papillon ein guter Familienhund?
Ja, der Papillon ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Papillon im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Papillon betragen durchschnittlich 90,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Papillon für Anfänger geeignet?
Ja, der Papillon ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Papillon?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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