Familienfreundlich

Pekingese

Der kleine Kaiser mit der löwenartigen Mähne

Steckbrief

FCI-Nr.
207
Herkunft
China
Größe
1523 cm
Gewicht
36 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
WürdevollSelbstbewusstEigensinnigMutigAnhänglich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Pekingese ist ein kleiner Hund mit einer großen, kaiserlichen Vergangenheit. Über Jahrhunderte wurde er exklusiv im chinesischen Kaiserpalast gehalten und galt als heilig. Sein löwenartiges Erscheinungsbild, sein würdevoller Gang und sein selbstbewusstes Auftreten zeugen noch heute von seiner aristokratischen Herkunft. Der Pekingese ist ein Hund, der sich seiner Besonderheit bewusst ist und dies auch ausstrahlt. Mit einer Schulterhöhe von 15 bis 23 Zentimetern und einem Gewicht von 3 bis 6 Kilogramm ist der Pekingese ein kleiner, kompakter Hund mit einem überproportional breiten Körperbau. Sein üppiges, langes Fell mit der löwenmähnenartigen Halskrause ist sein auffälligstes Merkmal. Alle Fellfarben sind zugelassen. Der flache Kopf mit der kurzen Nase, den großen, dunklen Augen und den herabhängenden, reich behaarten Ohren verleiht ihm seinen charakteristischen Ausdruck. Der Charakter des Pekingesen ist einzigartig und für seine geringe Größe erstaunlich dominant. Er ist würdevoll, selbstbewusst und durchaus eigensinnig. Er lässt sich ungern zu etwas zwingen und entscheidet selbst, wann er kooperiert. Seinen engsten Bezugspersonen gegenüber ist er anhänglich und liebevoll, Fremden begegnet er mit reservierter Distanz. Der Bewegungsbedarf ist gering. Kurze Spaziergänge und Spieleinheiten genügen diesem gemütlichen kleinen Hund. Intensive körperliche Aktivitäten sind aufgrund seiner kurzen Nase und seines kompakten Körperbaus weder möglich noch empfehlenswert. Bei Hitze ist besondere Vorsicht geboten, da der Pekingese aufgrund seiner brachyzephalen Anatomie extrem hitzeempfindlich ist. Im Familienalltag ist der Pekingese ein ruhiger, würdevoller Mitbewohner, der seine gewohnte Umgebung und seine Routinen schätzt. Für Familien mit kleinen, temperamentvollen Kindern ist er weniger geeignet, da er rauen Umgang nicht duldet und bei Bedrängtheit auch zuschnappt. Er ist ein Ein-Mensch-Hund oder Ein-Paar-Hund, der eine ruhige Lebensumgebung bevorzugt. Die Fellpflege ist sehr aufwendig. Tägliches Bürsten ist unerlässlich, um Verfilzungen vorzubeugen. Die Gesichtsfalten müssen regelmäßig gereinigt werden. Die Augen sind empfindlich und müssen kontrolliert werden. Bei Hitze ist eine klimatisierte Umgebung wichtig. Der Pekingese ist ein Begleiter für ruhige, geduldige Menschen, die seinen eigenständigen Charakter und seine kaiserliche Würde schätzen und bereit sind, seine besonderen Pflegebedürfnisse zu erfüllen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Nicht ideal für Kleinkinder

Der Pekingese ist ein idealer Wohnungshund für ruhige Haushalte. Sein Bewegungsbedarf ist gering, kurze Spaziergänge und Spieleinheiten genügen. Bei Hitze muss unbedingt auf Kühlung geachtet werden – klimatisierte Räume im Sommer sind dringend empfohlen. Der Pekingese ist kein Hund für sportliche Aktivitäten. Treppen sollten möglichst vermieden werden, um den Rücken zu schonen. Er kann einige Stunden alleine bleiben, braucht aber den regelmäßigen Kontakt zu seinen Menschen. Die aufwendige Fellpflege und Faltenpflege muss eingeplant werden. Er eignet sich hervorragend für ältere, ruhige Menschen.

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Ernährung

Der Pekingese neigt zu Übergewicht, weshalb die Futtermenge streng kontrolliert werden muss. Hochwertiges Futter mit moderatem Kaloriengehalt ist ideal. Zwei kleine Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Kleine Kroketten oder weiches Futter, angepasst an die flache Schnauze, erleichtern die Nahrungsaufnahme. Bei Allergien kann hypoallergenes Futter sinnvoll sein. Übergewicht belastet den Rücken und verschlimmert Atemprobleme erheblich. Leckerlis nur sehr sparsam einsetzen. Frisches Wasser muss immer bereitstehen, besonders bei warmem Wetter. Die Reinigung der Gesichtsfalten nach dem Fressen ist ratsam.

Gesundheit & Krankheiten

Der Pekingese ist aufgrund seiner extremen Körperform für verschiedene Gesundheitsprobleme anfällig. Das Brachyzephale Obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) betrifft viele Pekingesen und führt zu Atemproblemen. Augenprobleme sind aufgrund der flachen Gesichtsform häufig – Hornhautgeschwüre, Proptosis und Distichiasis können auftreten. Bandscheibenprobleme (IVDD) sind aufgrund des langen Rückens ein ernstes Risiko. Patellaluxation kommt vor. Hautfalteninfektionen erfordern regelmäßige Pflege. Herzprobleme wie Mitralklappenerkrankung sind im Alter möglich. Hitzschlag ist ein ernstes Risiko bei warmen Temperaturen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind bei dieser Rasse besonders wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Pekingesen erfordert Geduld, Humor und Respekt vor seiner Eigenständigkeit. Der Pekingese ist intelligent, aber eigensinnig und gehorcht nur, wenn er den Sinn einer Übung einsieht. Positive Verstärkung mit hochwertigen Leckerlis kann motivierend wirken. Kurze Trainingseinheiten sind am effektivsten. Harte Methoden führen zu strikter Verweigerung. Frühe Sozialisierung ist wichtig, auch wenn der Pekingese Fremden gegenüber stets eine gewisse Distanz bewahren wird. Die Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen länger dauern. Geduld und Konsequenz ohne Druck sind der Weg zum Erfolg.

Geschichte & Herkunft

Der Pekingese hat eine über 2000 Jahre alte Geschichte als heiliger Hund des chinesischen Kaiserhauses. Der Legende nach entstand er aus der Verbindung eines Löwen mit einem Äffchen. Im kaiserlichen Palast in Peking wurden die Hunde von Eunuchen gezüchtet und wie Royals behandelt. Der Diebstahl eines Pekingesen aus dem Palast stand unter Todesstrafe. 1860, während des Zweiten Opiumkrieges, eroberten britische Truppen den Sommerpalast und fanden fünf überlebende Pekingesen. Einer wurde Königin Victoria geschenkt und erhielt den Namen „Looty". Diese fünf Hunde begründeten die europäische Zucht. Der Kennel Club erkannte die Rasse 1898 an. Heute wird zunehmend auf eine gesündere Zucht mit weniger extremen Merkmalen geachtet.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)30,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt115,00 €/Monat
Jährlich1.380,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Pekingese

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Pekingese-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Pekingese ein kleiner Hund ist, kann er in bestimmten Situationen durch Bellen oder defensives Verhalten Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz.

Häufige Fragen zum Pekingese

Ist ein Pekingese ein guter Familienhund?

Ja, der Pekingese ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Pekingese im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Pekingese betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Pekingese für Anfänger geeignet?

Der Pekingese ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Pekingese?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 1/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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