Pumi
Der lockige ungarische Wirbelwind mit den kippenden Ohren
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 56
- Herkunft
- Ungarn
- Größe
- 38–47 cm
- Gewicht
- 8–15 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Pumi braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Eine Wohnungshaltung ist aufgrund seiner Bellfreudigkeit und seines Bewegungsbedarfs nicht empfehlenswert. Mindestens zwei bis drei Stunden intensive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Sein bellfreudiges Wesen kann in dicht besiedelten Gebieten zu Nachbarschaftskonflikten führen. Er verträgt moderate Temperaturen gut. Der Pumi braucht den engen Kontakt zu seiner Familie und sollte nicht isoliert werden. Hundesport ist nahezu unverzichtbar für eine artgerechte Haltung.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Pumi benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das seinem extrem hohen Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Proteinreiches Futter unterstützt die Muskulatur dieses athletischen Hundes. Trotz seiner ständigen Aktivität sollte die Kalorienzufuhr überwacht werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Hochwertige Trocken- oder Nassfutter sowie Rohfütterung sind gleichermaßen geeignet, sofern die Nährstoffversorgung ausgewogen ist.
Gesundheit & Krankheiten
Der Pumi ist eine grundsätzlich gesunde und langlebige Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Patellaluxation ist bei dieser Größe möglich und sollte kontrolliert werden. Primäre Linsenluxation ist eine Augenerkrankung, die in der Rasse vorkommt und für die Gentests verfügbar sind. Degenerative Myelopathie wurde vereinzelt beobachtet. Die lockigen Ohren sollten regelmäßig auf Infektionen kontrolliert werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, ein aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Pumi ist ein hochintelligenter, aber auch eigenwilliger Hund, dessen Erziehung Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, um seine natürliche Wachsamkeit und Bellfreudigkeit in kontrollierte Bahnen zu lenken. Das Anti-Bell-Training muss frühzeitig beginnen und konsequent durchgehalten werden, da der Pumi von Natur aus sehr stimmfreudig ist. Hundesport bietet den idealen Rahmen für Training und Bindungsarbeit. Der Hütetrieb muss umgelenkt werden, um das Hüten von Kindern und Radfahrern zu unterbinden. Geistige Auslastung ist unverzichtbar.
Geschichte & Herkunft
Der Pumi entstand im 17. und 18. Jahrhundert in Ungarn durch die Kreuzung einheimischer Hütehunde vom Typ Puli mit terrier- und spitzartigen Hunden, die von westeuropäischen Händlern mitgebracht wurden. Dr. Emil Raitsits beschrieb den Pumi 1920 als eigenständige Rasse und grenzte ihn vom Puli ab. Die FCI erkannte den Pumi 1966 unter der Nummer 56 an. In Ungarn ist der Pumi bis heute ein geschätzter Arbeitshund, der Rinder, Schweine und Schafe hütet. International gewann die Rasse ab den 2000er Jahren an Bekanntheit, insbesondere im Agility-Sport, wo Pumis regelmäßig Spitzenplatzierungen erzielen. Der American Kennel Club erkannte die Rasse 2016 an.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 105,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.260,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Pumi
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Pumi-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann der lebhafte, schnelle Pumi in bestimmten Situationen Sachschäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Pumi
Ist ein Pumi ein guter Familienhund?
Ja, der Pumi ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Pumi im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Pumi betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Pumi für Anfänger geeignet?
Der Pumi ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Pumi?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Pumi braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.