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Pumi

Der lockige ungarische Wirbelwind mit den kippenden Ohren

Steckbrief

FCI-Nr.
56
Herkunft
Ungarn
Größe
3847 cm
Gewicht
815 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
LebhaftIntelligentMutigBellfreudigEnergisch
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Pumi ist ein temperamentvoller, mittelgroßer Hütehund aus Ungarn, der mit seinen charakteristischen halbaufgerichteten Ohren, dem lockigen Fell und seinem unverwechselbaren Gesichtsausdruck zu den markantesten Hunderassen Europas gehört. Dieser energiegeladene Hund vereint die Arbeitsfreude eines echten Hütehundes mit einem Charme, der seine Bewunderer weltweit in seinen Bann zieht. Mit seiner kompakten Statur und seiner übersprudelnden Lebensfreude ist der Pumi ein Hund, der stets in Bewegung zu sein scheint. Mit einer Schulterhöhe von 38 bis 47 Zentimetern und einem Gewicht von 8 bis 15 Kilogramm ist der Pumi ein mittelgroßer, quadratisch gebauter Hund mit einer bemerkenswert agilen Erscheinung. Sein Fell ist lockig und drahtig, mittellang und bildet Korkenzieherlocken, die dem Hund sein unverwechselbares Aussehen verleihen. Die Fellfarben umfassen Grau in verschiedenen Schattierungen, Schwarz, Weiß und Falbfarben. Das auffälligste Merkmal des Pumis sind seine halbaufgerichteten Ohren, deren obere Drittel nach vorne kippen und dem Hund einen stets aufmerksamen, leicht fragenden Ausdruck verleihen. Der Charakter des Pumis ist geprägt von einer mitreißenden Lebhaftigkeit und einem unerschöpflichen Energievorrat. Dieser Hund ist ständig in Aktion, beobachtet seine Umgebung mit wachen Augen und ist bereit, auf jedes Signal sofort zu reagieren. Seine Intelligenz ist bemerkenswert, und er lernt neue Aufgaben mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der Pumi ist ein Hund, der gefordert werden will und der ohne ausreichende Beschäftigung schnell frustriert und lautstark wird. Im Familienalltag zeigt der Pumi eine enge Bindung an seine Familie und ist seinen Menschen treu ergeben. Er ist kinderfreundlich, kann aber in seiner Lebhaftigkeit und seinem Hütetrieb dazu neigen, rennende Kinder zu hüten oder in die Fersen zu zwicken. Fremden gegenüber zeigt er sich wachsam und reserviert, wobei er seine Meinung lautstark kundtut, was ihn zu einem ausgezeichneten, wenn auch geräuschvollen Wachhund macht. Der Bewegungsbedarf des Pumis ist außergewöhnlich hoch. Mindestens zwei bis drei Stunden intensive Beschäftigung pro Tag sind das Minimum. Agility ist die ideale Sportart für diesen wendigen, schnellen Hund, aber auch Obedience, Rallye, Treibball und Flyball begeistern ihn. Ohne ausreichende Auslastung entwickelt der Pumi Problemberhalten wie übermäßiges Bellen, Zerstörungswut oder Hüten von allem, was sich bewegt. Die Pflege des lockigen Fells ist speziell, aber nicht übermäßig aufwendig. Das Fell sollte alle paar Wochen gebürstet und gelegentlich ausgedünnt werden. Es verfilzt weniger als man erwarten würde, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden. Der Pumi haart wenig, was für Allergiker von Vorteil sein kann. Insgesamt ist der Pumi ein außergewöhnlicher Hund für sportliche, aktive Halter, die sich auf seine überschäumende Energie einlassen und ihm die Beschäftigung bieten können, die sein brillanter Geist verlangt.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Pumi braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Eine Wohnungshaltung ist aufgrund seiner Bellfreudigkeit und seines Bewegungsbedarfs nicht empfehlenswert. Mindestens zwei bis drei Stunden intensive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Sein bellfreudiges Wesen kann in dicht besiedelten Gebieten zu Nachbarschaftskonflikten führen. Er verträgt moderate Temperaturen gut. Der Pumi braucht den engen Kontakt zu seiner Familie und sollte nicht isoliert werden. Hundesport ist nahezu unverzichtbar für eine artgerechte Haltung.

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Ernährung

Der Pumi benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das seinem extrem hohen Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Proteinreiches Futter unterstützt die Muskulatur dieses athletischen Hundes. Trotz seiner ständigen Aktivität sollte die Kalorienzufuhr überwacht werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Hochwertige Trocken- oder Nassfutter sowie Rohfütterung sind gleichermaßen geeignet, sofern die Nährstoffversorgung ausgewogen ist.

Gesundheit & Krankheiten

Der Pumi ist eine grundsätzlich gesunde und langlebige Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Patellaluxation ist bei dieser Größe möglich und sollte kontrolliert werden. Primäre Linsenluxation ist eine Augenerkrankung, die in der Rasse vorkommt und für die Gentests verfügbar sind. Degenerative Myelopathie wurde vereinzelt beobachtet. Die lockigen Ohren sollten regelmäßig auf Infektionen kontrolliert werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, ein aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.

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Erziehung

Der Pumi ist ein hochintelligenter, aber auch eigenwilliger Hund, dessen Erziehung Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, um seine natürliche Wachsamkeit und Bellfreudigkeit in kontrollierte Bahnen zu lenken. Das Anti-Bell-Training muss frühzeitig beginnen und konsequent durchgehalten werden, da der Pumi von Natur aus sehr stimmfreudig ist. Hundesport bietet den idealen Rahmen für Training und Bindungsarbeit. Der Hütetrieb muss umgelenkt werden, um das Hüten von Kindern und Radfahrern zu unterbinden. Geistige Auslastung ist unverzichtbar.

Geschichte & Herkunft

Der Pumi entstand im 17. und 18. Jahrhundert in Ungarn durch die Kreuzung einheimischer Hütehunde vom Typ Puli mit terrier- und spitzartigen Hunden, die von westeuropäischen Händlern mitgebracht wurden. Dr. Emil Raitsits beschrieb den Pumi 1920 als eigenständige Rasse und grenzte ihn vom Puli ab. Die FCI erkannte den Pumi 1966 unter der Nummer 56 an. In Ungarn ist der Pumi bis heute ein geschätzter Arbeitshund, der Rinder, Schweine und Schafe hütet. International gewann die Rasse ab den 2000er Jahren an Bekanntheit, insbesondere im Agility-Sport, wo Pumis regelmäßig Spitzenplatzierungen erzielen. Der American Kennel Club erkannte die Rasse 2016 an.

Kosten im Überblick

Futter35,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt105,00 €/Monat
Jährlich1.260,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Pumi

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Pumi-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann der lebhafte, schnelle Pumi in bestimmten Situationen Sachschäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Pumi

Ist ein Pumi ein guter Familienhund?

Ja, der Pumi ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Pumi im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Pumi betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Pumi für Anfänger geeignet?

Der Pumi ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Pumi?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Pumi braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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