Saluki
Der edle Wüstenprinz mit der Seele eines Mystikers
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 269
- Herkunft
- Naher Osten / Iran
- Größe
- 58–71 cm
- Gewicht
- 18–27 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Windhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Saluki braucht ein Haus mit großem, hoch eingezäuntem Garten (mindestens 1,80 Meter). Er ist zu Hause ruhig, braucht aber täglich ausreichend Bewegung und Freilauf. Coursing oder Rennbahnsport sind ideale Beschäftigungen. Der Saluki verträgt Hitze besser als die meisten anderen Windhunde, aber Kälte weniger gut – ein Hundemantel im Winter kann nötig sein. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden, da er zu Trennungsangst neigt. Andere Windhunde als Gesellschaft werden oft geschätzt. Bei Katzen und Kleintieren ist aufgrund des Jagdtriebs höchste Vorsicht geboten. Der Saluki braucht weiche Liegeplätze und schätzt erhöhte Ruheplätze. Er ist kein geeigneter Hund für Familien mit turbulenten Kleinkindern.
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Der Saluki benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinen schlanken Körperbau und hohen Energiebedarf unterstützt. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Der Saluki ist oft ein wählerischer Esser und kann mäkelig sein. Abwechslung im Speiseplan kann helfen. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden – aktive Salukis haben einen hohen Kalorienbedarf. Der Hund sollte schlank bleiben, die letzten zwei bis drei Rippen dürfen sichtbar sein, was bei Windhunden normal und gesund ist. Hochwertige Fette und Öle unterstützen die Energieversorgung und das Fell. Ein erhöhter Futternapf kann die Nahrungsaufnahme erleichtern. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Saluki ist grundsätzlich eine gesunde und langlebige Rasse. Herzerkrankungen, insbesondere Mitralklappeninsuffizienz und dilatative Kardiomyopathie, sollten regelmäßig untersucht werden. Hämangiosarkom und andere Krebserkrankungen treten bei Salukis häufiger auf als bei manchen anderen Rassen. Hypothyreose kommt gelegentlich vor. Wie alle Windhunde ist der Saluki empfindlich gegenüber Narkosemitteln. Autoimmunerkrankungen wie immunvermittelte Thrombozytopenie können auftreten. Die dünne Haut ist anfällig für Risse und Verletzungen. Psychogene Probleme wie Trennungsangst und Stressempfindlichkeit sind beim Saluki nicht selten. Regelmäßige Herzuntersuchungen und allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sind empfehlenswert.
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Die Erziehung des Salukis erfordert ein hohes Maß an Sensibilität und Geduld. Er ist extrem empfindlich gegenüber Korrekturen und merkt sich negative Erlebnisse lange. Ausschließlich positive Verstärkung mit sanfter Stimme und hochwertigen Belohnungen führt zum Erfolg. Der Saluki entscheidet selbst, ob er kooperieren möchte – Zwang ist kontraproduktiv. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, da der Saluki von Natur aus scheu gegenüber Fremdem sein kann. Ein zuverlässiger Rückruf ist bei Sichtjägern die größte Herausforderung und wird selten vollständig erreicht. Stubenreinheit wird schnell erlernt. Die Bindung zum Halter ist der Schlüssel – ein Saluki, der seinem Menschen vertraut, zeigt erstaunliche Kooperationsbereitschaft.
Geschichte & Herkunft
Der Saluki ist eine der ältesten Hunderassen und wurde bereits vor über 5.000 Jahren im Nahen Osten als Jagdhund eingesetzt. Darstellungen auf sumerischen Reliefs und ägyptischen Grabmalereien zeigen windhundartige Hunde, die dem heutigen Saluki ähneln. Im Islam genießt der Saluki einen besonderen Status als „El Hor" (der Edle) und gilt als das Geschenk Allahs an die Beduinen. Während andere Hunde im Islam als unrein gelten, durfte der Saluki im Zelt leben und wurde als Familienmitglied betrachtet. Beduinen züchteten den Saluki über Jahrtausende für die Gazellenjagd in der Wüste. Die ersten Salukis kamen im 19. Jahrhundert nach England. Der britische Kennel Club erkannte die Rasse 1923 an. Die FCI führt den Saluki unter der Nummer 269.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 135,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.620,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Saluki
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Saluki-Besitzer empfehlenswert. Der starke Jagdtrieb und die hohe Geschwindigkeit des Salukis können in bestimmten Situationen zu unvorhergesehenen Zwischenfällen führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.
Häufige Fragen zum Saluki
Ist ein Saluki ein guter Familienhund?
Ja, der Saluki ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Saluki im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Saluki betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Saluki für Anfänger geeignet?
Der Saluki ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Saluki?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Saluki braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.