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Saluki (Gazellenhund)

Der königliche Windhund des Nahen Ostens mit jahrtausendealter Geschichte

Steckbrief

FCI-Nr.
269
Herkunft
Mittlerer Osten
Größe
5871 cm
Gewicht
1629 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Windhunde
Charakter
ElegantUnabhängigSanftmütigReserviertTreu
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Saluki, auch als Gazellenhund oder Persischer Windhund bekannt, ist eine der ältesten und edelsten Hunderassen der Welt, deren Geschichte bis in die frühesten Hochkulturen des Nahen und Mittleren Ostens zurückreicht. Darstellungen von windhundartigen Hunden, die dem heutigen Saluki verblüffend ähneln, finden sich auf sumerischen Reliefs aus dem vierten Jahrtausend vor Christus, auf ägyptischen Grabmalereien und in persischen Miniaturen. Bei den nomadischen Beduinen des Nahen Ostens galt der Saluki als Geschenk Allahs und wurde mit einem Respekt behandelt, der weit über den für gewöhnliche Hunde üblichen hinausging. Er durfte im Zelt der Familie schlafen und wurde als vollwertiges Familienmitglied betrachtet. Mit einer Schulterhöhe von 58 bis 71 Zentimetern und einem Gewicht von 16 bis 29 Kilogramm ist der Saluki ein großer, schlanker Windhund von überirdischer Anmut und Eleganz. Sein Körperbau ist der Inbegriff aerodynamischer Perfektion: ein schmaler, tiefer Brustkorb, lange, kraftvolle Beine, eine flexible Wirbelsäule und eine fein modellierte Muskulatur, die auf explosive Geschwindigkeit und ausdauerndes Laufen über die endlosen Wüstenlandschaften ausgelegt ist. Das Fell kommt in zwei Varianten vor: der befiederten Form mit seidigem Langhaar an Ohren, Rute, Oberschenkeln und zwischen den Zehen, und der glatten Form mit kurzem, enganliegendem Fell am ganzen Körper. Die Farbpalette umfasst Weiß, Creme, Falb, Gold, Rot, Grizzle, Dreifarbig, Schwarz und Loh sowie zahlreiche weitere Schattierungen. Charakterlich ist der Saluki ein Hund von nobler Zurückhaltung und tiefgründiger Sensibilität. Er ist kein Hund, der seine Zuneigung demonstrativ und lautstark zeigt, sondern einer, der mit leisen, feinen Gesten seine tiefe Bindung an seine Menschen ausdrückt. Seine Reserviertheit gegenüber Fremden ist nicht als Unhöflichkeit zu verstehen, sondern als die natürliche Würde einer Rasse, die über Jahrtausende in der Gesellschaft von Königen und Nomadenfürsten gelebt hat. Innerhalb seiner Familie ist er liebevoll, treu und erstaunlich einfühlsam, mit einer fast telepathischen Fähigkeit, die Stimmungen seiner Menschen zu erfassen. Sein Jagdinstinkt ist tief verwurzelt und unauslöschlich. Als Sichtjäger, der Gazellen und Hasen über die offene Wüste mit Geschwindigkeiten von bis zu siebzig Stundenkilometern verfolgte, benötigt er regelmäßige Gelegenheiten zum freien Laufen. Die Pflege ist moderat, wobei die befiederte Variante mehr Aufmerksamkeit erfordert. Insgesamt ist der Saluki ein unvergleichlicher Begleiter für erfahrene Hundehalter, die die stille Eleganz und die alte Seele dieses königlichen Windhundes zu schätzen wissen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Saluki benötigt ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Der Zaun muss mindestens 1,80 Meter hoch sein. Regelmäßige Freilaufmöglichkeiten in sicheren, eingezäunten Bereichen sind unverzichtbar. Im Haus ist er überraschend ruhig und genießt weiche, warme Liegeplätze. Er ist kälteempfindlich und braucht im Winter einen Hundemantel. Er verträgt sich gut mit anderen Windhunden, kann aber kleine Haustiere als Beute betrachten. Er ist kein Hund, der lange allein bleibt, und leidet unter Trennungsangst. Coursing oder Bahnrennen bieten ideale Möglichkeiten, seinen Bewegungsdrang zu befriedigen.

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Ernährung

Der Saluki benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem athletischen Körperbau und seinem schnellen Stoffwechsel gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Salukis sind oft wählerische Fresser, was Geduld bei der Futterauswahl erfordern kann. Die Rippen sollten leicht fühlbar, aber nicht prominent sichtbar sein. Übergewicht muss vermieden werden, wobei der schlanke Körperbau von Laien oft fälschlich als untergewichtig interpretiert wird. Omega-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des seidigen Fells. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Saluki ist eine grundsätzlich gesunde Rasse mit einer guten Lebenserwartung. Wie alle Windhunde ist er extrem empfindlich gegenüber bestimmten Narkosemitteln, insbesondere Barbituraten und einigen modernen Anästhetika, weshalb der Tierarzt zwingend informiert werden muss. Hüftgelenksdysplasie kommt selten vor. Herzerkrankungen wie Mitralinsuffizienz und dilatative Kardiomyopathie können auftreten und sollten regelmäßig kontrolliert werden. Autoimmunerkrankungen wie Hämolytische Anämie sind in einigen Linien dokumentiert. Hypothyreose kann vorkommen. Das dünne Fell und die geringe Körperfettmasse machen ihn kälteempfindlich. Verletzungen des Bewegungsapparats können bei hohen Geschwindigkeiten auftreten. Regelmäßige Vorsorge und Herzultraschall sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Saluki ist intelligent, aber mit einer souveränen Unabhängigkeit ausgestattet, die ihn zu einer Herausforderung in der Erziehung macht. Positive Verstärkung mit viel Geduld und Verständnis ist die einzig zielführende Methode. Er reagiert extrem sensibel auf Stimmungen und harte Behandlung, die sein Vertrauen nachhaltig beschädigen kann. Der Rückruf ist die größte Herausforderung, da sein Sichtjagdinstinkt jede Trainingseinheit zunichtemachen kann, wenn ein Hase in Sicht kommt. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Erwarten Sie keinen kadavergehorsamen Hund, sondern einen denkenden Partner, der Ihre Wünsche abwägt.

Geschichte & Herkunft

Der Saluki gilt als eine der ältesten domestizierten Hunderassen der Welt. Archäologische Funde aus dem Fruchtbaren Halbmond, darunter sumerische Reliefs und ägyptische Grabmalereien, zeigen windhundartige Hunde, die dem Saluki ähneln, aus dem vierten bis dritten Jahrtausend vor Christus. Bei den Beduinen des Nahen Ostens genoss der Saluki eine Sonderstellung als einziger Hund, der nicht als unrein galt. Er wurde zur Jagd auf Gazellen, Hasen und Füchse in der Wüste eingesetzt, oft in Kombination mit Falken. Europäische Reisende brachten die ersten Salukis im 19. Jahrhundert nach England. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 269 an. In seiner Heimat wird der Saluki nach wie vor von Beduinen und Nomaden zur Jagd eingesetzt.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)30,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt145,00 €/Monat
Jährlich1.740,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Saluki (Gazellenhund)

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Saluki empfehlenswert. Als schneller Windhund mit starkem Jagdinstinkt kann er beim Freilauf unbeabsichtigt Schäden verursachen oder in Verkehrssituationen geraten. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Saluki (Gazellenhund)

Ist ein Saluki (Gazellenhund) ein guter Familienhund?

Ja, der Saluki (Gazellenhund) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Saluki (Gazellenhund) im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Saluki (Gazellenhund) betragen durchschnittlich 145,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Saluki (Gazellenhund) für Anfänger geeignet?

Der Saluki (Gazellenhund) ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Saluki (Gazellenhund)?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Saluki (Gazellenhund) braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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