Sarabi Mastiff

Der kolossale persische Herdenschutzhund aus Sarab

Steckbrief

Herkunft
Iran
Größe
7090 cm
Gewicht
60100 kg
Lebenserwartung
1013 Jahre
Gruppe
Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter
MächtigTerritorialLoyalRuhigDominant
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Sarabi Mastiff, auch als Persischer Mastiff oder Sage Sarabi bekannt, ist ein kolossaler Herdenschutzhund aus der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan, der zu den größten und mächtigsten Hunderassen der Welt gehört und seit Jahrhunderten die Viehherden der iranischen Bauern und Nomaden gegen Bären, Wölfe, Hyänen und Viehdiebe in den rauen Bergen und Steppen des nordwestlichen Iran verteidigt. Mit seiner enormen Größe, seinem massiven Knochenbau und seiner furchtlosen, dominanten Natur ist er ein lebendiger Beweis für die jahrtausendealte Tradition der persischen Herdenschutzhundzucht. Mit einer Schulterhöhe von 70 bis 90 Zentimetern und einem Gewicht von 60 bis 100 Kilogramm, wobei einzelne Rüden sogar noch schwerer werden können, ist der Sarabi Mastiff einer der gewaltigsten Hunde, die auf diesem Planeten existieren. Sein Erscheinungsbild ist das eines klassischen Molossers von atemberaubender Dimension: ein massiver, breiter Kopf mit kräftigen Kiefern, tief angesetzten Hängeohren und kleinen, wachsamen Augen, die in einem Gesicht sitzen, das von einer losen, faltigen Haut umrahmt wird. Sein Fell ist kurz bis mittellang und dicht, mit einer isolierenden Unterwolle, die ihn gegen die extremen Temperaturen seiner Heimat schützt. Die häufigsten Fellfarben sind verschiedene Gelb- und Brauntöne mit schwarzer Maske, Gestromt, Schwarz und Rot. Charakterlich ist der Sarabi Mastiff ein Hund von beeindruckender Stärke und Entschlossenheit, der sein Territorium und seine Herde mit einer Kompromisslosigkeit verteidigt, die selbst Bären und Wölfe in die Flucht schlägt. Er ist von Natur aus zutiefst territorial und misstrauisch gegenüber jedem Fremden, sei es Mensch oder Tier. Diese Eigenschaft, die in seiner ursprünglichen Arbeitsumgebung lebensnotwendig war, macht ihn in einer modernen Haustierhaltung zu einer enormen Herausforderung, die nur von den erfahrensten und verantwortungsvollsten Hundehaltern bewältigt werden kann. Innerhalb seiner Familie und gegenüber seinem Besitzer zeigt der Sarabi Mastiff eine ruhige, gelassene Seite, die in markantem Kontrast zu seiner Wildheit gegenüber Eindringlingen steht. Er ist seinem Besitzer treu ergeben und kann überraschend sanft und anhänglich sein, behält aber stets eine souveräne Würde und eine gewisse Eigenständigkeit bei. Er trifft eigenständig Entscheidungen und akzeptiert nur eine Führung, die er als kompetent und fair empfindet. Der Bewegungsbedarf ist moderat, da er als Herdenschutzhund auf geduldiges Wachen und explosives Handeln im Ernstfall ausgelegt ist. Ein riesiges, absolut sicher eingezäuntes Grundstück ist unverzichtbar. Die Fellpflege ist unkompliziert und beschränkt sich auf regelmäßiges Bürsten. Insgesamt ist der Sarabi Mastiff ein Titan unter den Hunden, ein lebendes Relikt der antiken persischen Herdenschutzhundtradition, der nur in den kompetentesten Händen verantwortungsvoll gehalten werden kann.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Nicht ideal für Kleinkinder

Der Sarabi Mastiff benötigt ein großes, ländliches Anwesen mit einem extrem stabilen, mindestens 2 Meter hohen Zaun. Eine Wohnungshaltung ist kategorisch ausgeschlossen. Er verträgt sowohl Kälte als auch moderate Hitze, darf aber bei hohen Temperaturen nicht überanstrengt werden. Ein wetterfester Unterstand ist erforderlich. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist stark eingeschränkt, insbesondere mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Aufgrund seiner enormen Größe, Kraft und seines dominanten Wesens ist er für Familien mit Kindern nicht geeignet. Der Zugang zum Grundstück muss gesichert sein, und Besucher müssen angekündigt werden. In Deutschland können besondere Haltungsauflagen gelten.

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Ernährung

Der Sarabi Mastiff benötigt enorme Mengen hochwertigen, proteinreichen Futters, die seinem gewaltigen Körpergewicht gerecht werden. Die tägliche Futtermenge kann bei ausgewachsenen Rüden sehr erheblich ausfallen. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Hochwertige tierische Proteine und kontrollierte Fettmengen sind essenziell für den Erhalt der massiven Muskulatur. Das Wachstum bei Welpen und Junghunden muss streng kontrolliert und nicht beschleunigt werden. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungsmittel können bei dieser schweren Rasse sinnvoll sein. Die Futterkosten sind aufgrund des hohen Verbrauchs beträchtlich. Frisches Trinkwasser muss stets in großen Mengen verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Sarabi Mastiff ist trotz seiner enormen Größe eine relativ robuste Rasse, die von jahrhundertelanger natürlicher Selektion profitiert. Hüftgelenksdysplasie ist bei einer Rasse dieses Kalibers ein häufiges Problem und muss bei Zuchttieren überprüft werden. Ellbogendysplasie tritt ebenfalls auf. Magendrehung ist aufgrund des massiven Brustkorbs ein lebensbedrohliches Risiko. Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie, können im Alter auftreten. Kreuzbandrisse und andere Gelenkprobleme werden durch das extreme Körpergewicht begünstigt. Übergewicht muss unbedingt vermieden werden. Die Lebenserwartung ist wie bei den meisten Riesenrassen begrenzt. Hitzeschlag ist bei Anstrengung in warmer Umgebung ein Risiko.

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Erziehung

Der Sarabi Mastiff ist einer der anspruchsvollsten Hunde in der Erziehung und erfordert einen Besitzer mit umfangreicher Erfahrung in der Haltung großer Herdenschutzhunde. Konsequente, souveräne Führung ohne jede Gewalt ist die Grundlage. Harte Bestrafung kann bei diesem mächtigen Hund gefährliche Gegenreaktionen auslösen. Intensive Sozialisierung ab dem frühesten Welpenalter ist überlebenswichtig für eine sichere Haltung. Er wird niemals ein klassisch gehorsamer Hund sein. Professionelle Unterstützung durch einen auf Molosser und Herdenschutzhunde spezialisierten Trainer ist dringend erforderlich. Die Bindung muss auf gegenseitigem Respekt aufgebaut werden, wobei der Besitzer stets ruhig und souverän handeln muss.

Geschichte & Herkunft

Der Sarabi Mastiff hat seinen Ursprung in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan, insbesondere in der Region um die Stadt Sarab, von der er seinen Namen hat. Er gehört zur großen Familie der persischen Herdenschutzhunde, die seit der Antike die Viehherden des Iranischen Hochlands beschützen. Die Region um Sarab, die an das Zagros-Gebirge angrenzt, bot die idealen Bedingungen für die Entwicklung eines massiven, furchtlosen Schutzhundes, der sich gegen die großen Raubtiere der Region behaupten konnte. In Iran wird er auch heute noch als Herdenschutzhund eingesetzt und genießt in ländlichen Gemeinschaften hohes Ansehen. Die Rasse hat keine FCI-Anerkennung und ist international wenig bekannt. In jüngster Zeit wächst das Interesse an dieser beeindruckenden Rasse, insbesondere in der Türkei und einigen westlichen Ländern.

Kosten im Überblick

Futter100,00 €/Monat
Versicherung55,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)40,00 €/Monat
Hundesteuer20,00 €/Monat
Sonstiges30,00 €/Monat
Gesamt245,00 €/Monat
Jährlich2.940,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Sarabi Mastiff

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für den Sarabi Mastiff zwingend erforderlich. Als einer der größten und mächtigsten Hunde der Welt mit ausgeprägtem Territorialverhalten stellt er ein erhebliches Haftungsrisiko dar. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen. In einigen Bundesländern können besondere Auflagen für Hunde dieser Größe und dieses Typs gelten.

Häufige Fragen zum Sarabi Mastiff

Ist ein Sarabi Mastiff ein guter Familienhund?

Der Sarabi Mastiff ist eher für erfahrene Hundehalter geeignet und nicht die typische Wahl als reiner Familienhund.

Was kostet ein Sarabi Mastiff im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Sarabi Mastiff betragen durchschnittlich 245,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (55,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (20,00 €) und Sonstiges (30,00 €).

Ist ein Sarabi Mastiff für Anfänger geeignet?

Der Sarabi Mastiff ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Sarabi Mastiff?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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