Sarabi Mastiff
Der kolossale persische Herdenschutzhund aus Sarab
Steckbrief
- Herkunft
- Iran
- Größe
- 70–90 cm
- Gewicht
- 60–100 kg
- Lebenserwartung
- 10–13 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Sarabi Mastiff benötigt ein großes, ländliches Anwesen mit einem extrem stabilen, mindestens 2 Meter hohen Zaun. Eine Wohnungshaltung ist kategorisch ausgeschlossen. Er verträgt sowohl Kälte als auch moderate Hitze, darf aber bei hohen Temperaturen nicht überanstrengt werden. Ein wetterfester Unterstand ist erforderlich. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist stark eingeschränkt, insbesondere mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Aufgrund seiner enormen Größe, Kraft und seines dominanten Wesens ist er für Familien mit Kindern nicht geeignet. Der Zugang zum Grundstück muss gesichert sein, und Besucher müssen angekündigt werden. In Deutschland können besondere Haltungsauflagen gelten.
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Der Sarabi Mastiff benötigt enorme Mengen hochwertigen, proteinreichen Futters, die seinem gewaltigen Körpergewicht gerecht werden. Die tägliche Futtermenge kann bei ausgewachsenen Rüden sehr erheblich ausfallen. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Hochwertige tierische Proteine und kontrollierte Fettmengen sind essenziell für den Erhalt der massiven Muskulatur. Das Wachstum bei Welpen und Junghunden muss streng kontrolliert und nicht beschleunigt werden. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungsmittel können bei dieser schweren Rasse sinnvoll sein. Die Futterkosten sind aufgrund des hohen Verbrauchs beträchtlich. Frisches Trinkwasser muss stets in großen Mengen verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Sarabi Mastiff ist trotz seiner enormen Größe eine relativ robuste Rasse, die von jahrhundertelanger natürlicher Selektion profitiert. Hüftgelenksdysplasie ist bei einer Rasse dieses Kalibers ein häufiges Problem und muss bei Zuchttieren überprüft werden. Ellbogendysplasie tritt ebenfalls auf. Magendrehung ist aufgrund des massiven Brustkorbs ein lebensbedrohliches Risiko. Herzerkrankungen, insbesondere dilatative Kardiomyopathie, können im Alter auftreten. Kreuzbandrisse und andere Gelenkprobleme werden durch das extreme Körpergewicht begünstigt. Übergewicht muss unbedingt vermieden werden. Die Lebenserwartung ist wie bei den meisten Riesenrassen begrenzt. Hitzeschlag ist bei Anstrengung in warmer Umgebung ein Risiko.
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Der Sarabi Mastiff ist einer der anspruchsvollsten Hunde in der Erziehung und erfordert einen Besitzer mit umfangreicher Erfahrung in der Haltung großer Herdenschutzhunde. Konsequente, souveräne Führung ohne jede Gewalt ist die Grundlage. Harte Bestrafung kann bei diesem mächtigen Hund gefährliche Gegenreaktionen auslösen. Intensive Sozialisierung ab dem frühesten Welpenalter ist überlebenswichtig für eine sichere Haltung. Er wird niemals ein klassisch gehorsamer Hund sein. Professionelle Unterstützung durch einen auf Molosser und Herdenschutzhunde spezialisierten Trainer ist dringend erforderlich. Die Bindung muss auf gegenseitigem Respekt aufgebaut werden, wobei der Besitzer stets ruhig und souverän handeln muss.
Geschichte & Herkunft
Der Sarabi Mastiff hat seinen Ursprung in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan, insbesondere in der Region um die Stadt Sarab, von der er seinen Namen hat. Er gehört zur großen Familie der persischen Herdenschutzhunde, die seit der Antike die Viehherden des Iranischen Hochlands beschützen. Die Region um Sarab, die an das Zagros-Gebirge angrenzt, bot die idealen Bedingungen für die Entwicklung eines massiven, furchtlosen Schutzhundes, der sich gegen die großen Raubtiere der Region behaupten konnte. In Iran wird er auch heute noch als Herdenschutzhund eingesetzt und genießt in ländlichen Gemeinschaften hohes Ansehen. Die Rasse hat keine FCI-Anerkennung und ist international wenig bekannt. In jüngster Zeit wächst das Interesse an dieser beeindruckenden Rasse, insbesondere in der Türkei und einigen westlichen Ländern.
Kosten im Überblick
| Futter | 100,00 €/Monat |
| Versicherung | 55,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 40,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 20,00 €/Monat |
| Sonstiges | 30,00 €/Monat |
| Gesamt | 245,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.940,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Sarabi Mastiff
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für den Sarabi Mastiff zwingend erforderlich. Als einer der größten und mächtigsten Hunde der Welt mit ausgeprägtem Territorialverhalten stellt er ein erhebliches Haftungsrisiko dar. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen. In einigen Bundesländern können besondere Auflagen für Hunde dieser Größe und dieses Typs gelten.
Häufige Fragen zum Sarabi Mastiff
Ist ein Sarabi Mastiff ein guter Familienhund?
Der Sarabi Mastiff ist eher für erfahrene Hundehalter geeignet und nicht die typische Wahl als reiner Familienhund.
Was kostet ein Sarabi Mastiff im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Sarabi Mastiff betragen durchschnittlich 245,00 €. Das umfasst Futter (100,00 €), Versicherung (55,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (20,00 €) und Sonstiges (30,00 €).
Ist ein Sarabi Mastiff für Anfänger geeignet?
Der Sarabi Mastiff ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Sarabi Mastiff?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.