Schapendoes
Der fröhliche Strubbelhund aus den niederländischen Heideflächen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 313
- Herkunft
- Niederlande
- Größe
- 40–50 cm
- Gewicht
- 12–20 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Schapendoes ist am besten in einem Haus mit Garten aufgehoben, kommt aber bei ausreichender Bewegung auch in einer größeren Wohnung zurecht. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Das lange Fell muss zwei- bis dreimal wöchentlich gebürstet werden. Der Schapendoes verträgt sowohl moderate Kälte als auch Wärme, sollte aber bei extremen Temperaturen geschont werden. Er ist ein geselliger Hund, der den engen Kontakt zu seiner Familie braucht und nicht längere Zeit alleine bleiben sollte. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden und Haustieren ist in der Regel hervorragend.
Hundehaftpflicht vergleichen für Schapendoes
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Der Schapendoes benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Trocken- oder Nassfutter oder Rohfütterung (BARF) sind gleichermaßen geeignet. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des langen Fells. Leckerlis für das Training sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet und unter dem dichten Fell schwer zu erkennen ist.
Gesundheit & Krankheiten
Der Schapendoes ist eine grundsätzlich robuste und gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine mögliche Augenerkrankung, für die Gentests empfohlen werden. Patellaluxation kann bei dieser mittelgroßen Rasse auftreten. Das lange Fell erfordert regelmäßige Pflege, um Verfilzungen und daraus resultierende Hautprobleme zu vermeiden. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da das dichte Fell die Belüftung einschränken kann. Zahnpflege ist wichtig, da kleinere bis mittelgroße Rassen zu Zahnsteinbildung neigen können. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe werden empfohlen.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Schapendoes
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Der Schapendoes ist dank seiner Intelligenz und Lernbereitschaft relativ leicht zu erziehen und eignet sich auch für engagierte Anfänger. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung mit verschiedenen Menschen, Tieren und Umgebungen ist wichtig, obwohl der Schapendoes von Natur aus ein aufgeschlossener Hund ist. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen und macht dem lernfreudigen Hund großen Spaß. Das Training sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden, da der Schapendoes bei Monotonie die Motivation verliert. Sein Hüteinstinkt ist weniger ausgeprägt als bei manchen anderen Hütehunderassen. Geistige Beschäftigung durch Tricks, Suchspiele und Hundesport ergänzt die körperliche Auslastung ideal.
Geschichte & Herkunft
Der Schapendoes war im 19. und frühen 20. Jahrhundert in den Niederlanden ein weitverbreiteter Hütehund der Schafherden in den Heide- und Moorgebieten. Mit dem Rückgang der Schafhaltung ging auch die Population des Schapendoes dramatisch zurück. Während des Zweiten Weltkriegs war die Rasse fast ausgestorben. Der niederländische Kynologe P.M.C. Toepoel begann 1940 mit der systematischen Rettung und dem Wiederaufbau der Rasse, indem er die wenigen verbliebenen Exemplare sammelte und ein Zuchtprogramm aufbaute. Der niederländische Rasseclub wurde 1947 gegründet, und die vorläufige FCI-Anerkennung erfolgte 1954, die endgültige 1971. Heute ist der Schapendoes in den Niederlanden als Familien- und Sporthund beliebt, bleibt international aber eine seltene Rasse.
Kosten im Überblick
| Futter | 40,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 110,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.320,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Schapendoes
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Schapendoes empfehlenswert. Obwohl der Schapendoes ein freundlicher, umgänglicher Hund ist, kann jeder Hund unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz vor möglichen Schadenersatzforderungen.
Häufige Fragen zum Schapendoes
Ist ein Schapendoes ein guter Familienhund?
Ja, der Schapendoes ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Schapendoes im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Schapendoes betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Schapendoes für Anfänger geeignet?
Ja, der Schapendoes ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Schapendoes?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Schapendoes braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.