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Schipperke

Der kleine schwarze Teufel von den belgischen Kanälen

Steckbrief

FCI-Nr.
83
Herkunft
Belgien
Größe
2533 cm
Gewicht
39 kg
Lebenserwartung
1216 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
NeugierigLebhaftMutigWachsamTreu
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Schipperke ist ein kleiner, schwarzer Wirbelwind aus Belgien, der trotz seiner geringen Größe eine enorme Persönlichkeit besitzt. Oft als „kleiner schwarzer Teufel" bezeichnet, vereint dieser kompakte Hund die Wachsamkeit eines Schäferhundes mit der Lebhaftigkeit eines Terriers in einem handlichen Format. Auf den Lastkähnen der belgischen Kanäle war er einst als unermüdlicher Rattenjäger und Wächter geschätzt. Mit einer Schulterhöhe von 25 bis 33 Zentimetern und einem Gewicht von 3 bis 9 Kilogramm ist der Schipperke ein kleiner, aber robust gebauter Hund. Seine Silhouette ist charakteristisch: der Körper wirkt quadratisch, der Kopf fuchsartig und die üppige Halskrause verleiht ihm ein löwenartiges Profil. Das Fell ist mittellang, dicht und immer schwarz. Besonders auffällig sind die Mähne am Hals, die Jabot genannte Brustbehaarung und die Hosenbildung an den Hinterläufen. Der Charakter des Schipperkes ist geprägt von einer unerschöpflichen Neugier und einem ausgeprägten Unternehmungsgeist. Dieser kleine Hund interessiert sich für alles, was in seiner Umgebung geschieht, und muss stets über alle Vorgänge informiert sein. Seine Wachsamkeit ist legendär – nichts entgeht seinen aufmerksamen Augen und Ohren. Er meldet zuverlässig jeden Besucher, jedes ungewöhnliche Geräusch und jede Veränderung in seinem Territorium. Im Familienalltag ist der Schipperke ein fröhlicher, verspielter und äußerst unterhaltsamer Begleiter. Er liebt seine Familie über alles und zeigt eine tiefe Anhänglichkeit, ohne dabei übermäßig anhänglich zu sein. Mit Kindern kommt er gut aus, vorausgesetzt, sie behandeln ihn respektvoll. Trotz seiner geringen Größe hat er ein gesundes Selbstbewusstsein und lässt sich nicht von größeren Hunden einschüchtern. Der Bewegungsbedarf ist moderat bis hoch. Der Schipperke braucht tägliche Spaziergänge und geistige Beschäftigung. Er ist ein ausgezeichneter Begleiter für Spaziergänge und genießt auch Hundesportarten wie Agility oder Obedience. Seine Neugier macht Nasenarbeit zu einer idealen Beschäftigungsform. Die Pflege ist relativ unkompliziert. Das dichte Fell sollte wöchentlich gebürstet werden, während des Fellwechsels häufiger. Der Schipperke haart periodisch stark, wenn er sein Fell abwirft – danach wächst es vollständig nach. Zwischen den Fellwechseln ist der Haarverlust moderat. Der Schipperke ist ein wundervoller kleiner Begleiter für aktive Familien und Einzelpersonen, die einen wachsamen, intelligenten und lebensfrohen Hund suchen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Schipperke ist dank seiner kompakten Größe ideal für die Wohnungshaltung geeignet. Sein Bellverhalten sollte allerdings bei der Wohnungswahl berücksichtigt werden. Mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag ist notwendig, ergänzt durch Spiel und Kopfarbeit. Der Schipperke ist ein Familienhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Er kann einige Stunden alleine bleiben, neigt aber bei Langeweile zu unerwünschtem Verhalten. Sein dichtes Fell macht ihn wetterfest. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein, da der Schipperke ein Ausbruchskünstler ist. Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren ist bei guter Sozialisierung gegeben.

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Ernährung

Der Schipperke benötigt hochwertiges Futter für kleine Rassen. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss der Größe und dem Aktivitätslevel angepasst werden. Kleine Hunde haben einen höheren Stoffwechsel pro Kilogramm Körpergewicht als große Hunde. Der Schipperke kann zu Übergewicht neigen, wenn er zu viele Leckerlis bekommt. Trockenfutter in angemessener Krokettengröße unterstützt die Zahngesundheit. Leckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Schipperke ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse. MPS IIIB (Mukopolysaccharidose Typ IIIB) ist eine seltene, aber schwere erbliche Stoffwechselerkrankung – ein Gentest ist verfügbar und bei Zuchttieren empfehlenswert. Patellaluxation kommt bei kleinen Rassen vor. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (aseptische Femurkopfnekrose) ist möglich. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Augenerkrankungen wie Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Die Zähne kleiner Rassen neigen zu Zahnstein – regelmäßige Zahnpflege ist wichtig. Die Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren ist ausgezeichnet. Regelmäßige Vorsorge und Impfungen sind selbstverständlich.

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Erziehung

Der Schipperke ist intelligent und lernt schnell, kann aber eigensinnig sein. Positive Verstärkung und abwechslungsreiches Training funktionieren am besten. Bellkontrolle ist ein wichtiges Erziehungsthema, da der Schipperke von Natur aus sehr wachsam und bellfreudig ist. Frühe Sozialisierung hilft, übermäßige Wachsamkeit zu kontrollieren. Der Schipperke hat einen gewissen Jagdtrieb und einen Hang zum Ausreißen – ein zuverlässiger Rückruf ist wichtig. Konsequenz ist entscheidend, denn der kleine Hund testet gerne Grenzen aus. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Trotz seines Eigensinns ist der Schipperke für engagierte Anfänger geeignet.

Geschichte & Herkunft

Der Schipperke stammt aus der Region Flandern in Belgien und hat eine über 500 Jahre alte Geschichte. Der Name bedeutet wahrscheinlich „kleiner Hirte" im flämischen Dialekt, obwohl eine populäre Theorie ihn mit „Schipper" (Schiffer) in Verbindung bringt. Er wurde als Wach- und Rattenfanghund auf den Lastkähnen der belgischen Kanäle eingesetzt, war aber auch bei Handwerkern und Schuhmachern in Brüssel beliebt. 1690 veranstalteten Schuhmacher einen Wettbewerb für Schipperkes mit verzierten Messinghalsbändern – eine der ersten bekannten Hundeausstellungen überhaupt. 1882 wurde die Rasse erstmals auf einer offiziellen Ausstellung in Brüssel gezeigt. Königin Marie Henriette von Belgien besaß Schipperkes, was zur Popularität der Rasse beitrug. Der Rassestandard wurde 1888 festgelegt.

Kosten im Überblick

Futter25,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges10,00 €/Monat
Gesamt85,00 €/Monat
Jährlich1.020,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Schipperke

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Schipperke-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Schipperke ein kleiner Hund ist, kann er durch seine Lebhaftigkeit und Schnelligkeit Situationen verursachen, die zu Schäden führen – etwa Fahrradunfälle oder das Erschrecken von Passanten. Die geringen Versicherungskosten bieten umfassenden Schutz vor finanziellen Folgen.

Häufige Fragen zum Schipperke

Ist ein Schipperke ein guter Familienhund?

Ja, der Schipperke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Schipperke im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Schipperke betragen durchschnittlich 85,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (10,00 €).

Ist ein Schipperke für Anfänger geeignet?

Ja, der Schipperke ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Schipperke?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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