Schipperke
Der kleine schwarze Teufel von den belgischen Kanälen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 83
- Herkunft
- Belgien
- Größe
- 25–33 cm
- Gewicht
- 3–9 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Schipperke ist dank seiner kompakten Größe ideal für die Wohnungshaltung geeignet. Sein Bellverhalten sollte allerdings bei der Wohnungswahl berücksichtigt werden. Mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag ist notwendig, ergänzt durch Spiel und Kopfarbeit. Der Schipperke ist ein Familienhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Er kann einige Stunden alleine bleiben, neigt aber bei Langeweile zu unerwünschtem Verhalten. Sein dichtes Fell macht ihn wetterfest. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein, da der Schipperke ein Ausbruchskünstler ist. Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren ist bei guter Sozialisierung gegeben.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Schipperke benötigt hochwertiges Futter für kleine Rassen. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss der Größe und dem Aktivitätslevel angepasst werden. Kleine Hunde haben einen höheren Stoffwechsel pro Kilogramm Körpergewicht als große Hunde. Der Schipperke kann zu Übergewicht neigen, wenn er zu viele Leckerlis bekommt. Trockenfutter in angemessener Krokettengröße unterstützt die Zahngesundheit. Leckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Schipperke ist grundsätzlich eine gesunde, langlebige Rasse. MPS IIIB (Mukopolysaccharidose Typ IIIB) ist eine seltene, aber schwere erbliche Stoffwechselerkrankung – ein Gentest ist verfügbar und bei Zuchttieren empfehlenswert. Patellaluxation kommt bei kleinen Rassen vor. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (aseptische Femurkopfnekrose) ist möglich. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Augenerkrankungen wie Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Die Zähne kleiner Rassen neigen zu Zahnstein – regelmäßige Zahnpflege ist wichtig. Die Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren ist ausgezeichnet. Regelmäßige Vorsorge und Impfungen sind selbstverständlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Schipperke ist intelligent und lernt schnell, kann aber eigensinnig sein. Positive Verstärkung und abwechslungsreiches Training funktionieren am besten. Bellkontrolle ist ein wichtiges Erziehungsthema, da der Schipperke von Natur aus sehr wachsam und bellfreudig ist. Frühe Sozialisierung hilft, übermäßige Wachsamkeit zu kontrollieren. Der Schipperke hat einen gewissen Jagdtrieb und einen Hang zum Ausreißen – ein zuverlässiger Rückruf ist wichtig. Konsequenz ist entscheidend, denn der kleine Hund testet gerne Grenzen aus. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Trotz seines Eigensinns ist der Schipperke für engagierte Anfänger geeignet.
Geschichte & Herkunft
Der Schipperke stammt aus der Region Flandern in Belgien und hat eine über 500 Jahre alte Geschichte. Der Name bedeutet wahrscheinlich „kleiner Hirte" im flämischen Dialekt, obwohl eine populäre Theorie ihn mit „Schipper" (Schiffer) in Verbindung bringt. Er wurde als Wach- und Rattenfanghund auf den Lastkähnen der belgischen Kanäle eingesetzt, war aber auch bei Handwerkern und Schuhmachern in Brüssel beliebt. 1690 veranstalteten Schuhmacher einen Wettbewerb für Schipperkes mit verzierten Messinghalsbändern – eine der ersten bekannten Hundeausstellungen überhaupt. 1882 wurde die Rasse erstmals auf einer offiziellen Ausstellung in Brüssel gezeigt. Königin Marie Henriette von Belgien besaß Schipperkes, was zur Popularität der Rasse beitrug. Der Rassestandard wurde 1888 festgelegt.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 10,00 €/Monat |
| Gesamt | 85,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.020,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Schipperke
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für Schipperke-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Schipperke ein kleiner Hund ist, kann er durch seine Lebhaftigkeit und Schnelligkeit Situationen verursachen, die zu Schäden führen – etwa Fahrradunfälle oder das Erschrecken von Passanten. Die geringen Versicherungskosten bieten umfassenden Schutz vor finanziellen Folgen.
Häufige Fragen zum Schipperke
Ist ein Schipperke ein guter Familienhund?
Ja, der Schipperke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Schipperke im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Schipperke betragen durchschnittlich 85,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (10,00 €).
Ist ein Schipperke für Anfänger geeignet?
Ja, der Schipperke ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Schipperke?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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