Schipperke
Der kleine schwarze Teufel von Belgiens Kanälen mit dem großen Mut
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 83
- Herkunft
- Belgien
- Größe
- 25–33 cm
- Gewicht
- 3–9 kg
- Lebenserwartung
- 13–16 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Schipperke ist dank seiner kompakten Größe auch in einer Wohnung haltbar, benötigt aber ausreichend Auslauf und Beschäftigung. Sein ausgeprägtes Bellverhalten kann in Mehrfamilienhäusern problematisch sein und muss von Anfang an trainiert werden. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein, da der neugierige Schipperke Ausbruchskünstler ist und kleinste Lücken findet. Er verträgt verschiedene Klimabedingungen gut, leidet aber unter extremer Hitze. Er braucht Familienanschluss und sollte nicht lange allein gelassen werden. Seine Jagdleidenschaft gegenüber Kleintieren erfordert beim Freilauf Vorsicht.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Schipperke benötigt hochwertiges Futter in angemessener Menge für seine geringe Körpergröße. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig dosiert werden, da der Schipperke trotz seiner Aktivität zu Übergewicht neigen kann. Hochwertiges Protein als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten schwarzen Fells. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Welpen benötigen spezielles Kleinrassenfutter für optimale Entwicklung.
Gesundheit & Krankheiten
Der Schipperke ist eine langlebige, grundsätzlich gesunde Rasse. MPS IIIB (Mukopolysaccharidose Typ IIIB) ist eine rassespezifische lysosomale Speicherkrankheit, für die ein Gentest verfügbar ist. Patellaluxation kann bei kleinen Hunden auftreten. Hypothyreose kommt gelegentlich vor. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakte sind bekannte Augenerkrankungen. Epilepsie kann auftreten. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit ist bei kleinen Rassen möglich. Das dichte Fell kann bei Vernachlässigung zu Hautproblemen führen. Die Lebenserwartung liegt bei 13 bis 16 Jahren. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und konsequente Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Schipperke ist hochintelligent und lernfähig, aber auch eigensinnig und unabhängig, was die Erziehung zu einer Herausforderung machen kann. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Konsequenz ist entscheidend, da der clevere Hund jede Schwachstelle erkennt und ausnutzt. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um übermäßiges Bellen und Misstrauen gegenüber Fremden zu kontrollieren. Das Bellverhalten sollte von Anfang an reguliert werden. Der Rückruf muss gründlich trainiert werden, da der Schipperke einem starken Jagdtrieb auf Kleintiere folgt. Abwechslungsreiches Training hält seine Aufmerksamkeit.
Geschichte & Herkunft
Der Schipperke ist eine der ältesten belgischen Hunderassen und hat seinen Ursprung im flämischen Belgien des 15. bis 16. Jahrhunderts. Er wurde als Wach- und Rattenfänger auf den Lastkähnen der flämischen Kanäle und in den Werkstätten der Brüsseler Handwerker gehalten. Die erste bekannte Hundeausstellung, die sich einer einzelnen Rasse widmete, fand 1690 in Brüssel statt und war dem Schipperke gewidmet. Der Schipperke gewann nach 1885, als Königin Marie Henriette von Belgien einen Schipperke erwarb, stark an Beliebtheit. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 83 an. Heute ist er weltweit als lebhafter, charismatischer Begleithund geschätzt.
Kosten im Überblick
| Futter | 25,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 15,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 85,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.020,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Schipperke
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Schipperke-Besitzer empfehlenswert. Als kleiner, aber temperamentvoller Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann der Schipperke in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz zu günstigen Konditionen.
Häufige Fragen zum Schipperke
Ist ein Schipperke ein guter Familienhund?
Ja, der Schipperke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Schipperke im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Schipperke betragen durchschnittlich 85,00 €. Das umfasst Futter (25,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (15,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Schipperke für Anfänger geeignet?
Der Schipperke ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Schipperke?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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