Schwedischer Lapphund
Der schwarze Rentierhüter aus dem hohen Norden
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 135
- Herkunft
- Schweden
- Größe
- 43–48 cm
- Gewicht
- 19–21 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Schwedische Lapphund ist kein klassischer Wohnungshund. Er braucht ein Haus mit Garten, idealerweise in ländlicher Umgebung. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Sein bellfreudiges Wesen kann in dicht besiedelten Gebieten zu Konflikten mit Nachbarn führen. Er verträgt Kälte ausgezeichnet, kommt aber mit großer Hitze weniger gut zurecht. Im Sommer sollte er bei hohen Temperaturen geschont und schattige Plätze zur Verfügung gestellt werden. Der Schwedische Lapphund ist ein geselliger Hund, der den engen Kontakt zu seiner Familie braucht und nicht über längere Zeit alleine bleiben sollte. Hundesport bietet eine ideale Ergänzung zum täglichen Auslauf.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Schwedische Lapphund benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Angesichts der rassetypischen Neigung zu Diabetes sollte auf einen moderaten Kohlenhydratanteil im Futter geachtet werden. Zuckerhaltige Leckerlis sind zu vermeiden. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells und der Haut. Während des Fellwechsels kann ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen bestehen. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet und das Diabetesrisiko erhöht.
Gesundheit & Krankheiten
Der Schwedische Lapphund ist grundsätzlich eine robuste und gesunde Rasse mit wenigen rassetypischen Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Diabetes mellitus tritt bei dieser Rasse häufiger auf als bei vielen anderen Hunderassen, weshalb regelmäßige Blutzuckerkontrollen empfehlenswert sind. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine mögliche Augenerkrankung, für die Gentests verfügbar sind. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Die dichte Unterwolle erfordert regelmäßige Pflege, um Hautprobleme und Hotspots zu vermeiden, besonders in wärmeren Klimazonen. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, ein aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Schwedische Lapphund ist intelligent und grundsätzlich lernwillig, bringt aber den typischen Eigensinn nordischer Rassen mit. Positive Verstärkung ist die effektivste Erziehungsmethode. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, um das bellfreudige Wesen in kontrollierte Bahnen zu lenken. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Konsequenz und Geduld sind erforderlich, da der Lapphund Inkonsequenz schnell erkennt und ausnutzt. Das Anti-Bell-Training sollte frühzeitig beginnen, da der Hüteinstinkt ihn zum häufigen Bellen motiviert. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele, Tricks und Hundesport ist mindestens ebenso wichtig wie körperliche Auslastung. Der Rückruf sollte intensiv trainiert werden, da der Jagdtrieb vorhanden sein kann.
Geschichte & Herkunft
Der Schwedische Lapphund gehört zu den ältesten Hunderassen Skandinaviens und stammt von den Hunden der Samen ab, die seit Jahrtausenden in der arktischen Region Lapplands leben. Ursprünglich diente er als Jagd- und Wachhund und wurde später zum Hütehund für Rentierherden umfunktioniert. Die Rasse wurde von der FCI 1944 offiziell anerkannt. Der Schwedische Kennel Club führt die Rasse seit den 1940er Jahren in seinem Zuchtregister. Im 20. Jahrhundert ging die Zahl der Schwedischen Lapphunde stark zurück, als die Motorisierung die Rentierzucht veränderte. Engagierte Züchter bewahrten die Rasse jedoch vor dem Aussterben. Heute ist der Schwedische Lapphund auch außerhalb Skandinaviens als Familien- und Begleithund bekannt, bleibt aber international eine seltene Rasse.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Schwedischer Lapphund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Schwedischen Lapphundes empfehlenswert. Obwohl der Lapphund ein friedlicher Hund ist, kann er als mittelgroßer, lebhafter Hund in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Schwedischer Lapphund
Ist ein Schwedischer Lapphund ein guter Familienhund?
Ja, der Schwedischer Lapphund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Schwedischer Lapphund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Schwedischer Lapphund betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Schwedischer Lapphund für Anfänger geeignet?
Der Schwedischer Lapphund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Schwedischer Lapphund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Schwedischer Lapphund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.