Scottish Terrier
Der würdevolle Schotte mit dem unbeugsamen Charakter
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 73
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 25–28 cm
- Gewicht
- 8–10 kg
- Lebenserwartung
- 11–13 Jahre
- Gruppe
- Terrier
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Scottish Terrier eignet sich gut als Wohnungshund. Moderate Bewegung von etwa einer Stunde pro Tag reicht aus. Er genießt Spaziergänge, ist aber kein Marathonläufer. Der Scottie ist ein unabhängiger Hund, der auch einige Stunden alleine bleiben kann. Er braucht seinen festen Platz und seine Ruhezonen. Der Garten sollte eingezäunt sein, da der Scottie gerne gräbt und Kleintiere verfolgt. Er verträgt Kälte gut, bei Hitze sollte er geschont werden. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden, besonders gleichgeschlechtlichen, kann problematisch sein. Die regelmäßige Fellpflege und das Trimmen müssen eingeplant werden. Er eignet sich für Singles, Paare und Familien mit älteren Kindern.
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Der Scottish Terrier benötigt hochwertiges Futter in angemessener Menge. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Scottie bei zu wenig Bewegung zu Übergewicht neigt. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil ist ideal. Omega-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des drahtigen Fells. Aufgrund der erhöhten Blasenkrebs-Anfälligkeit kann eine Ernährung mit antioxidantienreichem Gemüse sinnvoll sein. Leckerlis sollten sparsam eingesetzt und von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen. Bei Verdauungsproblemen kann ein Wechsel zu leicht verdaulichem Futter helfen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Scottish Terrier hat einige rassetypische Gesundheitsrisiken. Scottie Cramp ist eine erbliche Bewegungsstörung, die bei Aufregung zu Muskelkrämpfen führen kann. Von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörung) kommt in einigen Linien vor. Blasenkrebs (Übergangszellkarzinom) tritt beim Scottie häufiger auf als bei anderen Rassen. Lebererkrankungen sind möglich. Zerebrale Abiotrophie ist eine seltene neurologische Erkrankung. Patellaluxation kann vorkommen. Hypothyreose tritt gelegentlich auf. Kieferosteopathie (CMO) ist eine Knochenerkrankung, die bei jungen Scotties auftreten kann. Verantwortungsvolle Züchter testen auf bekannte Erbkrankheiten. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und Impfungen sind wichtig.
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Die Erziehung des Scottish Terriers erfordert Geduld, Konsequenz und Respekt vor seiner Unabhängigkeit. Der Scottie ist intelligent, aber nicht auf Gehorsam programmiert. Er entscheidet gerne selbst und kann äußerst eigensinnig sein. Positive Verstärkung ist die einzige effektive Methode – Zwang führt zu noch größerer Sturheit. Kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten funktionieren besser als lange Übungsstunden. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Der Scottie muss lernen, dass der Mensch die Richtung vorgibt. Hundeschule kann hilfreich sein, wenn der Trainer Erfahrung mit eigenständigen Terriern hat. Die Erwartungen an den Gehorsam sollten realistisch sein – der Scottie wird nie ein blindgehorsamer Hund sein.
Geschichte & Herkunft
Der Scottish Terrier gehört zu den ältesten Terrierrassen Schottlands. Seine genauen Ursprünge liegen im Dunkeln, aber niedrigläufige Terrier wurden in Schottland seit Jahrhunderten zur Jagd auf Dachse, Füchse und Ratten eingesetzt. Die heutige Rasse wurde im 19. Jahrhundert in der Region um Aberdeen standardisiert, weshalb er zeitweise als Aberdeen Terrier bekannt war. 1879 wurde der erste Rassestandard erstellt. Der Scottish Terrier wurde in den 1930er Jahren in den USA extrem populär. Präsident Franklin D. Roosevelt besaß den berühmten Scottie „Fala", der zum bekanntesten Hund Amerikas wurde. George W. Bush hatte ebenfalls Scottish Terrier im Weißen Haus. Der Scottie ist auch eine ikonische Spielfigur im Brettspiel Monopoly.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 115,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.380,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Scottish Terrier
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Scottish-Terrier-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Scottie ein kleiner Hund ist, kann sein eigenständiges Verhalten in manchen Situationen zu unvorhergesehenen Ereignissen führen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden Schutz vor finanziellen Folgen bei Schäden durch den Hund.
Häufige Fragen zum Scottish Terrier
Ist ein Scottish Terrier ein guter Familienhund?
Ja, der Scottish Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Scottish Terrier im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Scottish Terrier betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Scottish Terrier für Anfänger geeignet?
Der Scottish Terrier ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Scottish Terrier?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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