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Shiba Inu

Der fuchsähnliche Japaner mit dem katzengleichen Eigensinn

Steckbrief

FCI-Nr.
257
Herkunft
Japan
Größe
3541 cm
Gewicht
610 kg
Lebenserwartung
1216 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
EigenständigAufmerksamMutigTreuSelbstbewusst
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Shiba Inu ist der kleine Cousin des Akita Inu und hat sich dank Social Media – insbesondere dem „Doge"-Meme – zu einer weltweit beliebten Rasse entwickelt. Hinter dem fuchsähnlichen Aussehen und dem fotogenen Lächeln verbirgt sich ein eigenständiger, selbstbewusster Hund, der weit anspruchsvoller ist, als es sein niedliches Aussehen vermuten lässt. Der Shiba Inu erreicht eine Schulterhöhe von 35 bis 41 Zentimetern und ein Gewicht von 6 bis 10 Kilogramm. Sein dichtes Doppelfell kommt in den Farben Rot, Sesam, Schwarz-Loh und Creme vor. Die aufgerollte Rute, die dreieckigen Stehohren und das fuchsartige Gesicht geben dem Shiba sein unverwechselbares Aussehen. Das berühmte „Shiba-Lächeln" mit dem leicht geöffneten Maul und den zusammengekniffenen Augen macht ihn zum Social-Media-Star. Der Shiba Inu ist einer der eigenständigsten Hunde überhaupt. Seine katzenähnliche Unabhängigkeit überrascht viele Hundehalter. Er ist sauber, reinlich und pflegt sich selbst wie eine Katze. Gleichzeitig ist er selbstbewusst, dickköpfig und hat seinen eigenen Willen. Der berüchtigte „Shiba-Schrei" – ein durchdringendes Kreischen bei Unbehagen – erschreckt unvorbereitete Besitzer. Der Shiba kann in einer Wohnung gehalten werden, braucht aber regelmäßigen Auslauf und geistige Beschäftigung. Sein Jagdtrieb ist stark ausgeprägt. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden kann problematisch sein, besonders zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren. In der Familie zeigt der Shiba seine loyale Seite. Er bindet sich an seine Menschen, drückt seine Zuneigung aber eher subtil aus. Er genießt Körperkontakt zu seinen Bedingungen und bestimmt selbst, wann er gekuschelt werden möchte. Der Shiba Inu ist kein Anfängerhund. Wer seine Eigenständigkeit als Stärke und nicht als Problem begreift, wird in ihm einen faszinierenden, treuen Begleiter finden.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Shiba Inu kann dank seiner Sauberkeit und moderaten Größe gut in einer Wohnung gehalten werden. Zwei Spaziergänge von 30 bis 45 Minuten pro Tag genügen, davon idealerweise einer mit gesichertem Freilauf. Der Garten muss absolut sicher eingezäunt sein – Shibas sind Ausbruchskünstler, die über Zäune klettern oder darunter durchgraben. Freilauf ist aufgrund des Jagdtriebs riskant. Der Shiba verträgt Kälte dank seines dichten Fells gut, Hitze weniger. Er haart extrem stark während des Fellwechsels. Der Shiba kann besser alleine bleiben als viele andere Rassen, sollte aber nicht regelmäßig mehr als fünf Stunden alleine sein. Ein sicherer, ruhiger Rückzugsort im Haus ist wichtig.

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Ernährung

Der Shiba Inu braucht hochwertiges Futter in moderaten Portionen. Fischbasiertes Protein wird oft gut vertragen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Viele Shibas sind wählerische Esser – das sollte nicht durch ständiges Anbieten verschiedener Futtersorten verstärkt werden. Bei Allergien kann eine Ausschlussdiät helfen. Übergewicht sollte vermieden werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Haut und das Fell. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Die Futterkosten sind aufgrund der geringen Größe überschaubar.

Gesundheit & Krankheiten

Der Shiba Inu ist eine grundsätzlich robuste Rasse mit guter Lebenserwartung. Patellaluxation kommt bei kleinen Rassen häufig vor. Allergien (Futter- und Umweltallergien) sind beim Shiba ein verbreitetes Problem. Hüftgelenksdysplasie kann auftreten, ist aber seltener als bei größeren Rassen. Augenerkrankungen wie Glaukom und Katarakt sind möglich. Hypothyreose kann vorkommen. Spinale Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle treten gelegentlich auf. Der Shiba kann empfindlich auf bestimmte Narkosemittel reagieren. Zahnprobleme erfordern regelmäßige Pflege. Insgesamt ist der Shiba Inu eine gesunde Rasse, die von der natürlichen Selektion in Japan profitiert.

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Erziehung

Die Erziehung eines Shiba Inu erfordert Geduld, Humor und realistische Erwartungen. Der Shiba ist klug, versteht Anweisungen – folgt ihnen aber nur, wenn er den Sinn erkennt. Kadavergehorsam ist beim Shiba unmöglich. Positive Verstärkung mit hochwertigen Belohnungen ist die einzig sinnvolle Methode. Harte Erziehung führt zum „Shiba-Shutdown" – er stellt einfach ab. Rückruftraining ist eine besondere Herausforderung. Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden ist wichtig, da Shibas zur Dominanz neigen. Handling-Training (Anfassen, Bürsten, Pfoten kontrollieren) muss von Anfang an geübt werden, da der Shiba Berührungen nicht immer schätzt. Hundeschule mit Erfahrung bei primitiven Rassen ist empfehlenswert.

Geschichte & Herkunft

Der Shiba Inu ist die älteste und kleinste der sechs japanischen Hunderassen. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass ähnliche Hunde bereits vor 3.000 Jahren in Japan lebten. „Shiba" bedeutet „klein" oder „Buschholz" (in Anspielung auf die Jagd im Unterholz), „Inu" bedeutet „Hund". Der Shiba wurde für die Jagd auf Kleinwild im bergigen Terrain gezüchtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse durch Kriegseinwirkungen und eine Staupe-Epidemie beinahe ausgestorben. Die Rasse wurde aus den drei verbliebenen Blutlinien (Shinshu Shiba, Mino Shiba, San'in Shiba) neu aufgebaut. 1936 wurde der Shiba zum japanischen Naturdenkmal erklärt. Die Internetkultur mit dem „Doge"-Meme (2013) machte den Shiba weltweit zum Star.

Kosten im Überblick

Futter35,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt105,00 €/Monat
Jährlich1.260,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Shiba Inu

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Shiba-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann der Shiba durch seinen Jagdtrieb und seine mögliche Aggression gegenüber anderen Hunden Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung bietet wichtigen Schutz.

Häufige Fragen zum Shiba Inu

Ist ein Shiba Inu ein guter Familienhund?

Ja, der Shiba Inu ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Shiba Inu im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Shiba Inu betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Shiba Inu für Anfänger geeignet?

Der Shiba Inu ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Shiba Inu?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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