Shiba Inu
Der fuchsähnliche Japaner mit dem katzengleichen Eigensinn
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 257
- Herkunft
- Japan
- Größe
- 35–41 cm
- Gewicht
- 6–10 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Shiba Inu kann dank seiner Sauberkeit und moderaten Größe gut in einer Wohnung gehalten werden. Zwei Spaziergänge von 30 bis 45 Minuten pro Tag genügen, davon idealerweise einer mit gesichertem Freilauf. Der Garten muss absolut sicher eingezäunt sein – Shibas sind Ausbruchskünstler, die über Zäune klettern oder darunter durchgraben. Freilauf ist aufgrund des Jagdtriebs riskant. Der Shiba verträgt Kälte dank seines dichten Fells gut, Hitze weniger. Er haart extrem stark während des Fellwechsels. Der Shiba kann besser alleine bleiben als viele andere Rassen, sollte aber nicht regelmäßig mehr als fünf Stunden alleine sein. Ein sicherer, ruhiger Rückzugsort im Haus ist wichtig.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Shiba Inu braucht hochwertiges Futter in moderaten Portionen. Fischbasiertes Protein wird oft gut vertragen. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Viele Shibas sind wählerische Esser – das sollte nicht durch ständiges Anbieten verschiedener Futtersorten verstärkt werden. Bei Allergien kann eine Ausschlussdiät helfen. Übergewicht sollte vermieden werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Haut und das Fell. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Die Futterkosten sind aufgrund der geringen Größe überschaubar.
Gesundheit & Krankheiten
Der Shiba Inu ist eine grundsätzlich robuste Rasse mit guter Lebenserwartung. Patellaluxation kommt bei kleinen Rassen häufig vor. Allergien (Futter- und Umweltallergien) sind beim Shiba ein verbreitetes Problem. Hüftgelenksdysplasie kann auftreten, ist aber seltener als bei größeren Rassen. Augenerkrankungen wie Glaukom und Katarakt sind möglich. Hypothyreose kann vorkommen. Spinale Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle treten gelegentlich auf. Der Shiba kann empfindlich auf bestimmte Narkosemittel reagieren. Zahnprobleme erfordern regelmäßige Pflege. Insgesamt ist der Shiba Inu eine gesunde Rasse, die von der natürlichen Selektion in Japan profitiert.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung eines Shiba Inu erfordert Geduld, Humor und realistische Erwartungen. Der Shiba ist klug, versteht Anweisungen – folgt ihnen aber nur, wenn er den Sinn erkennt. Kadavergehorsam ist beim Shiba unmöglich. Positive Verstärkung mit hochwertigen Belohnungen ist die einzig sinnvolle Methode. Harte Erziehung führt zum „Shiba-Shutdown" – er stellt einfach ab. Rückruftraining ist eine besondere Herausforderung. Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden ist wichtig, da Shibas zur Dominanz neigen. Handling-Training (Anfassen, Bürsten, Pfoten kontrollieren) muss von Anfang an geübt werden, da der Shiba Berührungen nicht immer schätzt. Hundeschule mit Erfahrung bei primitiven Rassen ist empfehlenswert.
Geschichte & Herkunft
Der Shiba Inu ist die älteste und kleinste der sechs japanischen Hunderassen. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass ähnliche Hunde bereits vor 3.000 Jahren in Japan lebten. „Shiba" bedeutet „klein" oder „Buschholz" (in Anspielung auf die Jagd im Unterholz), „Inu" bedeutet „Hund". Der Shiba wurde für die Jagd auf Kleinwild im bergigen Terrain gezüchtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse durch Kriegseinwirkungen und eine Staupe-Epidemie beinahe ausgestorben. Die Rasse wurde aus den drei verbliebenen Blutlinien (Shinshu Shiba, Mino Shiba, San'in Shiba) neu aufgebaut. 1936 wurde der Shiba zum japanischen Naturdenkmal erklärt. Die Internetkultur mit dem „Doge"-Meme (2013) machte den Shiba weltweit zum Star.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 105,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.260,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Shiba Inu
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Shiba-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner geringen Größe kann der Shiba durch seinen Jagdtrieb und seine mögliche Aggression gegenüber anderen Hunden Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung bietet wichtigen Schutz.
Häufige Fragen zum Shiba Inu
Ist ein Shiba Inu ein guter Familienhund?
Ja, der Shiba Inu ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Shiba Inu im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Shiba Inu betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Shiba Inu für Anfänger geeignet?
Der Shiba Inu ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Shiba Inu?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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Nützliche Tools
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