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Shih Tzu

Der kaiserliche Palasthund mit dem Chrysanthemengesicht

Steckbrief

FCI-Nr.
208
Herkunft
Tibet/China
Größe
2028 cm
Gewicht
47.5 kg
Lebenserwartung
1016 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
AnhänglichFröhlichSelbstbewusstLebhaftFreundlich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Shih Tzu ist ein kleiner Hund mit einer großen Geschichte. Einst als heiliger Palasthund der chinesischen Kaiser verehrt, hat er sich seinen aristokratischen Charme bis heute bewahrt. Mit seinem üppigen Fell, seinem stolzen Auftreten und seinem liebevollen Wesen verzaubert der Shih Tzu Hundeliebhaber auf der ganzen Welt. Der Shih Tzu erreicht eine Schulterhöhe von 20 bis 28 Zentimetern und ein Gewicht von 4 bis 7,5 Kilogramm. Sein langes, dichtes Doppelfell fällt üppig herab und kann in nahezu jeder Farbe auftreten. Die chrakteristische Gesichtsform mit der kurzen Nase, den großen Augen und dem nach oben gerichteten „Chrysanthemengesicht" gibt dem Shih Tzu sein unverwechselbares Aussehen. Das Haar auf dem Kopf wird traditionell zu einem Topknot hochgebunden. Trotz seines königlichen Erbes ist der Shih Tzu ein unkomplizierter, fröhlicher Hund. Er ist aufgeschlossen, gesellig und liebt die Gesellschaft seiner Menschen. Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Hunderassen zeigt der Shih Tzu selten exzessives Bellen oder nervöses Verhalten. Er ist ruhiger und gelassener als viele seiner kleinen Artgenossen. Der Shih Tzu ist ein perfekter Wohnungshund mit moderatem Bewegungsbedarf. Zwei kürzere Spaziergänge am Tag und Spieleinheiten in der Wohnung genügen. Dabei sollte beachtet werden, dass der Shih Tzu aufgrund seiner kurzen Nase bei Hitze empfindlich ist und nicht übermäßig belastet werden sollte. Die Fellpflege ist der aufwendigste Aspekt der Shih-Tzu-Haltung. Tägliches Bürsten ist bei langem Fell Pflicht. Viele Halter entscheiden sich für einen praktischen Kurzschnitt (Puppy Cut), der den Pflegeaufwand erheblich reduziert. Regelmäßige Augen- und Ohrenpflege sowie Zahnhygiene gehören zum Pflegeprogramm. In der Familie ist der Shih Tzu ein liebevoller, treuer Begleiter. Er versteht sich gut mit Kindern, anderen Hunden und sogar Katzen. Sein anpassungsfähiges Wesen macht ihn zum idealen Hund für verschiedenste Lebenssituationen – von der Senioren-Wohnung bis zur lebhaften Familie. Wer einen charmanten, pflegeleichten (bis auf das Fell) und anpassungsfähigen kleinen Hund sucht, wird den Shih Tzu lieben. Sein kaiserliches Erbe hat ihm eine natürliche Würde und Gelassenheit verliehen, die ihn von vielen anderen Kleinhunden unterscheidet.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Shih Tzu ist ein idealer Wohnungshund, der auch in kleinen Wohnungen glücklich ist. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge am Tag genügen, ergänzt durch Spieleinheiten. Extreme Hitze muss unbedingt vermieden werden – an heißen Tagen sollte der Shih Tzu in klimatisierten Räumen bleiben, und Spaziergänge nur in den kühlsten Stunden stattfinden. Auch Kälte verträgt er nur mäßig. Die tägliche Fellpflege ist zeitintensiv und sollte eingeplant werden. Regelmäßige Friseurbesuche alle sechs bis acht Wochen sind bei kurzem Schnitt notwendig. Der Shih Tzu ist ein sozialer Hund, der nicht gerne lange alleine bleibt. Er eignet sich hervorragend für Senioren, Alleinstehende und Familien. Als Reisebegleiter ist er dank seiner Größe unkompliziert.

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Ernährung

Der Shih Tzu braucht hochwertiges Futter in kleinen Portionen. Futter für kleine Rassen mit angepasster Krokettengröße wird empfohlen. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss kontrolliert werden, da der Shih Tzu zu Übergewicht neigen kann, was seine ohnehin belasteten Atemwege verschlechtert. Omega-Fettsäuren unterstützen die Fell- und Hautgesundheit. Bei Harnsteinneigung kann eine spezielle Diät notwendig sein – Rücksprache mit dem Tierarzt ist wichtig. Weicheres Futter oder eingeweichtes Trockenfutter kann bei Zahnproblemen helfen. Leckerlis von der Tagesration abziehen. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Shih Tzu ist als brachycephale Rasse für bestimmte gesundheitliche Probleme prädisponiert. Atemprobleme durch die kurze Nase (BOAS) können auftreten, sind aber in der Regel weniger ausgeprägt als bei Französischen Bulldoggen. Augenprobleme sind aufgrund der hervorstehenden Augen häufig – trockene Augen, Hornhautverletzungen und Proptosis können vorkommen. Patellaluxation ist bei der Rasse verbreitet. Bandscheibenerkrankungen (IVDD) kommen vor. Ohrenentzündungen treten wegen der behaarten Hängeohren auf. Zahnprobleme sind bei kleinen Rassen generell häufig. Nierensteine und Harnsteine können auftreten. Hautprobleme und Allergien kommen gelegentlich vor. Hitzschlag ist ein ernstes Risiko bei heißem Wetter. Regelmäßige Augenpflege und tierärztliche Vorsorge sind wichtig.

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Erziehung

Der Shih Tzu ist intelligent und lernwillig, hat aber auch einen eigenständigen Charakter. Er entscheidet gerne selbst, ob er einem Kommando folgen möchte. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Lob ist die effektivste Methode. Kurze, spielerische Trainingseinheiten funktionieren besser als lange, ernste Übungen. Stubenreinheit kann bei kleinen Rassen etwas länger dauern – Geduld und ein fester Rhythmus sind wichtig. Frühe Sozialisierung hilft, einen selbstsicheren Hund zu entwickeln. Das Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden. Der Shih Tzu sollte an die regelmäßige Fellpflege von Anfang an gewöhnt werden. Grundgehorsam lässt sich mit Geduld und Konsequenz gut aufbauen. Der Shih Tzu ist ein guter Anfängerhund.

Geschichte & Herkunft

Die Geschichte des Shih Tzu reicht über tausend Jahre zurück. In tibetischen Klöstern wurden kleine „Löwenhunde" gezüchtet, die als Glücksbringer galten. Diese Hunde gelangten als Geschenke an den chinesischen Kaiserhof, wo sie mit einheimischen Rassen wie dem Pekinesen gekreuzt wurden. Im kaiserlichen Palast der letzten chinesischen Kaiserin Cixi (1835-1908) erreichte die Zucht ihren Höhepunkt. Der Shih Tzu war so wertvoll, dass ein Verkauf ins Ausland verboten war. Erst in den 1930er Jahren gelangten die ersten Shih Tzus nach England und Skandinavien. Nach der chinesischen Revolution 1949 wurde die Zucht in China nahezu ausgelöscht. Die westlichen Zuchtlinien retteten die Rasse. Der Name „Shih Tzu" bedeutet „Löwenhund" auf Mandarin. Die FCI erkannte die Rasse 1957 an.

Kosten im Überblick

Futter30,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt110,00 €/Monat
Jährlich1.320,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Shih Tzu

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist auch für den kleinen Shih Tzu empfehlenswert. In mehreren Bundesländern ist sie für alle Hunde verpflichtend. Auch wenn der Shih Tzu selten Schäden verursacht, bietet die Versicherung Schutz für unvorhergesehene Situationen. Die günstigen monatlichen Beiträge stehen in keinem Verhältnis zu möglichen Schadenersatzforderungen.

Häufige Fragen zum Shih Tzu

Ist ein Shih Tzu ein guter Familienhund?

Ja, der Shih Tzu ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Shih Tzu im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Shih Tzu betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (30,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Shih Tzu für Anfänger geeignet?

Ja, der Shih Tzu ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Shih Tzu?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 2/5. Kürzere Spaziergänge und Spieleinheiten reichen in der Regel aus.

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