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Suomenlapinkoira

Der sanfte finnische Spitzhund mit dem Herz aus Gold

Steckbrief

FCI-Nr.
189
Herkunft
Finnland
Größe
4152 cm
Gewicht
1524 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
FreundlichRuhigTreuMutigAufmerksam
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Suomenlapinkoira, besser bekannt als Finnischer Lapphund, ist ein mittelgroßer, wunderschöner Spitzhund aus Finnland, der zu den beliebtesten Hunderassen in seinem Heimatland zählt und international zunehmend Anhänger findet. Diese uralte Rasse wurde von den Sami als Hüte- und Wachhund für Rentierherden in den subarktischen Regionen Lapplands entwickelt und vereint ein bezauberndes Äußeres mit einem sanften, menschenbezogenen Wesen, das ihn zu einem der besten nordischen Familienhunde macht. Mit einer Schulterhöhe von 41 bis 52 Zentimetern und einem Gewicht von 15 bis 24 Kilogramm ist der Finnische Lapphund ein mittelgroßer Hund von robuster, aber harmonischer Erscheinung. Sein prachtvolles, üppiges Doppelfell ist sein auffälligstes Merkmal: Die dichte, wollige Unterwolle und das längere, gerade Deckhaar bilden einen hervorragenden Schutz gegen die extremen arktischen Temperaturen. Die Fellfarben sind außerordentlich vielfältig und umfassen Schwarz, Braun, Lohfarben, Creme, Weiß, Wolfsgrau und Zobel, oft mit hübschen Abzeichen und Masken. Der ausdrucksvolle Kopf mit den sanften, dunklen Augen und den aufmerksam aufgerichteten, mittellangen Ohren strahlt eine warme Freundlichkeit aus. Die buschig behaarte Rute wird über dem Rücken getragen. Charakterlich ist der Finnische Lapphund ein wahres Goldstück unter den nordischen Hunderassen. Er ist von Natur aus freundlich, sanft und überaus menschenbezogen, dabei aber nicht unterwürfig, sondern selbstbewusst und aufmerksam. Sein Wesen wird von einer bemerkenswerten inneren Ruhe und Gelassenheit geprägt, die ihn von vielen anderen Spitzrassen unterscheidet. Er ist ein geselliger Hund, der die Nähe seiner Familie sucht und sich am wohlsten fühlt, wenn er in das Familienleben integriert ist. Der „Lappie", wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wird, ist ein hervorragender Familienhund, der sich besonders gut für Familien mit Kindern eignet. Er zeigt eine natürliche Geduld und Sanftmut im Umgang mit Kindern und ist ein geduldiger, belastbarer Spielkamerad. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden und Haustieren ist in der Regel ausgezeichnet, was auf seine Geschichte als Herdenhund zurückgeht. Als ehemaliger Hütehund besitzt der Finnische Lapphund einen ausgeprägten Schreckreflex, der historisch dazu diente, bei plötzlichen Bewegungen der Rentiere schnell auszuweichen. Dieses Verhalten zeigt sich auch heute noch und bedeutet, dass er auf plötzliche Geräusche oder Bewegungen zunächst mit einem Sprung zur Seite reagiert, bevor er die Situation einschätzt. Der Bewegungsbedarf ist moderat bis hoch. Er genießt ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen, ohne dabei übermäßig anspruchsvoll zu sein. Die Pflege des üppigen Fells erfordert regelmäßiges Bürsten, zwei- bis dreimal wöchentlich, während des Fellwechsels häufiger. Insgesamt ist der Finnische Lapphund einer der besten nordischen Familienhunde für hundeerfahrene und auch für unerfahrene Besitzer.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Finnische Lapphund benötigt ein Haus mit Garten, idealerweise in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Eine Wohnungshaltung ist bei sehr intensiver täglicher Beschäftigung möglich, aber nicht ideal. Mindestens eine bis anderthalb Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Er verträgt kalte Temperaturen hervorragend, ist aber hitzeempfindlich und benötigt an warmen Tagen Schatten und Abkühlung. Er ist ein extrem sozialer Hund, der engen Familienanschluss braucht. Seine Bellfreudigkeit sollte bei der Wahl des Wohnorts berücksichtigt werden.

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Ernährung

Der Finnische Lapphund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter mit einem guten Protein-Fett-Verhältnis. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des üppigen Fells und der Haut. Leckerlis sind als Trainingsbelohnung wertvoll, sollten aber in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Finnische Lapphund ist eine insgesamt robuste Rasse mit einer guten Lebenserwartung. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine bekannte erbliche Augenerkrankung in der Rasse, für die ein Gentest verfügbar ist. Katarakt kann auftreten, insbesondere im höheren Alter. Pompe-Krankheit, eine seltene Glykogenspeicherkrankheit, wurde in einigen finnischen Linien identifiziert. Ellbogendysplasie kommt vereinzelt vor. Das üppige Fell kann bei warmem Klima zu Überhitzung führen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Augentests und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Finnische Lapphund ist intelligent, kooperativ und lernwillig, was die Erziehung in der Regel angenehm gestaltet. Er reagiert am besten auf positive Verstärkung und sanfte Konsequenz. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv und können das Vertrauensverhältnis beschädigen. Frühzeitige Sozialisierung ist wichtig, um seinen natürlichen Schreckreflex zu kanalisieren. Das Bellverhalten sollte frühzeitig trainiert werden. Hundesportarten wie Agility, Obedience und Nasenarbeit eignen sich hervorragend. Er eignet sich auch für weniger erfahrene Hundehalter mit der Bereitschaft, sich einzuarbeiten.

Geschichte & Herkunft

Der Finnische Lapphund hat seine Wurzeln bei den Sami, dem indigenen Volk Lapplands, das diese Hunde seit Jahrhunderten zum Hüten von Rentierherden einsetzt. Archäologische Funde belegen die Existenz spitzartiger Hunde in Lappland seit mehreren tausend Jahren. Die moderne Zucht begann in den 1940er Jahren, als der Finnische Kennel Club die Rasse systematisch erfasste und einen Standard entwickelte. Ursprünglich wurden der Lapinporokoira und der Suomenlapinkoira als eine Rasse betrachtet, bevor sie 1966 in zwei eigenständige Rassen getrennt wurden. Die FCI erkannte den Finnischen Lapphund unter der Nummer 189 an. In Finnland gehört er zu den beliebtesten Hunderassen und gewinnt auch international zunehmend an Beliebtheit.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Suomenlapinkoira

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Finnischen Lapphundes empfehlenswert. Als mittelgroßer Hund kann er in verschiedenen Alltagssituationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.

Häufige Fragen zum Suomenlapinkoira

Ist ein Suomenlapinkoira ein guter Familienhund?

Ja, der Suomenlapinkoira ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Suomenlapinkoira im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Suomenlapinkoira betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Suomenlapinkoira für Anfänger geeignet?

Ja, der Suomenlapinkoira ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Suomenlapinkoira?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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