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Sussex Spaniel

Das seltene goldene Juwel unter den Spaniels

Steckbrief

FCI-Nr.
127
Herkunft
Großbritannien
Größe
3338 cm
Gewicht
1823 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Charakter
RuhigSanftFreundlichTreuGemächlich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Sussex Spaniel ist eine der seltensten und ungewöhnlichsten Spaniel-Rassen der Welt und bezaubert mit seiner einzigartigen goldleberbraunen Fellfarbe und seinem gemächlichen, würdevollen Charakter. Dieser kleine, kompakte Hund mit dem schweren, massiven Körperbau und dem nachdenklichen Gesichtsausdruck ist ein wahres Unikat unter den Spaniels und hat trotz seiner Seltenheit eine treue Anhängerschaft, die seine besonderen Qualitäten zu schätzen weiß. Mit einer Schulterhöhe von nur 33 bis 38 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 23 Kilogramm ist der Sussex Spaniel ein kleiner, aber überraschend schwerer und massiver Hund. Sein reiches, flach anliegendes Fell zeigt die einzigartige goldleberbraune Farbe, die bei keiner anderen Hunderasse in dieser Ausprägung vorkommt. Das Haar hat einen natürlichen goldenen Glanz, der bei Sonnenlicht besonders schön zur Geltung kommt. Die Befederung an Ohren, Brust und Beinen ist üppig. Charakterlich ist der Sussex Spaniel ein ruhiger, bedächtiger Hund, der sich deutlich von den lebhafteren Spaniel-Rassen unterscheidet. Er arbeitet bei der Jagd langsamer und methodischer, wobei er als einziger Spaniel bei der Arbeit typischerweise laut gibt – ein Merkmal, das von Jägern im dichten Unterholz geschätzt wird. Seine Ruhe und Gelassenheit machen ihn zu einem angenehmen Haushund. Im Familienalltag ist der Sussex Spaniel ein liebevoller, treuer Begleiter von großer Sanftmut. Er geht wunderbar mit Kindern um und zeigt eine unerschütterliche Geduld. Mit anderen Hunden und Haustieren versteht er sich in der Regel ausgezeichnet. Sein freundliches Wesen erstreckt sich auf die meisten Menschen, obwohl er gelegentlich eine gewisse Reserviertheit zeigen kann. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Im Vergleich zu den meisten Spaniel-Rassen ist der Sussex Spaniel weniger energiegeladen und begnügt sich mit ein bis eineinhalb Stunden Bewegung pro Tag. Er genießt gemütliche Spaziergänge und Stöberarbeit, ist aber kein Hund für Marathonläufe. Im Haus ist er angenehm ruhig und entspannt, was ihn auch für die Wohnungshaltung geeignet macht. Die Fellpflege erfordert regelmäßiges Bürsten zwei- bis dreimal pro Woche. Das reichhaltige Fell kann verfilzen, wenn es vernachlässigt wird. Die Ohren benötigen besonders sorgfältige Pflege. Der Sussex Spaniel ist ein wundervoller Begleiter für Menschen, die einen ruhigen, liebevollen und einzigartigen Hund suchen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Sussex Spaniel ist dank seines ruhigen Temperaments auch für die Wohnungshaltung geeignet, sofern er ausreichend Bewegung bekommt. Ein bis eineinhalb Stunden Spaziergänge pro Tag genügen in der Regel. Er ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längeres Alleinsein verträgt er weniger gut. Sein dichtes Fell bietet guten Witterungsschutz, bei großer Hitze sollte er geschont werden. Die regelmäßige Ohrenpflege ist essenziell. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden und Haustieren. Sein ruhiges Wesen macht ihn auch für ältere Menschen und ruhigere Familien geeignet. Treppen sollten möglichst vermieden werden, um den Rücken zu schonen.

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Ernährung

Der Sussex Spaniel neigt stark zu Übergewicht, weshalb die Ernährung besonders sorgfältig kontrolliert werden muss. Hochwertiges, kalorienangepasstes Futter ist wichtig. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss streng dem tatsächlichen Energiebedarf entsprechen – Überfütterung hat bei dieser Rasse schwerwiegende gesundheitliche Folgen, besonders für die Gelenke und den Rücken. Leckerlis sollten sparsam eingesetzt und von der Tagesration abgezogen werden. Regelmäßiges Wiegen hilft, Gewichtsprobleme frühzeitig zu erkennen. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Sussex Spaniel hat einige rassetypische Gesundheitsthemen, die zum Teil mit dem kleinen Genpool zusammenhängen. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Herzerkrankungen, insbesondere Pulmonalstenose, treten gelegentlich auf. Ohrenentzündungen sind wegen der schweren, tief hängenden Ohren ein häufiges Problem. Bandscheibenprobleme können aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine auftreten. Augenerkrankungen wie Entropium sind möglich. Übergewicht ist ein häufiges Problem und verschlimmert bestehende Gelenkprobleme. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Der kleine Genpool erfordert besonders verantwortungsvolle Zucht. Regelmäßige Vorsorge ist wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Sussex Spaniels erfordert Geduld und Verständnis für sein gemächliches Tempo. Er ist intelligent, aber arbeitet in seiner eigenen Geschwindigkeit und lässt sich nicht hetzen. Positive Verstärkung mit vielen Futterbelohnungen ist die effektivste Methode – wobei die Gesamtfuttermenge im Blick behalten werden muss. Der Sussex Spaniel kann eigensinnig sein, lässt sich aber mit Geduld und Humor gut erziehen. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Der Jagdinstinkt ist vorhanden, aber aufgrund seines gemächlichen Temperaments leichter zu kontrollieren als bei aktiveren Spaniels. Er eignet sich gut für geduldige Anfänger.

Geschichte & Herkunft

Der Sussex Spaniel wurde im 18. Jahrhundert in der Grafschaft Sussex in Südengland von Augustus Fuller auf seinem Landgut Rosehill entwickelt. Fuller züchtete die goldleberbraunen Spaniels gezielt für die Jagd im dichten Unterholz und den schweren Böden von Sussex. Die Rasse war im 19. Jahrhundert mäßig verbreitet, geriet aber mit dem Aufkommen schnellerer Spaniel-Typen zunehmend in Vergessenheit. Während des Zweiten Weltkriegs wäre die Rasse beinahe ausgestorben – nur acht Hunde bildeten den Grundstock für den Wiederaufbau, der maßgeblich der Züchterin Joy Freer zu verdanken ist. Bis heute ist der Sussex Spaniel eine der seltensten Spaniel-Rassen weltweit. 2009 sorgte der Sussex Spaniel „Stump" für Aufsehen, als er die Westminster Dog Show gewann.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt115,00 €/Monat
Jährlich1.380,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Sussex Spaniel

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Sussex Spaniel-Besitzer empfehlenswert. Auch ein kleiner, ruhiger Hund kann unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz bei Personen- und Sachschäden.

Häufige Fragen zum Sussex Spaniel

Ist ein Sussex Spaniel ein guter Familienhund?

Ja, der Sussex Spaniel ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Sussex Spaniel im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Sussex Spaniel betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Sussex Spaniel für Anfänger geeignet?

Ja, der Sussex Spaniel ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Sussex Spaniel?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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